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  • 01.10.2015, 16:40 Uhr
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  • Berlin
FÖRDERUNG

Berliner Wirtschaft fördert Bildung mit zehn Millionen Euro – zwei Millionen Euro für Flüchtlinge

Heute startete der zweite Förderaufruf zu den „IHK-Bildungsprojekten“ – zuvor hatte die IHK-Vollversammlung beschlossen, die Überschüsse der vergangenen Jahre in Höhe von 15 Millionen Euro in Bildung zu investieren.

Die Berliner Unternehmen setzen damit einen klaren Impuls zur Fachkräftesicherung und Stärkung der Innovationskraft. Seit April laufen die ersten acht Projekte, die berufliche und akademische Bildung sowie den Wissens- und Technologietransfer stärken sollen. 

Für die zweite Förderrunde der IHK-Bildungsprojekte stehen insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung. Im September verabschiedete die IHK-Vollversammlung zudem eine zusätzliche Förderlinie: Mit einem Volumen von zwei Millionen Euro können nun auch Projekte und Initiativen gefördert werden, die sich für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt engagieren. In den nächsten zwei Monaten können interessierte Organisationen ihre Projektideen einreichen. Diese werden vom Lenkungskreis Bildungsprojekte, einem Gremium von IHK-Vollversammlungsmitgliedern, geprüft und förderungsfähige Bewerbungen ausgewählt. Im Kern geht es der Wirtschaft darum, das vorhandene Förderangebot in Berlin sinnvoll zu ergänzen und Lücken zu schließen. Hier geht es zur Bewerbung: www.ihk-berlin.de/bildungsprojekte

IHK Präsident Dr. Eric Schweitzer sagt: „Mit der zweiten Förderrunde wollen wir den eingeschlagenen Weg weitergehen und noch mehr innovative Bildungsleuchttürme bauen. Die Fachkräftesicherung steht dabei nach wie vor an erster Stelle. Mit der Bewilligung von zwei Millionen Euro für Projekte zur besseren Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit zeigen die Berliner Unternehmen deutlich, dass sie schnell und unbürokratisch helfen und so ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Denn eines ist ganz klar: Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben kann kaum besser gelingen als durch Sprache, Bildung und Arbeit.“

Peter Dortans, Sprecher des Lenkungskreises Bildungsprojekte ergänzt: „Als Unternehmer setze ich auf Innovationen, um betriebliche Herausforderungen zu meistern. Das gilt auch für die Bildungspolitik. Von der Förderung innovativer Bildungsprojekte erwarte ich neuen Schwung bei der Lösung aktueller bildungspolitischer Herausforderungen, wie z.B. dem Besetzen freier Ausbildungsplätze und dem Gewinnen von mehr MINT-Akademikern für mittelständische Betriebe.

Letztlich könnten die von den Berliner Unternehmen geförderten Projekte eine Blaupause für neue Ansätze sein. Es geht mir dabei um Nachhaltigkeit. Nach Ablauf der Förderung können Politik, aber auch Unternehmen Projektideen aufgreifen, in eigener Verantwortung umsetzen und somit Nachhaltigkeit erzeugen."

Wer kann sich bewerben?
Aufgerufen zur Bewerbung sind Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie ausdrücklich ehrenamtliche Organisationen und Initiativen. Besonders erwünscht sind Projekte, die mit innovativen Methoden und neuen Ideen die Berliner Bildungs- und Wissenschaftslandschaft bereichern und das direkte Zusammenwirken zwischen Schulen/Hochschulen, lokalen Organisationen und mittelständischen Unternehmen intensivieren.

Die bisherigen Förderlinien konzentrieren sich auf die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, um den zunehmenden Passungsproblemen zu begegnen. Außerdem sollen Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft in noch stärkerem Maße in die Berliner Wirtschaft überführt und neue Wege des Wissens- und Technologietransfers erschlossen werden, um die Unternehmen in ihrer Innovationsfähigkeit zu stärken.

Die zusätzliche Förderlinie ist darauf ausgerichtet, Projekte zu fördern, die das Fachkräftepotenzial von Flüchtlingen erschließen, sie individuell begleiten und in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren. Wichtig ist dabei, Lücken zum Angebot bestehender Initiativen und Projekte zu schließen.

Hintergrund: Mit einem Volumen von 4,7 Millionen Euro gingen im April 2015 die ersten acht Bildungsprojekte an den Start. Sie setzen beispielhafte Konzepte zur praxisnahen Berufsorientierung und einer besseren Vernetzung von MINT-Studierenden mit kleinen und mittelständischen Unternehmen um. Sie leisten damit einen essentiellen Beitrag, Jugendlichen die Perspektiven der dualen Ausbildung frühzeitig zu eröffnen und somit die Berufswahl besser abzusichern. Außerdem werden kleine und mittlere Ausbildungsunternehmen in allen Projekten in das Aufmerksamkeitsfeld der Jugendlichen gerückt. Den zweiten Schwerpunkt bilden Projekte, die den Wissenstransfer aus Hörsälen und Laboren in die betriebliche Praxis der Berliner Unternehmen verbessern. So können Hochschulen und Unternehmen besser vernetzt werden und gleichzeitig der akademische Nachwuchs – besonders im MINT Bereich – frühzeitig an Berliner Unternehmen herangeführt werden. Zudem wird das Gründungsgeschehen im MINT-Feld, z.B. durch die Aufstellung eines Containerlabors für Ausgründer der grünen Chemie, unterstützt. 

(Redaktion)


 

 

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