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BER: Brandschutzmängel werden beseitigt – Eröffnungstermin bleibt bestehen

Aufgrund von Problemen mit der Brandschutzanlage musste die Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) auf den 27. Oktober 2013 verschoben werden. In einer aktuellen Pressemitteilung der Flughafengesellschaft bekräftigt der technische Leiter Horst Amann die Fortschritte in Sachen Brandschutz. Am Eröffnungstermin wird festgehalten.

Der Technische Geschäftsführer der Berlin Brandenburg Flughafen GmbH, Horst Amann, hat am 13. November 2012 seine Analyse zu den bekannten Brandschutzproblemen am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) vorgelegt. Demnach zeichnen sich für die wesentlichen Punkte folgende Lösungen ab:

  • Die Entrauchungsanlage im Mainpier wird an vier Stellen so umgebaut, dass die Entrauchung nicht mehr geschossübergreifend, sondern geschossweise erfolgt. Lediglich im Mainpier Mitte bleibt es bei einer geschossübergreifenden Entrauchung, deren Funktionsweise der Genehmigungsbehörde in den nächsten Monaten mit weiteren Realtests (sogenannten Heißgasrauchversuchen) nachgewiesen werden soll.

  • Im Bereich der Gepäckförderanlage/Gepäckausgabehalle werden die baulichen Abweichungen von der Baugenehmigung durch den Einbau von Rauchabschlüssen an den ebenenwechselnden Förderbändern korrigiert. So kann Rauch im Brandfall nicht von einem Geschoss ins andere gelangen.

  • Das am BER eingesetzte vollautomatische Schließsystem mittels Keycard und ohne Schlüssel ist ein mittlerweile am Markt bewährtes System. Es wird etwa am Flughafen Frankfurt erfolgreich eingesetzt. Die Flughafengesellschaft wird der Genehmigungsbehörde die Funktionalität der Anlage selbst bei Stromausfall wie gefordert nachweisen.

  • Die komplexe Sprinkleranlage mit zehntausenden Sprinklerköpfen wird nicht umgebaut. Die Flughafengesellschaft wird wie von der Genehmigungsbehörde gefordert einen Nachweis der Systemzuverlässigkeit erbringen.

„Wir haben die Brandschutzthemen seit Bekanntgabe des neuen Eröffnungstermins weiter intensiv beraten“, teilt Technikchef Horts Amann mit und erklärt: „Dazu gehörte auch die von mir eingeforderte Stellungnahme des Brandschutzgutachters hhp berlin von Ende Oktober, in der der Gutachter die Situation kritischer einschätzte als zuvor.“

In Folge dieser Einschätzung sei Amann zu dem Schluss gekommen: „Der Eröffnungstermin 27. Oktober 2013 steht, er ist aber kein Selbstläufer.“ Die anstehenden Restbauarbeiten würden ein enges Controlling erfordern, gibt Amann zu bedenken und man habe in diesem Sinne neue Strukturen mit einer Reihe neuer Mitarbeiter, klarer Verantwortung und Aufgabenverteilung installiert.

An der Gepäckanlage müsse der bauliche Zustand wie in der Baugenehmigung gefordert hergestellt werden. An den Stellen, an denen die bauliche Realisierung des Flughafens von der Baugenehmigung auch künftig abweicht, müsse der Behörde die Funktionsweise der Brandschutzanlage durch Heißgasrauchversuche nachgewiesen werden, so die künftige Vorgehensweise laut Amann.

„Dies wird bis Februar 2013 dauern“, betont der Technische Leiter. „Spekulationen in der Öffentlichkeit, wonach ‚Teile des Terminal aufgerissen werden müssen‘, entsprechen nicht der Realität.“




(Pressestelle Flughafen Berlin Brandenburg GmbH / Redaktion)

(Redaktion)


 


 

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