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  • 26.07.2016, 15:23 Uhr
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  • Berlin
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Bauhauptgewerbe und Bauunternehmen zufrieden: Auftragseingang und Umsätze legen weiter zu

Die Bauunternehmen meldeten zweistellige Zuwachsraten: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt.

Demnach lag der Auftragseingang der Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten im Mai um nominal 21,9 % über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresmonats. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis Mai ergibt sich damit ein Orderplus von 17,3 %. Dies schlägt sich auch im Umsatz nieder: Die Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten für Mai ein Plus von nominal 12,5 %, in den ersten fünf Monaten lag der Umsatz damit um 8,2 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Für das Umsatzplus war jedoch nicht ausschließlich die gute Binnenkonjunktur verantwortlich, die Bauunternehmen profitierten auch von einem zusätzlichen Arbeits- und somit Produktionstag.

Entsprechend zufrieden zeigten sich die Bauunternehmen: 86 % der im Rahmen des ifo Konjunkturtests Befragten beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage als gut bzw. befriedigend, das ist der mit Abstand höchste gesamtdeutsche Juni-Wert. Auch die Zukunftsaussichten sind so positiv wie nie: 92 % erwarten in den kommenden sechs Monaten eine günstigere oder zumindest gleichbleibende Geschäftslage. Dies spiegelt sich auch in dem vom Statistischen Bundesamt berechneten preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigten Auftragseingang wider, welcher das erste Mal seit vier Monaten gestiegen ist: Er lag im Mai um 3,5 % über dem Vormonat - und das trotz des mittlerweile erreichten hohen Niveaus.

Unerwartet positive Signale kamen auch aus dem Wirtschaftsbau: Die Nachfrage lag im Mai um 23,4 % und der Umsatz um 7,8 % über dem Niveau des Vorjahreswertes (Jan.-Mai + 13,3 % bzw. + 5,3 %). Besonders stark gestiegen ist die Nachfrage im Wirtschaftshochbau (+ 37,0 %, Jan.-Mai: + 17,0 %), auch der Umsatz legte zu (+ 4,6 % bzw. + 3,2 %). Diese Entwicklung verwundert angesichts der anhaltenden Investitionsschwäche der deutschen Wirtschaft. Aber auch der Wirtschaftstiefbau entwickelte sich erfreulich: Der Auftragseingang legte im Mai um 3,6 %, der Umsatz sogar um 13,1 % zu (Jan.-Mai: + 7,8 % bzw. + 8,9 %). Der Hauptverband führt dies auf die zusätzlichen Bahnmittel zurück: Die Ausgaben des Bundes für die Eisenbahnen und den öffentlichen Personennahverkehr sind laut aktuellem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums im ersten Halbjahr um 22,3 % gestiegen.

Ausgesprochen gute Zahlen wurden auch für den Öffentlichen Bau ausgewiesen - dank der Investitionswende des Bundes: Der Auftragseingang stieg im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,2 %, der Umsatz um 9,8 % (Jan.-Mai: + 20,4 % bzw. + 5,7 %). Die stärksten Treiber waren der Sonstige Tiefbau und - aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Flüchtlingsunterkünften - der öffentliche Hochbau mit einem Orderplus von 25% bzw. 18,9 % (Jan.-Mai: + 24,9 % bzw. + 12,1 %) und einem Umsatzplus von 8,7 % bzw. 13,7 % (Jan.-Mai: + 3,8 % bzw. + 6,1 %). Aber auch der Straßenbau legte zu: Die Unternehmen meldeten einen Anstieg des Auftragseingangs von 12 % (Jan.-Mai: + 20,4 %). Der Hauptverband führt dies auf den vom Bundesverkehrsministerium eingeleiteten "Investitionshochlauf" zurück. In den Büchern hat sich die Entwicklung schon niedergeschlagen, der Umsatz legte um 9,0 % zu (Jan.-Mai: + 7,2 %).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

(Redaktion)


 

 

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