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  • 05.02.2016, 11:14 Uhr
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FINANZEN / DARLEHEN

Kapitalschützer warnen: "Ewiger Widerruf" für Darlehen endet im Juni 2016

Das Bundeskabinett hat entschieden, das so genannte "ewige Widerrufsrecht" für Darlehensverträge bis zum 21. Juni 2016 zu beenden.


Die Mehrzahl der abgeschlossenen Darlehensverträge aus den Jahren 2002 bis 2010 enthält Verstöße gegen gesetzliche Regeln für Widerrufsbelehrungen. Der Grund: Die Klauseln entsprechen entweder in Inhalt oder Gestaltung nicht den rechtlichen Anforderungen, oder die Widerrufsbelehrung war komplett unterlassen worden.

Bisher konnten Kreditnehmer solche Darlehensverträge zeitlich unbegrenzt widerrufen (ewiges Widerrufsrecht): "Verbraucher kamen nach dem Widerruf in den Genuss der aktuell günstigen Zinskonditionen", sagt Helmut-Joachim König von der Kapitalschutzvereinigung mittelständische Wirtschaft e.V. "Diese unbefristete Widerrufsmöglichkeit entfällt im Juni dieses Jahres. Daher sollten Kreditnehmer jetzt zügig prüfen lassen, ob für eigene Darlehen aus den Jahren 2002-2010 ein Anspruch auf Widerruf besteht und diesen dann geltend machen. Nach dem Stichtag am 21. Juni 2016 entfallen für Immobilienkäufer mit fehlerhafter Widerrufsbelehrung beträchtliche finanzielle Vorteile: Er kann sich beispielsweise nicht vom Darlehensvertrag lösen oder muss eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung entrichten."

Die Experten der Kapitalschutzvereinigung für die mittelständische Wirtschaft e.V. stellen immer wieder fest, dass es sich lohnt auch Verträge prüfen zu lassen, die schon vor vielen Jahren abgeschlossen wurden. "Da die Klauseln im Kleingedruckten meist sehr komplex gestaltet sind, empfehlen wir den Darlehensnehmern professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Verstöße aufzuspüren und noch bestehende Rechte geltend zu machen", so König.

Die Gesetzesänderung zum "ewigen Widerrufsrecht" soll am 21. März 2016 in Kraft treten. Danach haben Verbraucher drei Monate Zeit sich zu entscheiden, ob sie von ihrem möglicherweise noch bestehenden Widerrufsrecht Gebrauch machen. Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an die Kapitalschutzvereinigung für die mittelständische Wirtschaft e.V. unter www.ksv-mittelstand.de.

Über die Kapitalschutzvereinigung für die mittelständische Wirtschaft e.V.: Die Kapitalschutzvereinigung für die mittelständische Wirtschaft e.V. vertritt deutschlandweit die Interessen ihrer Mitglieder im Hinblick auf die von ihnen abgeschlossenen Kapitalanlage -, Darlehens- und sonstigen Finanzverträge.

(Redaktion)


 

 

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