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Gleichberechtigung

Frauenquote in Verlagsredaktionen

Mehr Gleichberechtigung für Frauen in höheren Ebenen gefordert. Parteien, wie Bündnis 90/Die Grünen und der Verein „Pro Quote“, der sich Anfang 2012 gründete, engagieren sich für Frauen in Leitungspositionen. Sie fordern 30 Prozent Frauenanteil, denn in den oberen Etagen der Unternehmen lebt das Patriarchat fort.

In den Chefetagen und Leitungsebenen der Zeitungsverlage und Fernsehanstalten recherchieren, schreiben und entscheiden männliche Arbeitnehmer mit einem Anteil von 98 Prozent. Ausgewogene Berichterstattung, so die Forderung, sei ohne den „weibliche Blickwinkel“ in den Artikeln und Beiträgen nicht möglich.

Deutsche Redaktionen haben eine hohen Anteil von Volontärinnen und Redakteurinnen, es herrscht kein Fachkräftemangel an qualifizierten Journalistinnen. Jedoch schaffen es nicht genügend Frauen an die Spitze der Medien- und Verlagshäuser. Um Frauen in starren Verlagsstrukturen in Spitzenpositionen zu bringen, sei eine gesetzliche Quote zwingend notwendig, so die Forderung. Norwegen ist mit seiner gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquote von 40 Prozent in größeren Unternehmen hierbei europaweit der Vorreiter.

Es ist keine Frage, Beruf und Familie zu vereinen, so die Gegner der gängigen Praxis. Mit einer arbeitnehmerfreundlichen Sicht auf Kinderbetreuung und einer familienfreundlichen Unternehmenskultur ist dies möglich. So setzt der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) mit einem Frauenanteil von knapp 40 Prozent in Führungspositionen auf die weibliche Intuition und Qualität.

(Nicoline Pfeiffer)


 


 

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