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Equiduct liefert Benchmark zur Bewertung

Fehlgeleiteter Order Flow kostet Anleger Millionen

Equiduct, die paneuropäische Handelsplattform, weitet das Angebot an datenbezogenen Dienstleistungen aus. Der neue „Liquidity Fragmentation Analytics“ Service (OrangeLFA) komplettiert das Produktangebot. OrangeLFA offenbart, dass an den europäischen Börsen eine signifikante Anzahl von Aufträgen nicht zum besten verfügbaren Preis ausgeführt werden.

Nach der Einführung der Europäischen Finanzmarktrichtlinie (MiFID) nimmt die Fragmentierung des Handels an den europäischen Handelsplätzen zu. Die umsatzstärksten 500 Wertpapiere werden heute überwiegend an fünf Plätzen (im Durchschnitt 5,6) gehandelt. Unter diesen neuen Rahmenbedingungen ist nicht nur die Orderausführung zum besten Preis von Bedeutung, sondern auch die Messbarkeit der Ausführungsqualität anhand eines verlässlichen Benchmark. Equiducts OrangeLFA ermöglicht sowohl der Buy als auch der Sell Side, Aufsichtsbehörden und Compliance -Abteilungen jedes Finanzdienstleisters,
aber auch den Fachmedien, den Markt auf einer konsolidierten Basis zu beobachten und die ausgeführten Ordervolumina zu analysieren. In die Betrachtung einbezogen werden dabei die verfügbaren Pre-Trade-Informationen (Level 2 Orderbücher) von sieben relevanten europäischen Handelsplätzen.

OrangeLFA zeigt dabei, dass Aufträge heute nicht immer an dem Handelsplatz, an dem sie den besten Preis erzielen würden, ausgeführt werden. Ein erheblicher Anteil des Orderflows wird fehlgeleitet. Analysen mithilfe des OrangeLFA-Tools haben ergeben, dass ein bedeutender Anteil von Aufträgen, die beispielsweise an den etablierten Börsen ausgeführt wurden, an einem alternativen Handelsplatz besser ausgeführt worden wären. In vielen Fällen würde dies den Marktanteil der neugegründeten multilateralen Handelssysteme
(MTFs) deutlich erhöhen.

Eine Analyse von Equiduct zeigt, dass alleine im Januar 2009 ein Handelsvolumen in Höhe von 97 Milliarden Euro an einem anderen Handelsplatz einen besseren Preis erzielt hätte. Das entspricht 33,4 % des gesamten an den sieben Handelsplätzen gehandelten Volumens der 500 wichtigsten Papiere. Würden sich die Marktanteile in Europa entsprechend der Verfügbarkeit des besten Preises umverteilen, müssten die traditionellen Börsen einen Marktanteil von 13,4 % an die MTFs abgeben.

Um Marktteilnehmer bei der Quantifizierung und Beobachtung der Best-Price-
Fragmentierung in Europa zu unterstützen, wird Equiduct zudem einen „Orange Liquidity Fragmentation Index“ (OrangeLFI) anbieten. Er ist Teil des „Liquidity Fragmentation Analytics“ Pakets. Für eine qualifizierte Analyse wäre eine reine Beschränkung auf den Ausführungsort der Trades zu wenig. Der Index macht eine Aussage über die Fragmentierung des Marktes, die bei einer optimalen (Teil)Ausführung zum besten Preis entstehen würde (Pre-Trade) und ist daher eine Weiterentwicklung von vergleichbaren Indizes die bis heute nur die vorhandene Fragmentierung (Post Trade) beschreiben. Durch den Vergleich der beiden Indizes (Post- und Pretrade) lässt sich analysieren, wo Liquidität das Potential hat, sich weiter zu fragmentieren, falls alle Handelsteilnehmer immer zum besten Preis ausführen würden – ein Schlüsselindikator für zukünftige
Fragmentierungsentwicklungen.

Equiduct verfügt über eine stabile, moderne Datenbank, die bis zu 500.000 Marktdaten- Preisaktualisierungen pro Sekunde speichern kann und die für das sogenannte Backtesting, die Wiedergabe historischer Daten sowie die Berechnung von Fragmentierung und Liquidität über unterschiedliche Zeiträume nutzbar ist. Der OrangeLFA ist ein verlässlicher Benchmark, der es Anwendern ermöglicht, Ausführungsqualität sicherzustellen und - nach dem Handel - eine Bewertung über die Leistung von Banken und Brokern vorzunehmen.

“Der Markt hat sich mit der Entstehung neuer Handelsplätze im letzten Jahr weiterhin schnell entwickelt. Dies hat zu mehr Wettbewerb geführt. Bisher wurde der Fokus jedoch zu wenig darauf gerichtet, wie an den verschiedenen zur Verfügung stehenden Handelsplattformen die Ausführung zum besten Preis erzielt werden kann“ kommentiert Artur Fischer, Joint CEO von Equiduct. „Unsere Analyse-Werkzeuge zeigen, dass die etablierten Börsen Europas Anleger enttäuschen. Wäre im Januar bei den von uns ausgewählten 500 wichtigsten europäischen Aktien der beste Preis über die sieben zur Verfügung stehenden Ausführungsplattformen1 erzielt worden, hätten Anleger 30 Millionen
Euro gegenüber den tatsächlich gezahlten Preisen sparen können.“

(Redaktion)


 


 

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