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  • 28.10.2016, 11:24 Uhr
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IFO GESCHÄFTSKLIMAINDEX

Zum steigenden Geschäftsklimaindex fordert Mittelstandspräsident Ohoven: die Regierung muss den Jobmotor Mittelstand entlasten

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich weiter verbessert, zeigt der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex. Mario Ohoven vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hält dagegen.

Der ifo Geschäftsklimaindex ist von 109,5 Punkten im September auf 110,5 Punkte im Oktober gestiegen. Die Unternehmer waren zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem blicken sie merklich optimistischer auf die kommenden Monate. Der Aufschwung in Deutschland gewinnt an Fahrt. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index gestiegen. Dies war erneut auf deutlich positivere Aussichten für die kommenden Monate zurückzuführen. Die Erwartungen stiegen auf den höchsten Wert seit mehr als zwei Jahren. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage verbesserten sich. Insbesondere Investitionsgüter sind gefragt. Die Kapazitätsauslastung in der Industrie stieg um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal auf 85,7 Prozent.

Im Großhandel ist der Index gesunken. Beide Teilkomponenten gaben nach, liegen jedoch weiter deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Im Einzelhandel blieb das Geschäftsklima nahezu unverändert. Während sich die Erwartungen weiter aufhellten, nahmen die Unternehmen die sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Lage etwas zurück.

Das Bauhauptgewerbe eilt weiterhin von Rekord zu Rekord. Der Geschäftsklimaindex stieg zum siebten Mal in Folge. Auch die Erwartungen erreichten ein neues Rekordhoch. Der Index zur aktuellen Lage sank jedoch etwas. (Quelle: Presse des  ifo Instituts)

Zum soeben veröffentlichten ifo-Beschäftigungsmonitor erklärt Mittelstandspräsident Mario Ohoven vom BVMW: "Der Mittelstand ist der Jobmotor der deutschen Wirtschaft. Das es unseren klein- und mittelständischen Betrieben im vergangenen Jahr gelungen ist 460.000 Stellen neu zu schaffen, während die Konzerne 180.000 Stellen gestrichen haben, kann sich nicht die Politik anrechnen lassen. Denn nicht wegen, sondern trotz des politischen Gegenwinds aus Berlin durch zusätzliche Regulierungen und Einschränkungen konnten die Mittelständler ihrer Aufgabe gerecht werden, Wachstum und Beschäftigung zu schaffen."

Er habe nicht das geringste Verständnis dafür, dass die Politik die unternehmerischen Rahmenbedingungen weiter verschärft, etwa durch die Einschränkung der Arbeitnehmerüberlassung", so Ohoven weiter, Schwarz-Rot sollte die Belastungsschraube für die Betrieb nicht immer weiter anziehen, sondern vielmehr Entlastungsschritte ernsthaft prüfen. Konkret wären dies die Abschaffung der Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge und die Vereinfachung der Dokumentationspflichten beim Mindestlohn. Junge Unternehmen und Start-ups würden von einer steuerlichen Forschungsförderung und einem Wagniskapitalgesetz profitieren. Dies sind angesichts des zuletzt enttäuschenden Gründungsgeschehens sinnvolle Initiativen, denen sich die Bundesregierung dringend annehmen sollte, rät der Präsident des BVMW.

(Redaktion)


 

 

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