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Landesbank Berlin soll Großstadt-Sparkasse werden

Die LBB gehört seit August vollständig zur Sparkassen-Finanzgruppe. Nun soll sie sich unter dem Label Berliner Sparkasse ausschließlich auf das Kerngeschäft der Privat- und Firmenkundenbetreuung konzentrieren. Andere Geschäftsbereiche werden ausgelagert. Der Name Landesbank Berlin fällt weg.

Anfang November 2012 lobte der LBB-Vorstand noch die gute Entwicklung der Berliner Landesbank, die sich immer mehr zu einem gewinnbringenden Dienstleister für die Sparkassen herausstellte. Knapp 90 Millionen Euro Gewinn konnte man aus neun vorangegangenen Monaten verzeichnen. In dieser Woche wurde entschieden, dass die LBB vollständig zur Großstadt-Sparkasse werden soll. Der traditionsreiche Name Landesbank Berlin soll dann wegfallen.

Aus LBB wird Berliner Sparkasse

Vom derzeitigen Geldinstitut bleibt lediglich die Berliner Sparkasse übrig. Alle weiteren Geschäftsbereiche sollen vom Konzern abgespalten werden. Das geht aus einem Brief des LBB-Vorstands an die Mitarbeiter des Geldhauses hervor. So sieht die Neuausrichtung vor, dass etwa die LBB-Tochter Berlin Hyp künftig als Immobilienfinanzierer der 400 Sparkassen in Deutschland agieren soll. Das für das Kapitalmarktgeschäft zuständige Tochterunternehmen LBB-Invest soll an die Deka-Bank mit Sitz in Frankfurt am Main gehen, die als zentraler Asset-Manager ebenfalls zur Sparkassen-Finanzgruppe gehört.

Man wolle mit diesen Maßnahmen die Überschneidungen zwischen LBB und Deka-Bank abbauen und die Stärken beider Häuser noch besser nutzbar machen, heißt es aus dem Vorstand der Landesbank. Schon länger sei darüber spekuliert worden, dass die Geschäftsbereiche zusammengelegt werden könnten. Die LBB solle sich fortan ganz auf das Kerngeschäft der Privat- und Firmenkundenbetreuung konzentrieren.

Die Folgen der Neuausrichtung sind für die 6280 Mitarbeiter der LBB bislang noch nicht absehbar. Zu viele ungeklärte Fragen stehen noch im Raum. Unklar ist beispielsweise, ob die für das Kapitalmarktgeschäft zuständigen Berliner Mitarbeiter nach der Auslagerung nach Frankfurt am Main umziehen müssen. Der Vorstand verspricht zumindest, dass man zeitnah Klarheit schaffen wolle, was die Zukunft der LBB-Angestellten anginge.

(Norman Schönfeld)


 


 

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