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Hohe Standortidentifikation und Optimismus trotz Krise

medien.barometer berlinbrandenburg befragte rund 300 Berlin-Brandenburger Medienunternehmer zu Geschäftsklima und Standortvergleich .

Das medien.barometer berlinbrandenburg, die jährlich von media.net und Medienboard Berlin-Brandenburg in Auftrag gegebene Geschäftsklima-Befragung für die Hauptstadtregion, bestätigt dem Standort einen signifikanten Bedeutungszuwachs: 84% der befragten Berlin-Brandenburger Medienunternehmer sehen die Stellung der Hauptstadtregion inzwischen vor Bayern (65%), Nordrhein-Westfalen (58%) und Hamburg (77%). 87% sind sogar der Auffassung, dass Berlin-Brandenburg in den vergangenen fünf Jahren im Vergleich der deutschen Medienstandorte am stärksten an Bedeutung gewonnen hat. Die Einschätzung der Relevanz der übrigen Standorte ist dagegen eher gleich geblieben. Das Resultat belegt eine hohe Identifikation der Berlin-Brandenburger mit ihrem Standort.

Dies ist eines der zentralen Ergebnisse des aktuellen medien.barometers berlinbrandenburg, an dem 282 Unternehmer und Unternehmen der Region, in der Mehrheit Geschäftsführer, teilgenommen haben. Die Erhebung fand in Kooperation mit der Investitionsbank Berlin und Trend Research statt und wurde im Wesentlichen im vierten Quartal 2008 durchgeführt. Die gravierende Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage durch die Finanzkrise im Befragungszeitraum machte eine Nachbefragung im ersten Quartal 2009 notwendig.

Die Branchenzugehörigkeit der Teilnehmer prägt die Befragungsergebnisse. Das betrifft die Einschätzung der Geschäftsentwicklung, die Wahrnehmung der Medienstandorte sowie die Beurteilung von Standortpolitik und Förderungs- und Finanzierungsinstrumenten. 29% der Unternehmen stammen aus dem Branchenfeld Kommunikation (PR, Kommunikation, Werbung und Design), 22% stammen aus den klassischen Medienbranchen (Film, Fernsehen, Musik, Print- und Verlagwesen) und 18% aus den innovativen Medienbranchen (Web 2.0, Games und Mobile, IT/TK), Öffentliche Institutionen/Finanzsektor (12%) und Sonstige (19%).

Verhaltener Optimismus trotz Krise
Ende 2008 liegt die Zahl derjenigen Befragungsteilnehmer, die mit dem Geschäftsverlauf 2008 zufrieden waren, bei 58%. Dieser Wert ist im Vergleich zu den Vorjahren zwar erstmals leicht rückläufig, zeigt aber noch ein vergleichweise positives Stimmungsbild. In der Nachbefragung im ersten Quartal 2009 werden dann die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sichtbar: Jetzt rechnen 29% mit sinkenden Einnahmen, 32% gehen von gleichbleibenden Umsätzen für ihr Unternehmen aus, aber noch 39% der Befragten halten eine Umsatzsteigerung für möglich. Ein Ergebnis, das für verhaltenen Optimismus steht. Besonders zuversichtlich sehen die innovativen Branchen in die Zukunft: Alle Befragten des Games-Sektors rechnen nach wie vor mit bundesweit steigenden Umsätzen, ebenso wie die Branchen Multimedia/Internet/Web 2.0 (69%).

Kreativität, Internationalität und Innovation als stärkste Standortvorteile
Die Befragten bestätigen gleichzeitig die große Bedeutung der Standortfaktoren Kreativität und Internationalität: 94% bzw. 88% der Befragten sehen Berlin-Brandenburg in diesen Punkten herausragend positioniert, gefolgt von hoher Lebensqualität (86%) und Innovation (73%). In diesen vier Punkten nimmt die Hauptstadtregion vier erste Plätze im Standortvergleich ein, während sie in puncto Wirtschaftskraft hinten liegt. Während Hamburgs Stärken ähnlich eingeschätzt werden, zeigen Bayern und Berlin-Brandenburg ein komplementäres Imageprofil.

Petra Müller, Geschäftsführerin Medienboard Berlin-Brandenburg: „Die Berlin-Brandenburger Medienunternehmen blicken mit Besorgnis, aber nicht ohne Optimismus in die Zukunft. Kreativität, Innovation und Internationalität sind für die Mehrheit der Unternehmer die Stärken des Standortes. Besonders erfreulich ist die hohe Identifikation der Medien- und Kreativbranche mit ihrem Standort. 84% sehen Berlin-Brandenburg vor Bayern, Hamburg, NRW und Baden-Württemberg.“

Andrea Peters, Geschäftsführerin media.net berlinbrandenburg: „Das diesjährige medien.barometer reflektiert die aktuelle Wirtschaftssituation. Ein starkes Netzwerk und gute Kontakte sind gerade in Zeiten der Krise wichtiger denn je. Das media.net wird seine Aktivitäten darauf konzentrieren, die Unternehmen in Berlin-Brandenburg durch diese schwierige Phase zu begleiten.“

(Redaktion)


 


 

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