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  • 04.08.2016, 11:24 Uhr
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INTERVIEW / SPROUT

Die Sprout-Bleistifte sind patentiert oder sogar zum weltweiten Patent angemeldet

Nachhaltige Ideen haben in Deutschland – und auch in der Hauptstadt - besonders viele Anhänger. Business On Interview mit Michael Stausholm, Gründer und CEO von Sprout, der europaweit beliefert.

Business-On: Stifte nicht wegwerfen, sondern einpflanzen - woher kommt diese Idee und warum setzen Sie mit Sprout auf Nachhaltigkeit?

Michael Stausholm: Die Idee für unsere Stifte stammt ursprünglich von einer Gruppe Studenten der MIT-Universität in Boston. Für ein Projekt hatten sie die Aufgabe, ein nachhaltiges Büroprodukt der Zukunft zu entwickeln - das Ergebnis war der pflanzbare Bleistift. Das war im Jahr 2012. Im darauffolgenden Jahr gründete ich Sprout und bekam die Rechte für den Vertrieb der Bleistifte in Europa. Im Jahr 2014 erwarben wir dann noch alle weiteren Patente und Rechte von den Studenten.

Der Sprout-Bleistift ist zu einem Symbol der Nachhaltigkeit geworden. Ist er zu kurz zum Schreiben, kann er eingepflanzt werden und neues Leben entsteht. Die Idee ist es, sowohl Unternehmen, als auch Privatpersonen für eine nachhaltige Denk- und Lebensweise zu begeistern. Was können wir wiederverwenden? Wie können wir umweltfreundlicher werden? Wie können wir Abfall minimieren? Nachhaltigkeit ist ein bedeutender Faktor - auch für die Zukunft von Unternehmen. Sprout-Stifte sind die idealen Eisbrecher für Unternehmen und Organisationen, um ihren Kunden und Partnern zu zeigen, wie sie zu diesem Thema stehen.

Business-On: Obwohl Sprout noch ein junges Unternehmen ist, verkaufen Sie bereits 450.000 Stifte im Monat. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?

Michael Stausholm: Nachhaltigkeit rückt mehr und mehr in das Bewusstsein der Menschen - ein Trend der sich in Zukunft noch verstärken wird. Wir müssen nachhaltig denken und handeln, denn wir können unseren Planeten nicht weiterhin so behandeln, wie in den letzten 50 Jahren. Die Verbraucher fordern umweltfreundliche Alternativen und die Unternehmen müssen dieser Nachfrage folgen.

Business-On: Erfolg ruft meist auch Wettbewerber auf den Plan. Wie schützen Sie sich vor Nachahmern?

Michael Stausholm: Die Sprout-Bleistifte sind patentiert oder sogar zum weltweiten Patent angemeldet. Es ist essentieller Bestandteil unseres Geschäfts, dass wir das Patent besitzen, weltweit die einzigen pflanzbaren Bunt- und Bleistifte herzustellen.

Business-On: Große Unternehmen und Marken, wie beispielsweise Disney, IKEA und die Deutsche Bahn gehören zu ihren Kunden. Wie konnten Sie solche Global Player von ihrem Produkt überzeugen? Was versprechen sich diese davon?

Michael Stausholm: Wir sind sehr glücklich, große Unternehmen und Organisationen zu unseren Kunden zählen zu können. Sie suchen nach neuen und innovativen Wegen, Nachhaltigkeit zu kommunizieren und zu signalisieren. Genau das bieten ihnen unsere Bleistifte. Unternehmen können ihr Logo in die Stifte eingravieren und nutzen sie als Werbegeschenk, zum Fundraising oder für Promotion-Aktionen.

Business-On: Knockout Chillis, Pizza Pack, Sonnenblumen, Salbei und Kirschtomaten sind nur einige Beispiele für Sprout-Samen. Wie treffen Sie die Auswahl der angebotenen Pflanzen und wird das Angebot in Zukunft erweitert werden?

Michael Stausholm: Die von uns genutzten Samen sind nach den Anforderungen unserer Kunden ausgewählt, kombiniert mit der Fähigkeit zu keimen. Wir testen und nutzen ausschließlich qualitativ hochwertige Samen, um sicherzustellen, dass sie besonders leicht sprießen. In jeder Kapsel sind zwischen drei und acht Samen - dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Keimung.

In den USA ist die Pizza-Mischung besonders beliebt - die Amerikaner lieben Pizza. Ein weiterer Trend in der Küche ist Chilli, weshalb wir uns entschieden haben auch einen Pizza-Pack anzubieten. Wir verkaufen die Sprout-Produkte bei Amazon und über unsere Website. Unternehmen und Organisationen werden durch unsere Büros in Boston und Kopenhagen betreut. Demnächst wird unser Web-Shop auch auf deutsch verfügbar sein.

Business-On: Woher kommt das Holz für die Produktion der Stifte, woher beziehen Sie die Samen und wo werden die Stifte produziert?

Michael Stausholm: Das Holz stammt aus FSC oder PEFC-zertifizierten Wäldern. Das bedeutet: Für jeden gefällten Baum, wird ein neuer gepflanzt. Für unsere Bleistifte werden aber nicht unzählige Bäume benötigt - aus einem Baum können 170.000 Bleistifte produziert werden.  Die Produktion findet sowohl in den USA, als auch in Europa statt, um die Transportwege möglichst gering zu halten.

Business-On: Planen Sie bereits neue Produkte? Was bringt die Zukunft?

Michael Stausholm: Wir arbeiten ständig an unserem Portfolio. Neben Bunt- und Bleistiften stellen wir außerdem Papier und Karten mit integrierten Samen her. Das heißt wir bieten Grußkarten, Flyer, Visitenkarten, Geschenk-Boxen, Konferenzprogramme und vieles mehr an, das nach dem Gebrauch gepflanzt werden kann. Außerdem haben wir ein Schul-Paket mit verschiedenen Produkten. Seit neuestem gibt es auch ein Sprout-Lineal, das ebenfalls eingepflanzt werden kann und zu einem kleinen Kräutergarten wird. All diese Produkte können mit Text oder Logo individualisiert werden.

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(Redaktion)


 

 

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