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  • 07.02.2019, 13:32 Uhr
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IMMOBILIENPREISE

Bis zu 790 Euro Miete: Studentenbuden werden in vielen Unistädten immer teurer

Mietpreis-Test: eine Studentenbude kostet in München aktuell im Median 790 Euro Miete. In Frankfurt zahlen Studenten 470 Euro, in Berlin 410 Euro.

Kleine Einraumwohnungen, die das Nötigste enthalten und nicht allzu viel kosten – solche Unterkünfte zur Miete wünschen sich viele Studenten. Doch derartige Wohnungen zu finden, wird immer schwieriger. In den beliebtesten deutschen Unistädten steigen die Mieten stetig weiter. Am teuersten sind studententaugliche Wohnungen mit bis zu 40 Quadratmetern in München. Im Median 790 Euro Miete müssen dort gezahlt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse von immowelt.de, für die die Mietpreise in 68 ausgewählten Studentenstädten untersucht wurden. Trotz der bereits höchsten Mieten zeigt die Preiskurve in München weiter steil nach oben. Im Vergleich zu 2017 kosten Studentenbuden 13 Prozent mehr – damals waren es noch 700 Euro. Auf dem ohnehin sehr angespannten Wohnungsmarkt konkurrieren Studenten mit Pendlern um die wenigen kleinen bezahlbaren Wohnungen. Doch selbst, wenn sie den Zuschlag für eine Wohnung erhalten, sind die Kosten häufig nur durch Nebenjobs oder Zuschüsse der Eltern zu tragen. Eine ähnliche Situation finden Studenten in Frankfurt vor – wenngleich das Preisniveau dort deutlich niedriger ist. In der zweitteuersten aller untersuchten Städte kosten kleine Wohnungen 530 Euro Miete. Genauso wie in München beträgt in der Mainmetropole die Steigerung zum Vorjahr 13 Prozent.

Größter Anstieg in Stuttgart

Noch stärker sind die Preise in Stuttgart gestiegen. Während Studenten im vergangenen Jahr 410 Euro zahlen mussten, sind es aktuell 500 Euro. Der Sprung von 22 Prozent ist die Folge der geringen Angebotszahl an kleinen Wohnungen. Wenn neu gebaut wird, dann meistens Wohnungen mit mehreren Zimmern, die aber eher für gutverdienende Paare oder Familien geeignet sind.

Der starke Aufwind in den vergangenen Jahren und die anhaltend hohe Attraktivität führen auch in Berlin dazu, dass die Mieten steigen – im vergangenen Jahr um 15 Prozent. In der einst günstigen Metropole kostet eine studententaugliche Wohnung inzwischen 470 Euro. In anderen Großstädten wie Köln (430 Euro), Hamburg (420 Euro) oder Nürnberg (400 Euro) wohnen Studenten inzwischen günstiger als in der Hauptstadt.

Kleine Studentenstädte boomen

Neben den teuren Metropolen sind es vor allem kleinere Studentenstädte im Süden der Bundesrepublik, die hohe Mieten aufweisen. Dazu zählen unter anderem Konstanz (430 Euro), Freiburg, Mainz (je 420 Euro) oder Heidelberg (400 Euro). Die vier baden-württembergischen Städte haben renommierte Universitäten und ziehen jedes Semester zahlreiche Studenten an, die einen großen Anteil an der Bevölkerung ausmachen. Die große Nachfrage nach kleinen Wohnungen spiegelt sich in den hohen Preisen wider. Auch innerhalb des vergangenen Jahres sind diese weiter gestiegen. Bayerische Hochschulstandorte wie Rosenheim (400 Euro), Regensburg oder Erlangen (je 380 Euro) liegen preislich nur knapp darunter.

Aufgrund der hohen Preise rücken zunehmend bislang günstige Städte in den Fokus. Die Mieten in Kaiserslautern (250 Euro) haben einen Sprung von 14 Prozent gemacht – die dritthöchste Steigerung aller untersuchten Städte. Auch Duisburg (250 Euro; +9 Prozent) und Bochum (260 Euro; +8 Prozent) weisen hohe prozentuale Steigerungen auf.

 Stagnierende Mieten und günstige Alternativen

Während in zwei Drittel der untersuchten Städte die Preise nach oben klettern, stagnieren sie im Rest oder sind leicht rückläufig. In Ingolstadt (450 Euro) ist zum Beispiel keine Veränderung zu beobachten. In Tübingen (370 Euro) sinken die Mieten um 3 Prozent, in Münster sogar um 5 Prozent. Bei allen drei Städten scheint das Preisniveau so hoch zu sein, dass Mieter nicht bereit sind, noch mehr zu bezahlen.

