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KAMPAGNE

Das Schokomobil startet fair am Brandenburger Tor

Mit der Schokomobil-Tour durch Europa werden Unterstützer für faire Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauern gesucht. Am 30. Juli startet die europaweite Kampagne "Make Chocolate Fair!" am Brandenburger Tor.

-Am 30. Juli dreht sich am Brandenburger Tor alles um die Schokolade. Mit einer Fahrt durch eine riesige "unfaire" Tafel Schokolade wird symbolisch der Weg für faire Bedingungen in der Schokoladenproduktion frei gemacht. Anschließend geht das Schokomobil auf eine europaweite Tour. In drei Monaten werden 14 Länder besucht und insgesamt 10.000 Kilometer zurückgelegt. Ziel der Kampagne "Make Chocolate Fair!" ist, in ganz Europa Gleichgesinnte zu finden, die die Kampagne unterstützen.

"Mit der Schokomobil-Tour sorgen wir dafür, dass die Schokoladenindustrie unsere Forderungen nicht mehr überhören kann", erklärt Tour-Koordinator Sven Selbert vom Inkota-Netzwerk. "Menschen aus allen Ecken Europas haben sich Make Chocolate Fair! bereits angeschlossen. Sie wollen nicht mehr hinnehmen, dass tagtäglich Menschenrechte in den Kakaoanbauländern mit Füßen getreten werden", so Selbert weiter. "Mit der Tour geht es jetzt darum, die Kräfte zu bündeln und eine europäische Bewegung für faire Schokolade zu schaffen. Die Europäer lieben Schokolade. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass diese Schokolade fair wird."

Woher kommt unsere Schokolade und unter welchen Bedingungen wird sie angebaut? Darüber informiert Sven Selbert gemeinsam mit lokalen Aktionsgruppen vor Ort auf Marktplätzen, in Fußgängerzonen, bei Straßenfesten und Musikfestivals. Hunger, Armut und Kinderarbeit gehören zum täglichen Geschäft. Pro Tag verdient ein Kakaobauer ungefähr 1,25 Dollar. Die Schokoladenindustrie hingegen erzielt jährlich 100 Milliarden US-Dollar an Nettoumsatz .

"Der Kakaopreis hat sich in den letzten 30 Jahren inflationsbereinigt halbiert während die Gewinne der Schokoladenindustrie gestiegen sind", sagt Sven Selbert. "Es ist dringend notwendig, dass die Schokoladenindustrie dafür sorgt, dass die Kakaobauern ein existenzsicherndes Einkommen erwirtschaften können. Dazu gehört auch die Bezahlung eines fairen Preises für die Kakaobohnen", fordert Selbert. "Verschiedene Schokoladenunternehmen haben uns gegenüber angekündigt, dass sie auf fairen Kakao umsteigen wollen. Wir werden sehr genau beobachten, ob diesen Versprechungen nun auch Taten folgen."

In Deutschland ist das Schokomobil mit Mitmach-Aktionen, Ausstellungen, Filmen, Informationen, Aktionen und viel fairer Schokolade in Berlin, Hamburg, Lübeck, Köln, Bielefeld, München, Freiburg und Rostock anzutreffen.

Make Chocolate Fair! ist eine europäische Kampagne von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus 16 europäischen Ländern. Die Kampagne wird international von einer wachsenden Zahl von Menschen und Initiativen aus Europa, Afrika und Lateinamerika getragen. INKOTA ist eine von vier Hauptträger-organisationen und übernimmt die Koordination der Kampagne in Deutschland. Bis 2015 sollen im Rahmen der Kampagne 100.000 Unterschriften für die Petition an die Schokoladenindustrie gesammelt werden. Die Kampagne wird unterstützt durch die die Europäische Union, Stiftung Nord-Süd-Brücken, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Berliner Senats und Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst. Der Inhalt der Pressemitteilung liegt in der alleinigen Verantwortung von Inkota und gibt nicht Meinung der Förderer wieder. Quelle: news aktuell

(Redaktion)


 


 

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