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  • 14.11.2018, 10:48 Uhr
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INTERVIEW / BERLINER KÖPFE

Alexander Zeitelhack: "Der Schlüsselbegriff lautet Transfer"

Am 6. November wurde die Berlin School of Business and Innovation offiziell eröffnet. Zu diesem Anlass haben wir den Dekan Alexander Zeitelhack zu den Zielen und Besonderheiten der neuen Wirtschaftshochschule befragt.

Business-on.de: Was ist die Berlin School of Business and Innovation und was unterscheidet sie von anderen Wirtschaftshochschulen? 

Alexander Zeitelhack: Die Berlin School of Business and Innovation (BSBI) ist eine neu gegründete Institution. Die BSBI ist eine moderne Business School mit “Start-up”-Charakter in der deutschen Bildungslandschaft. Zudem ist die BSBI global ausgerichtet: Sie bietet Studierenden aus aller Welt eine internationale akademische Bildung in englischer Sprache. Nicht nur die Inhalte, sondern auch die gesamte Administration findet auf Englisch statt. Die BSBI steht für “Diversity” bzw. Vielfalt. Mit diesen vielen Kulturen unterscheiden wir uns von konventionellen staatlichen Einrichtungen und privaten Hochschulen.

Business-on.de:Warum wurde Berlin als Standort für die Hochschule gewählt?

Alexander Zeitelhack: Berlin ist ein besonders wichtiger Ort, sowohl für die nationale als auch internationale Wirtschaft. Die Stadt ist der Geburtsort von unkonventionellen und alternativen Produkten und Dienstleistungen in allen Bereichen und Branchen. Von hier kommt die nächste Generation einflussreicher Persönlichkeiten im Management. In Zeiten von Künstlicher Intelligenz, Robotics und demographischem Wandel bietet Berlin einen optimalen Nährboden für die Ausbildung unserer Studierenden.

Business-on.de:An wen richtet sich das Angebot der BSBI und welche Kriterien müssen Interessierte erfüllen, um an der BSBI studieren zu können?

Alexander Zeitelhack: Das Angebot der BSBI richtet sich an junge Menschen, die in einem internationalen Umfeld intensiv und aktiv studieren wollen. Hier arbeiten sie in kleinen Gruppen von maximal 20 Studierenden und bekommen ganz nebenbei interkulturelle Erkenntnisse vermittelt. Es gibt neben digitalen Lernformaten auch besonders viele Betreuungsstunden.

Ein Bachelor-Abschluss einer anerkannten Universität ist Zulassungsvoraussetzung für die Master-Studiengänge. Für die Bachelorstudenten gelten die üblichen Voraussetzungen der allgemeinen Hochschulreife oder deren europäischer Äquivalente.

Bewerber, welche die akademischen Anforderungen nicht vollständig erfüllen, haben die Möglichkeit sich nach eingehender Prüfung einzuschreiben. Dafür müssen sie mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Management vorweisen. Außerdem müssen unsere Studenten sicher Englisch sprechen, was über einen Sprachtest wie dem IELTS mit dem Ergebnis 6.0 nachgewiesen werden muss. Bachelorstudenten müssen mindestens 18 Jahre alt, für Masterstudenten liegt das Mindestalter bei 21 Jahren.

Business-on.de:Sie richten sich ja primär an Studierende aus dem Ausland. Welche Schwierigkeiten gibt es, sie in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren? Wie unterstützen Sie Ihre Studierenden dabei?

Alexander Zeitelhack: Der deutsche Arbeitsmarkt ist „ausgetrocknet“. Der Fachkräftemangel und der Akademikermangel sind inzwischen sogar beim Mittelstand angekommen. Es gibt also deutlich mehr Nachfrage als Angebot an Mitarbeitern. Somit ist das einzige verbliebene Hindernis eine mögliche mangelnde Sprachkompetenz in Deutsch. Die BSBI bietet nicht nur kostenlose Sprachkurse von der ersten Woche an, sondern wir vermitteln auch Wissen in Literatur, Philosophie, Theater und Kunst, denn kulturelle Bildung steht im Zentrum der Integration.

Business-on.de:Universitäten wird oft die fehlende Nähe zur Praxis und zur Arbeitswelt vorgeworfen. Wie verbindet die BSBI ihre Studierenden mit dem Arbeitsmarkt?

Alexander Zeitelhack: Der Schlüsselbegriff lautet Transfer. Die nahtlose Verzahnung von Wissen, Lernen und Anwendung ist eine eigene Leistung, welche die BSBI neben der reinen Lehrtätigkeit erbringt. Dies ist für Deutschland ein noch recht junges Konzept, welches aber international bewährt ist. Transferleistungen sind also von Anfang an in unserem Konzept enthalten. Wir stellen von Beginn an sicher, dass alle Studierenden mit Praxisprojekten beschäftigt sind. Hier haben wir bereits Partnerschaften über Kooperationen aus anderen Ländern. Das Netzwerk mit Berliner Unternehmen wird gerade aufgebaut. Dazu gehören vor allem auch soziale Einrichtungen und NGOs. Damit knüpfen die Studierenden Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern während ihres Studiums.

Mehr Informationen unter: www.berlinsbi.com

(Redaktion)


 

 

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