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  • 08.06.2017, 13:22 Uhr
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  • Berlin
IMMOBILIEN / PARKPLÄTZE

Luxusgut Autostellplatz und keine ausreichenden Alternativen: laut einer Berechnung von Immowelt zahlen Großstädter bis zu 93 Euro

Fast zwei Drittel der Deutschen fahren jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit und brauchen einen Parkplatz. Doch gerade in Großstädten sind diese rar und Stellplätze oder Garagen deshalb sehr gefragt. Eine Studie von immowelt.de zeigt: In Berlin zahlen Autofahrer 60 Euro pro Monat für einen Stellplatz.

Parkplatznot in der Hauptstadt: Abstellmöglichkeiten werden immer rarer - nicht zuletzt, weil realitätsferne Beschilderungen und Regeländerungen die Nutzung des ohnehin knappen Parkraums erschweren.

Und auch die ökologisch sinnvollen innerstädtische Verkehrslösungen (Radschnellwege usw.) und das Problem mit den Pendlern (gute Verkersanbindungen für Pendler sind rar) ist in Berlin ein lange gewusstes aber komplett verschlafenes Problem. Zudem scheinen alle in die Innenstadt zu wollen / zu müssen, um dort zu arbeiten. Auch dies: total unsinnig.

Da Deutschland ein konservatives Autolobbyland ist, werden zukunftsträchtige Möglichkeiten weiter verschlafen (Ausnahme CarSharing - ein guter Ansatz, aber ein Topfen auf den heissen Stein). Und so wird der Geldbeutel - und nicht die Vernunft oder das Bedüfrnis der Bewohner - mal wieder über das Wohl und Weg der Bürger und der Stadt entscheiden. Wenn die Preise - auch fürs Mieten und Parken weiter steigen, werden wohl oder übel diejenigen umsteigen müssen, die es sich (bald) nicht mehr leisten können. Ob gute Alternativen bis dahin vorhanden sind, bleibt zu Bezweifeln.

Das Auto ist mit großem Abstand das wichtigste Verkehrsmittel der Deutschen – allein um den Arbeitsplatz zu erreichen, sind die Meisten (61 Prozent) darauf angewiesen. Das geht aus einer repräsentativen Studie von immowelt.de hervor. Dieser Trend macht sich auch in den Mietpreisen für Garagen und Stellplätze bemerkbar. Gerade in den Großstädten werden dafür mittlerweile stolze Preise verlangt.

Spitzenreiter Stuttgart: 93 Euro für einen Stellplatz

Eine Analyse von immowelt.de zeigt: Am teuersten sind Stellplätze in Stuttgart. 93 Euro (Median) im Monat kostet eine Garage in der eingekesselten Landeshauptstadt. Für einen Stellplatz in Frankfurt am Main, Bürostadt mit vielen Berufspendlern, werden 75 Euro pro Monat verlangt.

60 Euro in Berlin, 40 Euro in Leipzig

Günstiger kann man sein Auto noch in Berlin einmieten (60 Euro). Stellplätze in Hamburg (63 Euro) und München (65 Euro) sind preislich ähnlich gelagert. Die günstigsten Stellplätze gibt es in Hannover, Dortmund, Dresden und Leipzig (jeweils 40 Euro).

Einfluss auf die Höhe der Preise hat neben dem allgemeinen steigenden Mietniveau natürlich das aktuelle Verhältnis von Angebot und Nachfrage: Die jeweils im Bundesland gültige Bauordnung regelt dabei, wie viele Autostellplätze pro neu gebauter Wohneinheit bereitgestellt werden müssen. Der Trend geht vielerorts zu einer Reduzierung der vorgeschriebenen Autostellplätze. Das kann in Städten mit hohem Zuzug und Neubautätigkeit vorübergehend dazu führen, dass Stellplätze knapp und dadurch teurer werden.

Die Mietpreise für Garagen und Stellplätze in den deutschen Großstädten im Überblick:

Stadt

Preis für Garagen/Stellplätze 2016

Berlin

60 Euro

Bremen

50 Euro

Dortmund

40 Euro

Dresden

40 Euro

Düsseldorf

60 Euro

Essen

55 Euro

Frankfurt am Main

75 Euro

Hamburg

63 Euro

Hannover

40 Euro

Köln

51 Euro

Leipzig

40 Euro

München

65 Euro

Nürnberg

55 Euro

Stuttgart

93 Euro

Berechnungsgrundlage

Datenbasis für die Berechnung der Stellplatz-Mietpreise in den 14 größten Städten in Deutschland waren 4.326 Garagen und Stellplätz, die im Jahr 2016 auf immowelt.de inseriert wurden. Die Preise spiegeln den Median der Nettomieten bei Neuvermietung wider.

Das Ergebnis der Umfrage im Überblick:

Wie kommen Sie normalerweise zur Arbeit?

  • Motorisiert (z.B. Auto, Motorrad, Fahrgemeinschaft): 61 Prozent
  • Nah-/Regionalverkehr (z.B. Bus, S-/U-Bahn): 21 Prozent
  • Zu Fuß: 10 Prozent
  • Fahrrad/Elektrofahrrad: 8 Prozent
  • Zug/Fernverkehr: 1 Prozent

Für die repräsentative immowelt.de-Studie „Wohnen und Leben 2017“ wurden im Februar 2017 deutschlandweit 1.000 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt.

Eine Ergebnisgrafik steht hier zum Download bereit.

Weiterführende Informationen zum Thema Stellplatz mieten findet man im Immowelt-Ratgeberbereich.

(Redaktion)


 

 

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