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  • 21.05.2016, 11:15 Uhr
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  • Berlin
FORMULA E / IT

Formula E in Berlin: Elektromobilität im Rennsport kommt schnell voran

Die Wirtschaftssenatorin unterstützt das werbewirksames Event in Berlin, der Bezirk Mitte hätte es gern abgelehnt: Das Elektrorennen Formula E am heutigen Samstag verspricht schon jetzt für den Veranstalter, ein Erfolg zu werden. Doch die Bevökerung ist zwiegespalten, wegen der Einschrämkungen durch Sperrungen.

Rund um die Berliner Karl-Marx-Allee geht gar nichts mehr. Trotz der Diskussionen um den Standort und die wochenlangen Bauarbeiten, die den Anwohnern und Autofahrern einiges abverlangen, scheint die Berliner Runde 8 des Elektroautorennens der Formula E ein Erfolg zu werden – zumindest für den Veranstalter. 14.000 Plätze sind ausverkauft, davon 8.000 auf den Tribünen, die gerade entlang der Karl-Marx-Allee gebaut werden.

Wenn heute in Berlin 18 elektrisch angetriebene Rennboliden auf einer zwei Kilometer langen Strecke die Karl-Marx-Allee und den Strausberger Platz umrunden, dann ist ITK Engineering mit dabei. Das Technologie-Unternehmen ist exklusiver Software-Partner des Teams ABT Schaeffler Audi Sport in der FIA Formula E und entwickelt die gesamte Software der Fahrzeuge des Führenden Lucas di Grassi und seines Teamkollegen Daniel Abt. Neben der Getriebesteuerung umfasst dies unter anderem die komplette Steuerung des elektrischen Antriebsstrangs – inklusive der Energiestrategie und des Batteriemanagementsystems sowie die Cockpitanzeige als Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Visualisierung der Energiewerte. Dabei deckt ITK den gesamten Entwicklungszyklus ab – von der Anforderungsanalyse, über die Entwicklung, Absicherung und Integration ins Fahrzeug bis hin zur Streckenbetreuung bei Test- und Renn-Events. Durch den konsequent verfolgten modellbasierten Entwicklungsansatz und die Absicherung an den ITK-eigenen HiL-Prüfständen (Hardware-in-the-Loop) in frühen Entwicklungsphasen, ermöglicht das Unternehmen die Realisierung neuer Funktionen innerhalb der im Motorsport üblichen extrem kurzen Entwicklungszyklen.

„Die elektrisch angetriebenen Rennfahrzeuge vermitteln nicht nur den Fahrern und Zuschauern ein völlig neues Fahrgefühl und Erlebnis, sie schaffen eine ganz neue Dimension im Rennsport. Die Verbindung zwischen Hochleistungsmotoren und Elektromobilität finde ich äußerst faszinierend, insbesondere da die Entwicklung nachhaltiger Innovationen zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist“, kommentiert Michael Englert, Vorstandsvorsitzender und Gründer von ITK Engineering und fügt hinzu: „Ich freue mich, gemeinsam mit dem Team ABT Schaeffler Audi Sport im Rahmen der Formula E aktiv zukunftsorientierte Technologien voranzutreiben, bei denen es auch um – für den Motorsport – ganz neue Herausforderungen wie Rekuperation, Reichweitenmanagement und optimale Energieversorgung der Verbraucher geht.“

Formula E setzt auf Nachhaltigkeit
Im Mittelpunkt der vom Automobilverband FIA organisierten Formula E stehen Umweltfreundlichkeit, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit ‒ ohne jedoch Einbuße bei der Leidenschaft, die den Motorsport auszeichnet, zu machen. Handelte es sich bei den Fahrzeugen in der ersten Saison 2014/2015 noch um Einheitsmodelle, dürfen die Teams seit dieser Saison eigene Antriebe für die Elektroboliden entwickeln. Ausgestattet mit einem Lithium-Ionen-Akkumulator erreichen die Fahrzeuge eine durch die FIA geregelte Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Die weltweiten Rennen finden auf Kursen in Stadtnähe statt, weil sie bedeutend geringere Lärm- und keine Abgas-Emissionen verursachen. In Berlin geht das Team ABT Schaeffler Audi Sport mit dem Fahrer Lucas die Grassi, als Tabellenführer mit elf Punkten Vorsprung, an den Start.

Wer am Renn-Samstag zu Fuß entlang der Rennstrecke läuft, wird allerdings das Rennen übrigens nicht beobachten können. Sichtschutzzäune sperren das Gelände ab. Nur Tribünen-Zuschauer oder Anwohner in den oberen Geschossen haben freie Sicht. Das Absperren ist aus Veranstaltersicht aus Sicherheitsgründen nötig. Ulrich Weingärtner von der gebuchten Eventagentur Gil und Weingärtner erklärt, man könne die "Menschenmassen" nicht steuern, wäre die gesamte Strecke einsehbar.

Anm. d. Red: Dass auf der Presse-Site des Veranstalters Presseinformationen gegen Geld angeboten wird, zeigt allerdings ein hohes Grad an Unprofessionalität und Unverständns gegenüber der demokratischen Medienlandschaft in Deutschland. Deshalb haben wir die frei zügängliche Presseinformationen von ABT mit verwendet, da nichts anderes zur Verfügung stand. Gerade bei der Inanspruchnahme der Berliner Bevölkerung und deren Toleranz, wäre eine umfassende und kostenlose Information im Vorfeld dringend notwendig !

(Redaktion)


 

 

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