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Immobilienfonds

Grand Hyatt Hotel am Potsdamer Platz verkauft

Al Rayyan Tourism and Investment kauft das Grand Hyatt Hotel am Potsdamer Platz. Nach dem Maritim Hotel in Tiergarten kauft der arabische Investor aus Katar nun die zweite Immobilie der Fondsgesellschaft SEB Asset Management.

Der arabische Investor Al Rayyan Tourism and Investment (Artic) kauft das Grand Hyatt Hotel am Potsdamer Platz. Somit wechselte das erste von insgesamt 19 Immobilien des Fonds SEB Immoinvest den Besitzer, berichtet der Tagesspiegel. Das Fünf-Sterne-Hotel ist Teil des Potsdamer Platz Quartiers zu dem auch die Potsdamer-Platz-Arkaden, das Cinemaxx-Kino und das Stage-Theater gehören. Die Fondsgesellschaft SEB Asset Management wollte ursprünglich den gesamten Komplex veräußern, konnte bisher jedoch keinen Käufer finden.

Der in Auflösung befindliche Fonds SEB Immoinvest hatte das Gebäude-Ensemble 2008 für knapp 1,4 Milliarden Euro gekauft. Anleger sollten von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der Immobilien profitieren. Im Jahr 2010 wurde der Fonds allerdings geschlossen, nachdem zahlreiche Anleger ihr Geld im Verlauf der Finanzkrise abzogen. Mitte 2012 wurde dann die Auflösung des Fonds vereinbart. Alle 130 Immobilien an denen die Fondsgesellschaft mit dem Geld der Anleger beteiligt ist, sollen nun bis zum Jahr 2017 verkauft werden.

Bereits im Dezember 2012 hatte der arabische Investor Artic auch das Maritim Hotel in Tiergarten der Fondsgesellschaft erworben. Die Höhe des Kaufpreises ist bisher nicht bekannt gegeben worden. Für relativ sicher gilt jedoch, das der Investor aus Katar in der weitaus besseren Verhandlungsposition gewesen sein dürfte. Die etwa 300.000 Anleger des SEB Immoinvest werden demnach wohl mit Verlusten rechnen müssen.

Wie viel die Fondsgesellschaft ihren Geldgebern in den kommenden fünf Jahren noch ausschütten kann, bleibt abzuwarten. Wer als SEB-Immoinvest-Anleger nicht mehr warten möchte, hat die Möglichkeit seine Anteile an der Börse zu veräußern. Bei welcher der beiden Optionen der Verlust geringer ausfällt, müssten die Anleger für sich selbst abschätzen, erklärt Niels Neuhauser von der Verbraucherzentrale Banden-Würtemberg.

(Norman Schönfeld/berlin.business-on)


 


 

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