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Flughafen Tegel

Flächennutzungsplan für Nachnutzung des Flughafens Tegel

Der Senat hat die Änderung des Berliner Flächennutzungsplans (FNP) und des Berliner Landschaftsprogramms (LaPro) für die Nachnutzung des Flughafens Tegel eingeleitet.

Damit beginnt das förmliche Planungsverfahren. Bürgerinnen und Bürger werden ebenso wie die öffentlichen Planungsträger von Bezirksämtern, Senatsverwaltungen, Nachbargemeinden, Planungsstellen Brandenburgs und des Bundes aufgerufen, ihre Vorstellungen in den Planungsprozess einzubringen.

Im Jahr 2011 – spätestens jedoch sechs Monate nach der vollständigen Inbetriebnahme des Flughafens BBI – wird der Flughafenbetrieb in Tegel aufgegeben. Berlin erhält damit eine rund 460 ha große Fläche in bevorzugter Lage nahe der Innenstadt zurück. Berlin will die damit verbundenen Chancen nutzen und planerisch absichern.

Der Senat hat auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer einer zügigen Einleitung einer Änderung des FNP sowie des LaPro im Teilbereich Nachnutzung Flughafen Tegel zugestimmt.

Senatorin Junge-Reyer: „Der Flughafen Tegel ist für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ein Zukunftsraum der Berliner Stadtentwicklung. Wir planen einen Forschungs- und Industriestandort für Zukunftstechnologien, denn Berlin braucht Arbeitsplätze im Bereich der modernen Umwelttechnologien. Im Norden und Osten planen wir offene Landschaftsflächen, die an Wald und Havel Anschluss haben. Durch die zügige Änderung des Berliner Flächennutzungsplans sowie des Berliner Landschaftsprogramms schaffen wir die Voraussetzung für eine sinnvolle Balance zwischen Landschaftsraum, baulicher Entwicklung und Flächenreserven.“

Berlin greift dabei auf Ergebnisse eines kooperativen Werkstattverfahrens zurück, das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Sommer 2009 durchgeführt hat. In der Diskussion zwischen Planungsteams, Vertretern der Senatsressorts, Bezirksverwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürgern haben sich dabei Visionen und Leitideen der Werkstatt als konsensfähig erwiesen, die Tegel als innovativen Standort und Schaufenster von Zukunftstechnologien sehen.

Der Vorschlag zur Änderung des FNP und des LaPro basiert zum einen auf der Entwicklung und Arrondierung „von außen nach innen“. Schnittstellen mit dem umgebenden Siedlungsraum im Süden und Nordosten sollen zuerst entwickelt werden. Das bedeutet auch eine kurzfristige Nachnutzung der bereits versiegelten Flächen und der vorhandenen Gebäude. Die ökologisch und stadtklimatisch bedeutsamen Freiflächen sollen mit den umgebenden Stadtquartieren und dem angrenzenden Landschaftsraum verknüpft sowie für die Erholungsnutzung qualifiziert werden. Zum anderen soll es eine zentrale Flächenreserve für z. B. zukunftsorientierte Technologien geben, um flexibel und zeitnah auf Anforderungen der Wirtschaft reagieren zu können und die räumlichen Grundlagen für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen zu schaffen.

(Redaktion)


 


 

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