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Bacon, Golfbälle, Abfall: Mit diesen Exporten machen die USA mehr Umsatz als jede andere Nation

Trotz Trumps Kritik am deutschen Exportüberschuss: Von diesen Produkten exportiert niemand mehr, als die USA. Der Finanzdienstleister Vexcash hat das genauer analysiert.

Seit 2014 schrumpft die US-Exportwirtschaft. Konnten vor drei Jahren noch Umsätze im Außenhandel von 1,62 Billionen Dollar realisiert werden, verkleinerte sich dieser Wert im Jahr 2016 auf 1,45 Billionen Dollar. Grund genug für den amerikanischen Präsidenten Donald Trump den Freihandel im Allgemeinen und deutsche Exportüberschüsse im Speziellen zu beklagen. Doch was genau leisten die konsumfreudigen USA noch in Sachen Export? Der Finanzdienstleister Vexcash hat aus den Exportdaten der UN 522 US-Exportgüter mit einem Gegenwert von 417 Milliarden Dollar ermittelt, von denen keine andere Nation auf der Welt mehr exportieren konnte als die USA.

The American Dream: Bacon, Golfbälle und Rindersperma erzielen Millionen-Umsätze

Den passionierten Golfer Trump wird es freuen: Keine Nation erzielt höhere Umsätze mit dem Export von Golfbällen als die USA. Im Jahr 2015 konnten damit knapp 125 Millionen US-Dollar erwirtschaftet werden. Noch mehr wurde durch den beliebten Bauchspeck (Bacon) umgesetzt, der mit rund 150 Millionen Dollar zu Buche schlägt. Etwas skurriler aber noch lukrativer scheint der Handel mit Rindersperma zu sein. Hier liegt der Betrag bei ganzen 167 Millionen US-Dollar.

Schrott als Exportschlager

Als Land des Konsums produzieren die Staaten Unmengen von Müll und Schrott. Und der wird scheinbar nur zu gern exportiert – mit finanziellem Erfolg. In einem Jahr konnten ganze 13,3 Milliarden US-Dollar mit dem Export von Abfällen erwirtschaftet werden. Bei 37 Kategorien im Abfall-Business bedeutet dies zehnmal den ersten Export-Platz.

Milliarden-Umsätze mit Waffen

Nicht nur auf nationaler Ebene wird mit Waffen gehandelt, auch international floriert der Handel. So belegen die USA bei sieben von den 16 Produkt-Kategorien den ersten Platz. Aufsummiert ergibt das einen Exporterlös von rund sechs Milliarden Dollar in nur einem Jahr. Mit 3,4 Milliarden bzw. 1,2 Milliarden Dollar Umsatz generieren dabei die Exporte von Munition und gepanzerten Fahrzeugen am meisten. Zum Vergleich: Insgesamt exportieren die USA Waffen und Zubehör im Wert von rund 35 Milliarden US-Dollar.

Weniger tödlich, jedoch durchaus schwer gesundheits- wie umweltschädlich: Arsen. Mit rund vier Millionen Dollar erzielt weltweit niemand mehr Umsatz mit dem anorganischen Element als die USA. Auf kurze Sicht unbedenklich, jedoch langfristig mit Potenzial, die Gesundheit zu beeinträchtigen: Zucker. In flüssiger Form als Sirup wie raffinierter Version zum Streuen erzielen die Vereinigten Staaten rund 490 Millionen Dollar und übertrumpfen damit jede andere Nation. Neben dem Zucker exportieren sie aber auch das meiste Insulin, mit einem Exportwert von rund 60 Millionen US-Dollar.

Einmal Urknall, bitte!

Die USA exportierten für rund 33 Millionen US-Dollar Teilchenbeschleuniger in die Welt und belegten damit im internationalen Vergleich den ersten Rang. Auch bei einem chemischen Element, das die Welt im Innersten zusammenhält, punkten die USA, denn jenes Land, das das Silicon Valley beheimatet, ist mit einem Exportwert von knapp 1,3 Milliarden Dollar gleichzeitig weltweit größter Exporteur von Silizium. Nach oben hin setzen die USA ebenfalls klare Maßstäbe: Mit über zwei Milliarden US-Dollar für den Export von Satelliten und Trägerraketen belegen sie in dieser Kategorie den ersten Platz.

Einen weiteren Einblick mit rund 80 US-Exportschlagern erhält man bei vexcash.

(Redaktion)


 

 

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