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Flughafen BER

BER unter der Lupe

Es geht voran am Großflughafen BER. Zu dieser Ansicht gelangt ein Großteil der Abgeordneten im Untersuchungsausschuss nach einer Baustellenbegehung. Kritik kommt von den Grünen. Insbesondere das Festhalten an Rainer Schwarz als Flughafenchef stößt auf Unverständnis.

Es gebe noch ein Menge zu tun, die Fortschritte am Großflughafen Berlin-Brandenburg (BER) seien aber nicht zu übersehen. Zu dieser Meinung kam ein Großteil der Vertreter des Flughafen-Untersuchungsausschusses bei einer Begehung der Baustelle am 2. November. Seit dem Amtsantritt von Horst Amann, der den erfolglosen Technikchef Manfred Körtgen ablöste, sei eine deutliche Veränderung im Fortgang der Arbeiten festzustellen.

Zu den in weiten Teilen fertigen Abschnitten des Flughafens gehört nach Aussage von Martin Delius, Piratenpartei, das Terminal. Insbesondere die Gepäckabfertigung sei voll funktionsfähig, erklärt der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses. Große Probleme bereiten dagegen die Brandschutzanlage sowie die größtenteils unzulässige Verkabelung des Abfertigungsbereiches.

Ein weiterer seit langem betriebsbereiter Bauabschnitt sei der unterirdische Bahnhof, stellt Jutta Matuschek (Linke) fest. Zur ordnungsgemäßen Entlüftung der Bahnsteige lässt die Deutsche Bahn bereits regelmäßig Züge durch die Anlage fahren.

Starke Kritik hagelt es aus dem Lager der Grünen. Nach Aussage von Andreas Otto sei es entweder naiv oder dreist, dass die Verantwortlichen noch bis vier Wochen vor der ursprünglich geplanten Eröffnung im Juni 2012 davon ausgingen, der Flughafen werde rechtzeitig fertig. Bereits im Dezember 2011 behauptete Otto, hätte der Aufsichtsrat erkennen müssen, dass der Airport nicht termingerecht Betriebsbereit werde.

Das Festhalten des BER-Aufsichtsrats an Rainer Schwarz als Flughafenchef wird ebenfalls massiv kritisiert. Man solle Schwarz bis zur Klärung seiner Mitverantwortung an der Pannenserie am Flughafen suspendieren, fordern die Grünen.

Die Flughafenverantwortlichen begründen ihr Vertrauen in Schwarz dagegen mit dem Ziel, wieder Ruhe in das Projekt zu bringen. Jutta Matuschek betonte, dass gegen Schwarz nicht ermittelt werde und somit stehe eine Diskussion des Chefpostens nicht auf der Tagesordnung.

(Norman Schönfeld)


 


 

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