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  • 08.11.2016, 10:27 Uhr
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  • Berlin
INTERVIEW / FITNESS RACE

Andreas Riedel: "Mangelnde Bewegung ist ein universelles Thema in vielen Nationen auf der gesamten Welt."

Nachdem die neue App Fitness Race in dieser Woche gelauncht wurde, hat sich Business On mit dessen Gründer Andreas Riedel einmal genauer zu seinem Fitness-Spiel unterhalten.

Business-on.de: Herr Riedel, Sie haben kürzlich die App Fitness Race gelauncht. Was steckt dahinter?

Andreas Riedel: Meine persönliche Haltung beeinflusst hier meine Tätigkeit als Gründer: Ich möchte nur noch Projekte starten, die den Menschen bzw. der Umwelt helfen. Dahinter steckt ein gewisser Weltverbesserungsansatz, aber rein kommerziell betriebene Startups gibt es zur Genüge. Mit meinen Firmen versuche ich eine gesunde Balance zwischen nötigem wirtschaftlichen Erfolg und positivem Einfluss des Produkts zu erreichen.

Business-on.de: Fitness Race folgt dem Move2Play-Ansatz. Können Sie unseren Lesern dieses Konzept bitte kurz erklären?

Andrea Riedel: Move2Play beschreibt das Konzept beinahe wortwörtlich: Um spielen zu können müssen sich Nutzer im echten Leben bewegen. Die eigenen Schritte können in Fitness Race verwendet werden um virtuelle Wettrennen zu laufen. Wir haben für das Spielprinzip aber viele weitere Ideen, die über die einfache Formel „echte Schritte entsprechen virtuellen Schritten“ hinaus gehen.

Business-on.de: Fitness Race ist nur für iOS erhältlich. Wird eine Android-Version folgen und warum war iOS Ihre erste Wahl?

Andreas Riedel: Die Android Version wollen wir Anfang 2017 veröffentlichen. Apple fördert den Gesundheits- und Fitness-Markt momentan sehr. Hier wollen wir auf eine passende Zielgruppe treffen.

Business-on.de: Wen sehen Sie als Kernzielgruppe Ihrer App?

Andreas Riedel: Wir wollen alle Menschen ansprechen, denen zur Motivation für mehr Bewegung ein kleines bisschen Spaß fehlt. In erster Hinsicht denken wir natürlich an Teenager und junge Erwachsene - besonders Spieler, die bislang keine Fitness-Fans sind. Aber ganz weit gefasst soll unser Spiel schlichtweg allen Freude bereiten, die sich lieber durch Gamification-Ansätze motivieren lassen als durch Workout-Vorgaben oder Statistiken.

Business-on.de: Der Winter steht vor der Tür - Bei Pokémon Go bemerkt man langsam abnehmendes Interesse. Glauben Sie, dass Fitness Race vom Winter ausgebremst wird oder gerade dadurch profitieren wird?

Andreas Riedel: Unser Konzept unterscheidet sich von Pokémon Go, denn in Fitness Race müssen Spieler nicht zu bestimmten Orten laufen. Wir ermitteln die Positionsdaten nicht einmal. Dadurch lässt sich unsere App sehr gut mit Indoor-Aktivitäten verbinden. Wichtig ist nur, dass sich unsere Nutzer bewegen. Das kann Stufensteigen im eigenen Treppenhaus sein oder der normale Schul- bzw. Arbeitsweg. Durch diese Offenheit kann Fitness Race auch mit jeder bestehenden Workout- oder Schrittzähler-App kombiniert werden. Nach dem Sport bieten wir noch ein bisschen Spaß als zusätzliche Belohnung.

Business-on.de: Bislang kann man die Karten New York und Hawaii erlaufen. Welche Orte planen Sie als nächstes in die App zu integrieren?

Andreas Riedel: Uns macht die Entwicklung neuer Levels großen Spaß, da wir den individuellen Charakter/Charme jeder Location einfangen wollen. Daher bringt jedes Level auch eine eigene Variation unserer Titelmusik mit.

Das nächste Level wird Berlin sein. Hier werden Läufer von einem schnellen Techno-Beat angetrieben. Das Level erscheint Anfang Dezember. Zusätzlich haben wir bereits mit der Umsetzung von Tokyo begonnen. Dieses Level wird nach dem Jahreswechsel erscheinen.

Business-on.de: Wie genau monetarisieren Sie die App? Was ist Ihr Geschäftsmodell?

Andreas  Riedel: Wir verfolgen einen „Freemium light“-Ansatz. Das bedeutet, dass die App kostenlos ist und einige Inhalte für Münzen gekauft werden können. Im Gegensatz zu vielen anderen Apps ziehen wir aber bewusst eine Grenze: Schritte kann man nicht für Geld kaufen. Anders als z.B. zusätzliche Leben in Casual Games wollen wir nicht zu kommerziell agieren, da dies unserer Meinung nach dem pädagogischen Ansatz von Fitness Race schaden würde.

Business-on.de: Von Deutschland einmal abgesehen - welche Märkte haben Sie im Visier, weshalb sind diese besonders spannend?

Andreas Riedel: Wir halten alle Märkte für spannend! Mangelnde Bewegung ist ein universelles Thema in vielen Nationen auf der gesamten Welt. Durch den Bezug unserer Level zu berühmten Orten auf der ganzen Welt wollen wir die „Ferne“ etwas näher bringen. Für amerikanische Nutzer mag Berlin da spannender sein als für hiesige Spieler. Aber mit New York verhält es sich dann genau umgekehrt. Unser Ansatz ist in sich daher bereits „global“.

Fitness Race steht kostenlos zum Download im Apple App Store zur Verfügung: https://itunes.apple.com/app/id1033820449?mt=8

(Redaktion)


 

 

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