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Air Berlin plant offenbar Stellenabbau

Hauptstadt-Airline will voraussichtlich 500 Stellen streichen. Das geht aus einem Schreiben vom Konzernchef an die Mitarbeiter von Air Berlin hervor. Komplexität der Flotte solle reduziert werden, um im Europaverkehr konkurrenzfähig zu bleiben.

Bis jetzt wollte die Führung der Hauptstadt-Fluggesellschaft Air Berlin einen möglichen Stellenabbau als Teil des Turnaround-Programms „Turbine 2013“ weder bestätigen noch dementieren. Aus einem Brief von Konzernchef Hartmut Mehdorn an die Air-Berlin-Mitarbeiter geht nun hervor, dass mindestens 500 Arbeitsplätze gefährdet sind und das Sanierungsprogramm außerdem eine Verkleinerung der Flotte vorsieht. Es sollen zwanzig Flugzeuge weniger eingesetzt werden.

Konkurrenzkampf im Kurz- und Mittelstreckensegment

Sobald konkrete Maßnahmen feststünden, wolle die Unternehmensführung ausführlich über Details von „Turbine 2013“ informieren. Ziel sei es, durch den Kostenabbau die Berliner Airline im Jahr 2013 wieder in die schwarzen Zahlen zu führen, erklärt Hartmut Mehdorn. Air Berlin hatte zuletzt im Jahr 2007 Gewinne geschrieben.

Die Komplexität der Flotte solle reduziert werden, um dem verschärften Konkurrenzkampf im Kernmarkt von Air Berlin, dem Kurz- und Mittelstreckensegment, entgegen treten zu können. Mehdorn erwarte dem Schreiben zufolge, dass weitere Fluggesellschaften dem Vorbild der Lufthansa folgen könnten und den Europaverkehr durch eigene Low-Cost-Tochtergesellschaften abwickeln würden.

Analysten äußern sich zur Air Berlin Aktie

Nach der Meldung zum geplanten Stellenabbau äußern sich Analysten zur Air Berlin Aktie. Die Spezialisten der Commerzbank bewerten das Wertpapier bei 1,55 Euro weiterhin als fair gehandelt und empfehlen die Aktie zu halten. Die NordLB beharrt dagegen bis auf Weiteres auf einer Verkaufsempfehlung für den Anteilsschein von Air Berlin. Die Analysten von „Der Aktienbrief“ können ebenfalls keine Kaufempfehlung geben, raten zu einer abwartenden Haltung und den Anlegern dazu, den Stoppkurs ihres Depots im Auge zu behalten.

(Norman Schönfeld)


 


 

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