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Befragung: Die meisten Unternehmer schätzen MItarbeiter 50+

Mitarbeiter über 50 Jahre werden von Arbeitgebern entgegen gängiger Einschätzung durchaus positiv gesehen. Das ergab eine Befragung des „The Alternative Board (TAB)“, Lehrte, in 125 kleinen und mittleren Unternehmen.

„Altes Eisen oder Tafelsilber?“ Unter diesem Motto hat „The Alternative Board (TAB) Deutschland“ im April und Mai 2017 eine schriftliche Befragung von 125 Inhabern und Geschäftsführern von kleinen und mittleren Unternehmen durchgeführt. Das Ergebnis: Ältere Mitarbeiter über 50 Jahre stünden bei deutschen Firmenchefs erstaunlich hoch im Kurs, heißt es in einer Mitteilung. 58 Prozent der Befragten betrachteten einen nennenswerten Anteil von Älteren an der Belegschaft als (eher) positiv fürs Unternehmen – und sogar als Wettbewerbsvorteil.

Die Stärken der Älteren sehen Unternehmer in deren Plus an Erfahrung (94 Prozent), gefolgt von hoher Arbeitsdisziplin (58 Prozent), Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit (je 50 Prozent). Auch ihre Gelassenheit kommt gut an (48 Prozent). Erkennbare Defizite seien für die Befragten laut Befragung „geringe Flexibilität (44 Prozent) und Lernbereitschaft (41 Prozent)“. Dass es überhaupt keine altersspezifischen Defizite gibt, meint immerhin jeder zehnte Unternehmer.

„Silver Worker“ noch mit Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Die Wertschätzung wirkt sich direkt auf die Neueinstellungspraxis aus: 57 Prozent der Unternehmer sagen, dass es bei ihnen keine Altershöchstgrenze für neue Mitarbeiter gibt. 13 Prozent sehen diese Grenze bei 50 Jahren und 15 Prozent bei 45 Jahren.

Lediglich 16 Prozent würden einen Mitarbeiter über 40 Jahre nicht mehr einstellen. 22 Prozent der Befragten geben an, dass in ihrem Unternehmen der Anteil älterer Mitarbeiter über 50 Jahre bereits jetzt bei über 30 Prozent liegt.

Woran es jedoch häufig mangelt, sind Konzepte, um der Lebenssituation der Älteren angemessen zu begegnen. Gut ein Drittel der Befragten gibt offen zu, hierfür keine Strategie zu haben. 38 Prozent setzen auf flexible Arbeitszeiten und Beschäftigungsmodelle, 23 Prozent auf kompetenzbasierten Personaleinsatz. 20 Prozent beziehen Ältere bewusst in Weiterbildungen mit ein. Mentoren-Modelle, über die Ältere ihre Erfahrung an Jüngere weitergeben, gibt es nur bei 7 Prozent der befragten Unternehmen.

The Alternative Board (TAB) Deutschland wurde 2013 gegründet und bietet Unternehmern mit moderierten Unternehmerboards nach eigener Aussage „einen Rahmen für einen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe“.

(TAB / Redaktion)


 


 

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