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  • 17.02.2016, 17:10 Uhr
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IBB / DIGITALE WIRTSCHAFT

Berlin vor Wachstumsschub durch Digitale Transformation: 270.000 neue Jobs bis 2030 möglich

Berlin hat die Chance, in den kommenden Jahren zu einer der führenden IT-Metropolen Europas aufzusteigen. Das geht aus neuen Berechnungen der Investitionsbank Berlin (IBB) hervor.

Schon in den vergangenen Jahren ist die digitale Wirtschaft in der Bundeshauptstadt mit weitaus größerer Dynamik gewachsen als in allen anderen Städten Deutschlands. Die Beschäftigung im IT-Sektor der Hauptstadt hat demnach in den vergangenen acht Jahren um fast 70 Prozent zugelegt. Das an zweiter Stelle liegende Köln ist mit knapp 48 Prozent Zuwachs in dieser Zeit abgeschlagen. In Hamburg lag das Plus bei 30 Prozent, in Frankfurt am Main bei 25 Prozent. In München und Stuttgart hat es sogar einen Stellenabbau gegeben. Im Bundesdurchschnitt lag die Zunahme im digitalen Sektor bei knapp 19 Prozent. Aktuell arbeiten 69.000 Menschen sozialversicherungspflichtig in der Digitalwirtschaft Berlins – so viele wie in Hamburg und Stuttgart zusammen.

Ein starker Treiber der Beschäftigung ist dabei der digitale Handel. Gegenüber 2008 hat sich nach IBB-Berechnungen die Zahl der Arbeitsplätze in Berlin hier mehr als verzehnfacht. Auch in diesem Bereich sind andere große Städte in Deutschland weniger dynamisch. In München versechsfachte sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich, im Rest des Landes war die Zuwachsrate eher überschaubar.

Die Hauptstadt hat auch in den kommenden Jahren die Chance, einer der Gewinner der digitalen Transformation zu sein. Sie wird für enorme Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft sorgen. In den kommenden 15 Jahren könnten rund 270.000 zusätzliche Stellen in der Digitalen Wirtschaft entstehen, wie die IBB weiter prognostizierte. Damit würde die Arbeitslosenquote Berlins erstmalig auf das Bundesniveau sinken. Schon in den vergangenen Jahren sind Wachstum und Beschäftigung in Berlin weitaus stärker gestiegen als im Bundesdurchschnitt.

Potenzial entsteht vor allem durch die Kreativität und Innovationskraft der Berliner Unternehmen. Neben den Startups erproben viele große Konzerne mit ihren neu geschaffenen Digital Units an der Spree Geschäftsmodelle von morgen und übermorgen. Daneben gibt es eine immer engere Zusammenarbeit zwischen etablierten Industriefirmen und Startups.

Vor allem die innovativen Startups sind ein Treiber des Strukturwandels. Alle 20 Stunden entsteht in Berlin ein neues Internetunternehmen und inzwischen wird jeder achte Arbeitsplatz von der Digitalbranche geschaffen. Der größte Teil des zusätzlichen Wachstums wird auf das Konto von etablierten Zukunftsbranchen wie Energie, Gesundheit, Verkehr, Optik und IKT-Kreativwirtschaft gehen. Aber auch weitere Wirtschaftsbereiche – insbesondere aus dem unternehmensnahen Dienstleistungsbereich – bieten Potential für weiteres Wachstum.

 Gelingt die digitale Transformation, kann Berlin alles in allem bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von rund 2,5 Prozent pro Jahr rechnen. Bei gleichbleibenden Produktivitätszuwächsen würde das Wachstum lediglich 1,6 Prozent betragen.

(Redaktion)


 

 

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