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  • 31.03.2016, 15:54 Uhr
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FINANZEN / UMZUG

Umziehen: Kosten richtig kalkulieren und Geld sparen

Neue Arbeitsstelle, Familienzuwachs oder die Pflege kranker Angehöriger: Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihren Wohnort wechseln. Wie man möglichst stressfrei umzieht und Umzugskosten spart, erfährt man in diesem Ratgeber.

Entscheidungshilfe: Selbst machen oder Umzugsprofis engagieren?

Bei einem Umzug gibt es viel zu erledigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Wohnortwechsel gut vorzubereiten und anfallende Umzugskosten einzukalkulieren. Am Anfang steht die Grundsatzentscheidung: Auf eigene Faust umziehen oder ein Unternehmen beauftragen? Letzteres macht den Wohnortwechsel deutlich einfacher, weil man sich um viele Dinge nicht kümmern muss. Umziehende können einzelne Umzugsleistungen wie den Transport buchen, aber auch ein Komplettpaket in Anspruch nehmen, das die Möbelmontage mit einschließt. Fakt ist aber auch: Wer beim Umziehen auf die Hilfsbereitschaft von Freunden und Kollegen setzt, spart bares Geld und steigert die Vorfreude auf die gemeinsame Einweihungsfeier.

Im Schadensfall wird es allerdings bei einem Umzug mit Freunden problematisch. Die Unterstützung von privaten Umzugshelfern gilt als Freundschaftsdienst. Nur wenn vorab ein entsprechender Vertrag aufgesetzt wird und die Haftpflichtversicherung des Freundes diesen Zusatz vermerkt, kann der Gehilfe für einen Schaden haftbar gemacht werden. Umzugsfirmen, hingegen, sichern Schäden in ihrem Gesamtpaket ab. Wer sich für einen Umzug mit der Möbelspedition entscheidet, sollte verschiedene Angebote genau prüfen und vergleichen. Umzugsfirmen verlangen zum Teil sehr unterschiedliche Preise für ihre Dienstleistung.

Weitere Umzugskosten

Neben den Kosten für eine Umzugsfirma kommen beim Wohnortwechsel folgende Auslagen auf einen zu:   

•    Doppelte Miete:  Wurde die alte Wohnung nicht rechtzeitig gekündigt, kann es zu doppelten Mietzahlungen in der Übergangsphase kommen.

•    Mietkaution für die neue Wohnung: Der Vermieter darf für eine Neuvermietung eine Mietkaution in Höhe von bis zu drei Monatsmieten verlangen. Sie dient dem Vermieter u.a. als Sicherheit gegen Mietausfälle. Eine Alternative zur Barkaution bietet zum Beispiel die Moneyfix Mietkaution.

•    Mögliche Maklerkosten: Wer sich ein Eigenheim kauft, muss in vielen Gegenden Deutschlands mit Maklerkosten rechnen. Diese werden entweder zwischen Verkäufer und Käufer aufgeteilt oder von einer der Parteien vollständig übernommen. Die Höhe der Courtage ist beim Immobilienkauf frei verhandelbar und beträgt für den Käufer meist zwischen 3,57 und 7,14 Prozent des Kaufpreises.
Für Mieter gilt seit dem 1. Juni 2015 das Bestellerprinzip in Deutschland. Seitdem trägt der Mieter die Maklerkosten nur noch dann, wenn er einen Makler beauftragt, dieser exklusiv für ihn eine Wohnung sucht, findet und dann ein Mietvertrag zustande kommt. Die Courtage darf höchstens zwei Monatsmieten plus Mehrwertsteuer betragen.
•    Renovierungskosten: Beim Thema Schönheitsreparaturen herrscht große Unsicherheit.
Fakt ist: Es kommt drauf an, was im Mietvertrag steht. Grundsätzlich ist der Vermieter für Schönheitsreparaturen verantwortlich. Er kann diese Pflicht aber über eine Vertragsklausel an den Mieter übertragen. Starr formulierte Klauseln, die festschreiben, dass der Mieter immer renovieren muss, wenn er auszieht, sind unwirksam. Schäden, die über eine gewöhnliche Abnutzung hinausgehen, muss der Mieter jedoch nach dem Auszug beseitigen. Dazu gehören beispielsweise fehlende Fußboden-Teile oder Schäden an Heizkörpern.
•    Kosten für neue Möbel: Beim Umziehen fallen oft Kosten für neue Möbel an, weil sich viele Menschen mit dem Umzug gleich den Traum von der neuen Küche oder dem neuen Wohn- und Schlafzimmer erfüllen. Das treibt die Umzugskosten oft zusätzlich in die Höhe.
•    Sonstiges: Um- und Anmeldekosten für Telefon, Internetzugang, Personalausweis und Pkw.

Gerade wenn mit dem Umzug große Kosten auf einen zukommen, kann es sinnvoll sein, einen Kredit aufzunehmen. Auch hier ist es wichtig, unterschiedliche Angebote einzuholen und zu vergleichen. Denn nicht immer gibt es bei der Hausbank den günstigsten Zinssatz. Einen guten Überblick bietet der Kreditvergleich von immowelt.de. Hier gibt man einfach den benötigten Nettokreditbetrag, die gewünschte Laufzeit sowie den Verwendungszweck ein und der Rechner filtert die günstigsten Angebote heraus. 

Umzug: So spart man Steuern

Wer berufsbedingt umzieht, bekommt finanzielle Unterstützung vom Fiskus. In diesem Fall lassen sich unter anderem die Kosten des Umzugsunternehmens, die Maklergebühren für eine Mietwohnung und doppelte Mietzahlungen in der Übergangsphase als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Hinzu kommen Reisekosten, die im Rahmen der Wohnungssuche angefallen sind. Hier zieht das Finanzamt meist die billigsten öffentlichen Verkehrsmittel zum Vergleich heran. Die Kosten für einen beruflich bedingten Umzug müssen nicht zwangsläufig einzeln aufgelistet werden. Es besteht die Möglichkeit, diese über eine Umzugspauschale in der Steuererklärung geltend zu machen. Die Umzugspauschale beträgt 730 Euro für Menschen, die alleine wohnen, und 1.460 Euro für Verheiratete. Mitziehende Familienangehörige und Lebenspartner erhalten einen Zuschuss von 322 Euro. Diese Pauschalen gelten seit dem 1.März 2015. Wer aus rein privaten Gründen umzieht, bekommt ebenfalls vom Staat Unterstützung. In diesem Fall kann man haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend machen. Speditionskosten, beispielsweise, sind zu 20 Prozent und bis zu einer Höchstsumme von 20.000 Euro absetzbar.

(Redaktion)


 

 

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