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  • 09.07.2015, 15:13 Uhr
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KMU

Stimmungshoch bei Berlins Mittelstand – laut aktuellem KMU-Report 2015

Der Berliner Mittelstand ist guter Dinge: Viele Firmen konnten im vergangenen Jahr mehr Mitarbeiter einstellen, auch die Umsatzzahlen waren meist positiv. Das geht aus einer jährlichen Umfrage von Creditreform und der Investitionsbank hervor: daran beteiligten sich knapp 1.800 kleine und mittelgroße Unternehmen. erstellt.

Der seit fünf Jahren anhaltende Wirtschaftsaufschwung in der Bundeshauptstadt setzt sich fort. Der Berliner Mittelstand bewertet die konjunkturelle Lage weiterhin sehr positiv. Nahezu zwei Drittel der von Creditreform Berlin und der Investitionsbank Berlin befragten Unternehmen (64,0 Prozent) bezeichneten die Geschäftslage als „sehr gut“ bzw. „gut“.  „Das ist das beste Ergebnis seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2011“, sagt Christian Wolfram, Präsident der Vereine Creditreform. Der Anteil der Positivmeldungen lag nicht nur höher als im Vorjahr (58,0 Prozent), sondern auch über dem Bundestrend (56,3 Prozent). Vor allem im Dienstleistungssektor sowie im Baugewerbe hat sich die Stimmungslage nochmals deutlich verbessert.

Auch die Umsätze der kleinen und mittleren Unternehmen in Berlin sind weiter gestiegen. Die Mehrzahl der Befragten (54,7 Prozent) erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein Umsatzplus. Lediglich 14,0 Prozent der Unternehmen verzeichneten Einbußen. Vor einem Jahr betrug dieser Anteil noch 18,1 Prozent. Günstiges Baugeld, der Trend zu den eigenen vier Wänden und ein insgesamt wachsender Wohnraumbedarf in der Hauptstadt sorgen dafür, dass insbesondere im Baugewerbe die Umsätze zulegten.

Der Berliner Mittelstand hat im vergangenen Jahr erneut einen positiven Beschäftigungsbeitrag geliefert. Gut jedes dritte befragte Unternehmen (34,7 Prozent) beschäftigte mehr Mitarbeiter als im Jahr zuvor. 11,7 Prozent hatten im Jahresverlauf Personal abgebaut. Seit fünf Jahren überwiegt bereits der Anteil der Unternehmen, die Personal aufgestockt haben, wobei zuletzt vor allem im Dienstleistungssektor viele neue Stellen entstanden sein dürften. Neue Arbeitsplätze meldeten zudem insbesondere 3- bis 10-jährige Unternehmen, was ein Indiz dafür ist, dass zahlreiche Neugründungen der letzten Jahre erfolgreich verlaufen sind.

Mittelstand rechnet mit einem erfolgreichen 2015 – Fachpersonal wird knapp

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für eine Fortsetzung des Berliner Aufschwungs günstig. Der starke Arbeitsmarkt sowie die anhaltenden Niedrigzinsen dürften den Privatkonsum als Konjunkturtreiber weiter anschieben. So rechnen auch 43,1 Prozent der Befragten mit steigenden Umsätzen im Vergleich zu 2014. Deutschlandweit lag der Anteil der Optimisten bei 38,7 Prozent. Allerdings dürften weitere Umsatzsteigerungen – ausgehend von dem meist guten Wert des Vorjahres – nicht immer leicht zu realisieren sein. Deutlich optimistischer als im Vorjahr sind die Umsatzerwartungen im Verarbeitenden Gewerbe, wogegen sie im Handel gedämpfter ausfallen.

 Indes hat die anhaltend gute Wirtschaftslage in Berlin in vielen Bereichen offenbar bereits zu einem Fachkräfteengpass geführt. So bezeichnete es die überwiegende Mehrzahl der befragten Unternehmen (66,6 Prozent) als schwierig, Fachpersonal zu finden (Baugewerbe: 79,9 Prozent).

Günstige Finanzierungskonditionen und steigende Erträge

Die gute Wirtschaftslage spült Geld in die Kassen der Berliner Unternehmen. Knapp die Hälfte der Befragten (47,3 Prozent) meldete eine gute Ertragslage mit Gewinnsteigerungen – das war ein höherer Anteil als im Vorjahr (45,2 Prozent). Ertragseinbußen verzeichneten 18,1 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 22,5 Prozent). Auch die weitere Ertragsentwicklung beurteilen die Berliner Unternehmen zuversichtlich: Mit 38,8 Prozent der Befragten erwarten allerdings weniger Unternehmen als im Vorjahr (40,2 Prozent), dass die Erträge weiter steigen. Auch wird die Liquidität durch geringere Forderungsausfälle geschont.

 Sonderthema des diesjährigen Reports sind die Innovationen der Berliner Unternehmen. Hier zeigt sich, dass gut drei Viertel der Unternehmen Innovationen als wichtig einschätzen, um damit in erster Linie die langfristige Konkurrenzfähigkeit zu sichern bzw. auf veränderte Kundenwünsche oder den technischen Fortschritt zu reagieren. Für die Einführung von Innovationen sieht sich bei mehr als 80 % der Berliner Mittelständler die Geschäftsleitung zuständig, während als größtes Umsetzungshindernis fehlende Personalressourcen genannt werden. Für knapp zwei Fünftel der befragten Unternehmen wäre externe Unterstützung bei der Einführung und Umsetzung von Innovationen wichtig, rund 53 % bezeichnen das jedoch als unwichtig. (Quelle: Investitionsbank Berlin-Brandenburg, Presse). Der aktuellen KMU-Report it gratis vefügbar: KMU-Report 2015 - Wirtschaftslage und Finanzierung

Zur Investitionsbank Berlin (IBB): Die Investitionsbank Berlin ist die Förderbank des Landes Berlin mit den Geschäftsfeldern Wirtschafts- und Immobilienförderung. In der Wirtschaftsförderung verfügt die IBB über ein breites Programmangebot mit Darlehen, Beteiligungen und Zuschüssen zur Förderung von Gründungsvorhaben, Wachstumsinvestitionen und technologischen Innovationen.  Im Geschäftsjahr 2014 erteilte die IBB in der Wirtschaftsförderung Finanzierungszusagen im Volumen von 334 Mio. Euro zur Förderung von nahezu 1.000 Unternehmen in der Hauptstadt. Von diesen Zusagen entfielen rund 144 Mio. Euro auf Zuschüsse und 190 Mio. Euro auf Darlehen und Beteiligungen. Mehr Informationen auf www.ibb.de/ueber-die-IBB.aspx

(Redaktion)


 

 

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