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  • 14.07.2017, 11:19 Uhr
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GESUNDHEITSWESEN

PatientCare – Berliner Start-up bietet Dr. Google Paroli

Das Berliner Start-up PatientCare will Menschen mit beratungsintensiven Krankheiten eine Plattform bieten. Wie das funktionieren soll, lesen Sie hier.

 Über 25 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen, beratungsintensiven Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Depression - ein auch volkswirtschaftliches Problem. Nach der Diagnose sind Betroffene oft ratlos, da Ärzte im Schnitt nur acht Minuten Zeit haben pro Patient. Mit PatientCare soll nun erstmals eine Plattform an den Start gehen, die eine Brücke schlägt zwischen Patienten, deren Angehörigen und Ärzten und somit das Gesundheitssystem effizienter macht. Das Startkapital will das Unternehmen mittels einer Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform aescuvest.de einsammeln.

Im Schnitt haben Ärzte gerade einmal acht Minuten für ein Patientengespräch zur Verfügung. Dabei wissen sie, dass für den Behandlungserfolg nicht nur die richtigen Medikamente, sondern auch ein angepasster Lebensstil wichtig sind. Eine unbefriedigende Situation für Betroffene, deren Angehörige und Ärzte. Und ein riesiges, auch volkswirtschaftliches Problem, leiden doch allein in der Bundesrepublik über 25 Millionen Menschen an chronischen, beratungsintensiven Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Depression.

Das Berliner Start-up Patienten & Angehörige GmbH bietet mit PatientCare nun erstmals ein umfassendes digitales Angebot für Patienten mit beratungsintensiven Erkrankungen, Risikopatienten und deren Angehörige. Betroffene sollen auf einer Online-Plattform unabhängig und individuell angeleitet und langfristig motiviert werden. Das Gesundheitssystem als Ganzes würde profitieren.   

PatientCare schlägt Brücke zwischen Ärzten und Patienten

„Eine langfristige Beratung in den Bereichen Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit sind für den Behandlungserfolg von chronisch Kranken elementar. Entsprechende Informationen im Internet sind meist allgemein gehalten und stammen häufig von Dritten, die eigene Interessen und nicht unbedingt die Gesundheit des Patienten im Sinn haben. Haus- und Fachärzte können diese Felder allerdings mangels Zeit kaum abdecken”, so Dr. Alexander Riad, Chefarzt am DRK Krankenhaus Teterow und Mitglied im Beirat des Berliner Start-ups. „Ein derartiges Angebot fehlt im Markt, das bestätigen uns Ärzte. Wir wollen eine Brücke zwischen Ärzten und Patienten schlagen und verstehen unser Angebot als unterstützendes Werkzeug. Die Diskrepanz zwischen dem, wie Patienten und Angehörige aufgeklärt werden müssten und dem, wie es tatsächlich passiert, ist erschreckend groß”, ergänzt Geschäftsführer Thomas Stuke.

Informationen für Betroffene werden patientenverständlich und unabhängig von Interessen Dritter aufbereitet und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten. Eine Fachredaktion, die mit Ärzten, Physiotherapeuten, Patienten- und Fachgesellschaften zusammenarbeitet, versorgt Betroffene online mit allen wichtigen Informationen zur Diagnose. Diese werden leicht verständlich in Film und Text aufbereitet, mit individuell auf den Patienten abgestimmten Inhalten, motivierenden Trainings- und Wissenseinheiten sowie Informationen zu den Themen Bewegung/Sport, Ernährung und mentale Gesundheit.

Startkapital von der Crowd

Zur Finanzierung des Markteintritts von PatientCare führt das Unternehmen zur Zeit eine Finanzierungsrunde über die Bio-Tech-Plattform aescuvest durch. Mit Beträgen ab 250 Euro können sich Privatpersonen sowie institutionelle Anleger am Unternehmen beteiligen und von dessen Entwicklung profitieren. 100.000 bis 200.000 € will PatientCare für die Programmierung und Gestaltung der Plattform sowie die Produktion von ersten Inhalten aufnehmen.

(Redaktion)


 

 

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