Auch in den günstigsten Unistädten aus Nordrhein-Westfalen und dem Osten bleiben die Preise konstant. Insbesondere Magdeburg (220 Euro) und Cottbus (190 Euro) sind preiswerte Alternativen zum teuren Berlin. Während in der Hauptstadt die Mieten immer teurer werden, verändern sie sich hier nur kaum. Gleiches trifft auch auf Halle (200 Euro) und Rostock (220 Euro) zu. Großstädte wie Leipzig (250 Euro) und Dresden (270 Euro) überzeugen nicht nur durch die bezahlbaren Mietpreise, sondern auch durch ein großes Freizeit- und Kulturangebot sowie gute Zukunftsaussichten nach dem Studium.

 Ausführliche Tabellen zu den 68 untersuchten Städten stehen hier zum Download bereit.

Ranking der Studentenstädte nach Miete 2018:

Stadt

Miete 2017
(Whg. bis 40m²)

Miete 2018
(Whg. bis 40m²)

Veränderung

München

700 €

790 €

13%

Frankfurt

470 €

530 €

13%

Stuttgart

410 €

500 €

22%

Berlin

410 €

470 €

15%

Ingolstadt

450 €

450 €

0%

Köln

400 €

430 €

8%

Konstanz

400 €

430 €

8%

Mainz

380 €

420 €

11%

Freiburg

400 €

420 €

5%

Hamburg

400 €

420 €

5%

Heidelberg

370 €

400 €

8%

Nürnberg

370 €

400 €

8%

Düsseldorf

380 €

400 €

5%

Karlsruhe

390 €

400 €

3%

Rosenheim

390 €

400 €

3%

Wiesbaden

380 €

390 €

3%

Bonn

360 €

380 €

6%

Darmstadt

360 €

380 €

6%

Regensburg

360 €

380 €

6%

Erlangen

370 €

380 €

3%

Ulm

330 €

370 €

12%

Augsburg

360 €

370 €

3%

Tübingen

380 €

370 €

-3%

Fulda

350 €

360 €

3%

Würzburg

350 €

360 €

3%

Gießen

350 €

350 €

0%

Koblenz

350 €

350 €

0%

Muenster

370 €

350 €

-5%

Mannheim

320 €

340 €

6%

Potsdam

330 €

340 €

3%

Hannover

310 €

330 €

6%

Bamberg

330 €

330 €

0%

Göttingen

330 €

330 €

0%

Bremen

300 €

320 €

7%

Oldenburg

300 €

320 €

7%

Trier

300 €

320 €

7%

Marburg

320 €

320 €

0%

Aachen

300 €

310 €

3%

Passau

300 €

310 €

3%

Jena

290 €

300 €

3%

Osnabrück

290 €

300 €

3%

Bayreuth

300 €

300 €

0%

Paderborn

270 €

290 €

7%

Erfurt

280 €

290 €

4%

Bielefeld

290 €

290 €

0%

Dortmund

260 €

280 €

8%

Essen

270 €

280 €

4%

Kiel

270 €

280 €

4%

Saarbrücken

270 €

280 €

4%

Kassel

280 €

280 €

0%

Braunschweig

260 €

270 €

4%

Greifswald

260 €

270 €

4%

Dresden

270 €

270 €

0%

Lübeck

270 €

270 €

0%

Bochum

240 €

260 €

8%

Hildesheim

240 €

260 €

8%

Kaiserslautern

220 €

250 €

14%

Duisburg

230 €

250 €

9%

Leipzig

240 €

250 €

4%

Siegen

250 €

250 €

0%

Iserlohn

240 €

240 €

0%

Wuppertal

240 €

240 €

0%

Gelsenkirchen

230 €

230 €

0%

Rostock

210 €

220 €

5%

Magdeburg

220 €

220 €

0%

Halle (Saale)

210 €

200 €

-5%

Chemnitz

190 €

190 €

0%

Cottbus

200 €

190 €

-5%

Berechnungsgrundlage

Datenbasis für die Berechnung der Mieten in 68 ausgewählten deutschen Universitätsstädten waren 90.000 auf immowelt.de inserierte Angebote mit einer Wohnfläche von bis zu 40 Quadratmetern und 1 bis 2 Zimmern. Dabei wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der jeweils 2017 und 2018 angebotene Mietwohnungen und -häuser wieder. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

(Redaktion)


 

 

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