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  • 28.10.2015, 18:34 Uhr
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  • Berlin
HANDEL / HALLOWEEN

Halloween in Berlin – düsteres Highlight für Industrie und Buchhandel

Halloween bringt Umsatz in die Kassen – auch für den Berliner Einzelhandel. Ob im Tierpark, in Einkaufscentern, im Museum für Naturkunde oder in den Berliner Szene-Clubs: hier wird konsumiert.

Kürbisse und Gespenster in jedem Schaufenster, Gruselstimmung in der Literatur und auf den Partys – auch die Bundeshauptstadt kommt schon lange nicht mehr an Halloween vorbei. Dabei  ist nicht wichtig, ob Halloween tatsächlich von der Industrie erfunden oder aus US-Amerika mitgebracht wurde. In kaum einer anderen Stadt sind Mottopartys so beliebt wie in Berlin, aber „Halloween macht bei uns den Jahresumsatz aus“, sagt Ivonne Bürger vom Berliner Kostümgeschäft Kreativampel und fügt hinzu: „Wir zehren davon ein Dreivierteljahr“.  Nicht nur das Geschäft mit den Verkleidungen läuft in diesen Tagen gut, auch Floristen, Süßwarenhandel und Eventgastronomie machen Profit vom Kult um Kürbis und Kostüme. Auch Anett van Buer von Maskworld freut sich auf das Halloweengeschäft: „Neben Karneval ist das der wichtigste Markt“.

Halloween - ein eingewandertes oder wirtschaftlich vorangetriebenes Fest?

Umstritten ist dabei, wie der Trend um Süßigkeiten und Verkleidung nach Deutschland kam. Einige Kulturwissenschaftler sind überzeugt, der Brauch, der sich auf den Vorabend des kirchlichen Allerheiligenfestes bezieht, sei von irischen Einwanderern in die USA gebracht worden. Dort sei es um die Kürbisse und das Um-die-Häuser-Ziehen ergänzt und anschließend nach Deutschland gebracht worden, berichtet der stern. Die Fachgruppe Karneval des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie hingegen schreibt sich den erheblichen wirtschaftlichen Gewinn dieses Festes selbst zu. Im Zusammenhang mit dem ersten Golfkrieg fielen 1991 die meisten Karnevals- und Fastnachtsveranstaltungen aus. Um diese Verluste auszugleichen wurde die Werbetrommel für Halloween gerührt, liest man in der Welt. Unabhängig vom Ursprung steigt jedes Jahr um Halloween der Umsatz der einschlägigen Branchen beachtlich an. Dieter Tschorn von der Fachgruppe Karneval schätzt den branchenübergreifenden Gesamtumsatz auf 160 Millionen Euro jährlich.

Schaurige Geschichten nicht nur an Halloween

Dabei ist Gruseln im Herbst nicht nur am 31. Oktober angesagt. Im Herbst insgesamt steigt die Nachfrage an Fantasy-, Mystery- und Gruselliteratur stark an. Dementsprechend gefordert sind natürlich die Autoren und liefern pünktlich: Der neueste Roman von Deutschlands beliebtestem Gruselautor Wolfgang Hohlbein (der aktuell für bücher.de Gruseltipps gibt) „Mörderhotel“ soll sein bisher schaurigstes Werk sein und auch der bekannte Berliner Schriftsteller Sebastian Fitzek hat pünktlich vor Halloween noch seinen neuesten Thriller „Das Joshua Profil“ herausgebracht.

Kein Wunder also, dass auch Online-Versandhändler wie bücher.de ihr Sortiment derzeit ganz in Gruselstimmung halten und damit mit der allgemeinen Feierstimmung in der kostümbegeisterten Hauptstadt mitgehen. Ob im Tierpark, in Einkaufscentern, im Museum für Naturkunde oder in den Clubs: Wer die Berliner Verkleidungswut erleben will, braucht an diesem Wochenende nur die Augen offen zu halten. Hier steppt der Kürbis. 

Lea Muth

(Redaktion)


 

 

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