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Bildungspolitische Forderungen

IHK: Vorschuljahr als Pflicht

„Um die Unternehmen und damit die Wirtschaft unseres Landes nachhaltig zu stärken, brauchen wir ausbildungswillige, junge Menschen, denen Lesen, Rechnen und Schreiben vertraut, gesellschaftliche Zusammenhänge bewusst und wertschätzende Umgangsformen wichtig sind.“ Das sagte der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs des Landes Brandenburg und Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Dr.-Ing. Victor Stimming, am 28. August 2008 in Treuenbrietzen.

In einem Forderungspapier haben die Brandenburger IHKs Maßnahmen beschrieben, die die Bildungsqualität an Kindergärten, Schulen und Hochschulen erhöhen sollen. „Dazu“, so Dr. Stimming, „wollen wir unseren Beitrag leisten, um gemeinsam mit der Landespolitik Veränderungsprozesse zu initiieren.“

Zu den Forderungen zählt, das Vorschuljahr im Kindergarten generell zur Pflicht zu erheben und dabei regelmäßig den Lern- und Sprachstand festzustellen sowie frühzeitig mit der Werteerziehung zu beginnen. Schuldirektoren an Grundschulen sollen mit mehr Entscheidungsspielraum ausgestattet werden – auch bezüglich der Auswahl geeigneter Lehrkräfte. Dabei soll die Klassenstärke maximal 25 Kinder betragen und die Schule mit ausreichend und qualitativ hochwertigen Unterrichtsmitteln wie Bücher und Computer ausgestattet sein. An den weiterführenden Schulen, so die Forderung der IHKs, soll ebenfalls ein eigenverantwortliches Management auch zu Personalentscheidungen eingeführt, Lehrerweiterbildung zur Pflicht erhoben und Mindeststandards – auch mit Hilfe von Betriebspraktika der Lehrer – zur Berufsorientierung aufgebaut werden. Die Berufsschulen sollen Ausfallzeiten spürbar reduzieren und Berufsschullehrer zur Mitwirkung in den Prüfungsausschüssen der IHKs innerhalb der Arbeitszeit verpflichten. Modelle wie Bildungsprämien sollen verstärkte Anreize zur beruflichen Weiterbildung schaffen. Die Hochschulen sollten unternehmerischer agieren und neue Mittel für den Haushalt verstärkt über Eigeninitiativen einwerben können.

Um die Forderungen zu unterstreichen und gleichzeitig aktive Hilfe zu leisten, hat IHK-Präsident Dr.-Ing. Victor Stimming am Donnerstag Vormittag im Beisein von Bildungsminister Holger Rupprecht an das Gymnasium „Am Burgwall“ in Treuenbrietzen insgesamt 30 Computer inklusive Flachbildschirme - im Rahmen des IHK-Jahresthemas „Wirtschaft bildet – Unsere Zukunft!“ - an Schulleiter Gerd Ulbrich übergeben. An der Übergabe nahmen ebenfalls Michael Knape, Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen; Ursula Fischer, Sozialamtsleiterin der Stadt Treuenbrietzen sowie Wolfgang Spieß, 1. Vorstand des Netzwerkes Zukunft Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V., teil. Der Mitinitiator der Aktion und IHK-Vollversammlungsmitglied Martin Kaula, Prokurist und Spartenleiter der Raab Karcher Baustoffe GmbH, Geschäftsbereich Nordost, hat für den Transport der Rechner von Potsdam nach Treuenbrietzen gesorgt.

(Redaktion)


 


 

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