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  • 23.01.2019, 11:09 Uhr
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IMMOBILIENWIRTSCHAFT

Rekordmieten und starke Preissprünge: Innerhalb eines Jahres erzielen deutsche Großstädte neue Höchstwerte

Innerhalb eines Jahres sind die Mieten in deutschen Großstädten weiter in die Höhe gegangen – und erreichen neue Spitzenwerte. In Berlin dreht sich die Preisspirale am stärksten nach oben.

Doch nirgendwo sind die absoluten Preise derart hoch wie in München. In der bayerischen Landeshauptstadt kostet der angebotene Quadratmeter Miete nun 18,10 Euro. Seit 2017 sind die Preise nochmals um 6 Prozent gestiegen und nähern sich damit in großen Schritten der 20-Euro-Marke. Das zeigt das Mietpreisbarometer von immowelt.de, für das die Mieten 2017 und 2018 in 79 ausgewählten Großstädten über 100.000 Einwohnern untersucht wurden. Die extremen Preissteigerungen erreichen mittlerweile ein Niveau, das an die Belastungsgrenze vieler Mieter reicht. Dennoch ist München nach wie vor attraktiv – weshalb die Einwohnerzahlen weiter ansteigen.

In Berlin dreht sich die Preisspirale am stärksten nach oben

Nicht nur München erzielt 2018 neue Preisspitzen, auch Berliner Mieter müssen so viel bezahlen wie nie zuvor: Der Quadratmeter wird im Median mittlerweile für 11,70 Euro angeboten. Damit reiht sich die Hauptstadt erstmals in die Liste der zehn teuersten Großstädte Deutschlands ein. Innerhalb eines Jahres sind die Mieten dort um 13 Prozent in die Höhe geschnellt, so stark wie in keiner anderen Metropole. Grund ist das starke Bevölkerungswachstum in Berlin und die damit verbundene hohe Nachfrage nach Wohnraum. Vielerorts ist der Wohnungsmarkt deshalb wie leergefegt – und die wenigen verfügbaren Wohnungen werden immer teurer.

In kleineren Großstädten klettern die Preise

Ebenso stark sind die Mieten seit 2017 auch in vielen kleineren Großstädten in die Höhe geschnellt. Sie locken mit Universitäten auch junge Menschen an und sorgen zudem dank ortsansässiger, namhafter Unternehmen dafür, dass weitere Menschen dort ansiedeln. Zu diesen Städten zählt unter anderem Heidelberg. Innerhalb eines Jahres sind die Mieten dort um 13 Prozent teurer geworden. Der Angebotspreis pro Quadratmeter liegt mittlerweile bei 12 Euro. In Erlangen sind die Mieten seit 2017 um 12 Prozent auf 11,20 Euro gestiegen. Kleinere, günstige Wohnungen sind nur noch schwer zu bekommen – zusätzlich treiben zahlreiche Neubauprojekte die Preise in die Höhe. Dasselbe Phänomen lässt sich in Heilbronn beobachten. Dort klettern nicht nur die Einwohnerzahlen kontinuierlich weiter, sondern auch die Mieten. Diese sind seit 2017 um 11 Prozent angestiegen.

Die einzige Ausnahme unter den wirtschaftsstarken kleineren Großstädten ist Ingolstadt. Die bayerische Stadt verzeichnet seit 2017 äußerst geringe Preissteigerungen. Die Mieten sind binnen eines Jahres um 1 Prozent auf 11,60 Euro angestiegen. Grund ist ein vielfältiges Wohnungsangebot in verschiedenen Preisklassen – auch aufgrund der starken Bautätigkeit der privaten und öffentlichen Hand.

Ostdeutsche Großstädte weiter auf dem Vormarsch

Die Attraktivität in den ostdeutschen Städten konnte auch im vergangenen Jahr gesteigert werden, weshalb auch das Preisniveau weiter nach oben geht. In Jena liegt der Angebotspreis für den Quadratmeter Miete mittlerweile bei 9 Euro und damit weitere 6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Stadt lockte in der Vergangenheit vor allem Studenten an, die moderne Universitäten und bezahlbare Mieten bevorzugten. 2018 ist die ostdeutsche Stadt im mittleren Preissegment angelangt. Deutlich günstiger, aber dennoch teurer als 2017 leben Mieter in Erfurt (+6 Prozent) und Leipzig (+5 Prozent). Insbesondere Leipzig zählt du den Städten in Deutschland, die am schnellsten wachsen. Dies legt sich mittlerweile auch auf die Wohnkosten um, die kontinuierlich steigen. Dennoch ist Leipzig im Vergleich zu Metropolen wie München günstig – mit 6,60 Euro kostet der Quadratmeter nur etwa ein Drittel von dem in der Landeshauptstadt Bayerns.

Im Jahresvergleich gibt es aber auch Städte, deren Preise sich nicht verändert haben. So sind die Mieten in Chemnitz oder Cottbus seit 2017 auf unverändertem Niveau. Die einzige Großstadt, in der das Wohnen sogar günstiger geworden ist, ist Bergisch Gladbach. Dort sind die Preise um 1 Prozent gesunken.

Ausführliche Ergebnistabellen zu den 79 untersuchten Städten stehen hier zum Download bereit.

Berechnungsgrundlage:´Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den 79 ausgewählten deutschen Großstädten über 100.000 waren 806.500 auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der jeweils 2017 und 2018 angebotene Mietwohnungen und -häuser wieder. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

Über immowelt.de: Das Immobilienportal www.immowelt.de ist einer der führenden Online-Marktplätze für Wohnungen, Häuser und Gewerbeimmobilien. Gemeinsam mit immonet.de verzeichnet das Immobilienportal eine Reichweite von monatlich 48 Millionen Visits*. Immowelt.de ist ein Portal der Immowelt Group, die mit bauen.de und umzugsauktion.de weitere reichweitenstarke Portale betreibt und leistungsstarke CRM-Software für die Immobilienbranche entwickelt. An der Immowelt Group ist die Axel Springer SE mehrheitlich beteiligt.

* Google Analytics; Stand: Januar 2018

(Redaktion)


 

 

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