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  • 29.12.2016, 10:54 Uhr
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  • Berlin
GESUNDHEITSWESEN / VITACARE

Reformen, Gesetze – was kommt 2017 beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auf Unternehmen zu?

Die Leistungen für die stationäre Betreuung werden eingeschränkt. Ambulante Pflege wird endlich honoriert. Wer Pflege privat organisiert, wird finanziell deutlich besser unterstützt. Vitacare hat für Business On die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

Zuerst einmal gilt: Bürokratische Schlingereien sind diesmal weniger zu erwarten, dafür jede Menge Fragen bei Mitarbeitern und Personalern. Denn das Pflegestärkungsgesetz II (PSG II), welches zum 1. Januar 2017 startet, bringt einige gravierende Änderungen in der Einstufung der Fälle, vor allemfür die  häusliche Pflege mit sich. Das Gute daran: Wer Pflege privat organisiert, wird finanziell deutlich besser unterstützt.

Für die Pflegebedürftigkeit ist der Grad der Selbstständigkeit im Alltag und die Abhängigkeit von personeller Hilfe ausschlaggebend. Statt den bisherigen drei Pflegestufen gibt es nun fünf Pflegegrade.

·         Pflegegrad statt Pflegestufe

Ab dem 1. Januar  wird es statt der bisherigen drei Pflegestufen fünf Pflegegrade geben. Diese werden durch das Begutachtungsverfahrendes MDK festgelegt.

Pflegebedürftige, die bereits eine Pflegestufe haben, werden automatisch einem entsprechenden Pflegegrad zugeordnet und müssen sich  nicht um die Änderungsregel kümmern. Wer zu Hause gepflegt wird, dem stehen auch künftig die bisherigen Leistungen zu, mit dem neuen Pflegegrad  gibt es gleich viel oder sogar mehr Geld.

·         Psychische Beeinträchtigungen, Demenzerkrankungen etc..  werden stärker berücksichtigt

Tipp: Betroffene, diebisher keine Pflegestufe bekommen haben und vor allem psychisch eingeschränktsind, haben im neuen Jahr gute Chancen, Leistungen zu erhalten – es lohnt sich also in diesen Fällen, einen Antrag zu stellen! Wie man einen Antrag auf eine Pflegestufe stellt, erfährt man in dieser Checkliste.

·         Pflegeheimzuzahlung

 Der Eigenanteil in den Pflegegraden 2 und 3 wird wahrscheinlich höher sein als bisher. Das betrifft alle, die ab 2017 ins Pflegeheim einziehen.

·         Tagespflege

 Eine weitere Veränderung, denn bisher richtete sich eine Tagespflege schwerpunktmäßig an demenziell erkrankte Personen, künftig können das alle Pflegebedürftigen nutzen.

 ·         Eine gute Regelung für die häusliche Pflege

Für pflegende Angehörige, die einen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 2 bis 5 mindestens zehn Stunden pro Woche (verteilt auf mindestens zwei Tage) zu Hause betreuen, zahlt die Pflegeversicherung künftig Rentenbeiträge. Auch wer einen ausschließlich demenzkranken Menschen pflegt, wird abgesichert. Für Berufstätige, die aus dem Job aussteigen, um sich um einen Angehörigen zu kümmern, übernimmt die Pflegeversicherung die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung für die gesamte Pflegedauer. Dadurch haben sie nach der Pflegetätigkeit Anspruch auf Arbeitslosengeld. Mehr Infos und Quellen unter https://www.juuna.de/pflege-das-ist-2017-neu

Wie Firmen Arbeitnehmer bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützen

Vor allem für die Fragestellung pflegender Angehöriger sollten sich Unternehmen mit Unterstützungsangeboten beschäftigen, die individuell sind und im 24/7 Modus bereitstehen.

Aufgrund umfangreicher gesetzlicher Regelungen und regionaler Besonderheiten gibt es einen hohen Rechercheaufwand und Beratungsbedarf, um die jeweils geeigneten Ansätze für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu finden. Digitale Systeme und Projektmanagementtools, wie sie im Berufsalltag auch genutzt werden, können helfen sich einen schnellen Überblick zu verschaffen und bestimmte Organisationsansätze für den Part der häuslichen Pflege zu übernehmen. Mehr dazu hier https://www.juuna.de/erfahrungsberichte .

Für viele Unternehmen  ist der Firmenservice zur Unterstützung ihrer Belegschaft eine Selbstverständlichkeit und wird allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Weitere Infos: https://www.juuna.de/firmenservice .

Über JUUNA und die vitacare GmbH: JUUNA bietet innovative web­basierte Inhalte und Services, um den individuellen Bedürfnissen von Menschen, die Verantwortung für pflegebedürftige Mitmenschen über­nehmen, gerecht zu werden und sie in der herausfordernden persön­lichen Situation nachhaltig zu unterstützen und zu entlasten. Das digitale Beratungsportal JUUNA richtet sich sowohl an Personen in einer privaten Pflegesituation- als auch an Firmen und Organisationen, die ihre Mitarbeiter in der Situation als pflegender Angehöriger unterstützen möchten. JUUNA ist das digitale Angebot der vitacare GmbH mit Sitz in München. Die vitacare GmbH gehört seit 2013 zur vitapublic GmbH im Verbund der international agierenden vitagroup. Infos: www.juuna.de

(Redaktion)


 

 

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