Sie sind hier: Startseite Berlin Aktuell Seminare & Coaching
Weitere Artikel
Kolumne

Pionierarbeit: 20 Jahre European Coaching Association

Die European Coaching Association feiert mit seinen Mitgliedern und Klienten sein 20-jähriges Bestehen. ECA-Präsident Bernhard Juchniewicz resümiert die Entwicklung des Coaching und des Berufsverbandes der Coaches.

Eine lange und spannende Geschichte liegt hinter den Gründern der ECA mit einer Pionierarbeit auf vielen Gebieten: für die Professionalisierung von dem, was heute professionelles Coaching genannt wird, gegen die Psycho-Pathologisierung von Menschen / Hilfesuchenden Klienten, gegen Interessenlobbyismus und für die Multi-Professionalität von Coaches – Erwachsenenbildner – zum Wohle der Klienten.

Ich selbst bin multidisziplinär ausgebildet und arbeite seit 1976 mit Menschen in besonders belastenden Arbeits- und Lebenssituationen. Nach zwei Studiengängen und diversen Zusatzausbildungen leitete ich zunächst einige Jahre eine psychosomatische Fachklinik. Seit nunmehr dreißig Jahren arbeite ich als selbständiger Berater und Coach nur noch mit gesunden Menschen und in eigener Praxis und seit 1988 explizit als Coach in eigener Praxis. Seit der Gründung bin ich parallel zur Berufspraxis in der ECA tätig. Menschen darin zu unterstützen, ihr Potential zu entwickeln, ist definitiv meine Berufung. Dass die Wege, die eigene Berufung zu finden, nicht immer geradeaus gehen, habe ich selbst erfahren müssen. Eine Karriere als Ingenieur und eine Laufbahn als Grafiker musste ich jeweils wegen unterschiedlicher Erkrankungen aufgeben. Ich weiß, also wovon ich spreche, wenn ich die Worte Potentialentwicklung und lebenslanges Lernen in den Mund nehme.

Viele Erfolge der Erwachsen- & Persönlichkeits-Weiterentwicklung von Menschen / Klienten konnten auf diesem 20 jährigen Wege unseres ECA Berufsverbandes erzielt werden. Und noch vielmehr: die ECA spielt auch im europäischen Rahmen eine Vorreiterrolle. Sie unterstützt Professionalisierung, Methodenfreiheit und Ausbildungsstandardsauf hohem Qualitätsniveau mit einem entschieden humanistischen Menschenbild in über 20 europäischen Ländern. Und wie in den Anfangsjahren, so schaut die ECA auch heute über Grenzen hinweg, hat längst ihren Blick in andere Kontinente geweitet. Eine globalisierte Welt stellt sowohl Unternehmer als auch Arbeitnehmer vor völlig neue Herausforderungen. In dieser Welt werden ständig Grenzen überschritten, gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch, mit Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitsplätze, bis hin in den Bereich privater Beziehungen. Der Coach unterstützt seine Klienten darin „mitzuwachsen“ und ist gleichzeitig Teil des Wachstumsprozesses, denn auch seine Fähigkeiten müssen sich den sich ständig ändernden Kontexten anpassen. Bewegung ist wichtig. Wir glauben an das Konzept des lebenslangen Lernens und der Ausbildungsprozess eines professionellen Coachs ist niemals abgeschlossen. Gleiches gilt auch für unseren Berufsverband. Das Jubiläum ist für uns ein Grund, den Blick zurück und zugleich nach vorn zu richten: mit einer Festschrift, die unseren Weg nach- und neue Perspektiven vorzeichnet.

Die Zukunft mitzugestalten, hier in Europa (und auch in Berlin)  ist uns dabei besonders wichtig. Wir haben zu anfangs die Entwicklung des Nachwuchses unterschätzt und haben ordentlich aufgeholt. 1999 haben wir 109 Mitglieder in einem Jahr gewonnen. Und es ging stetig aufwärts. Wir haben jedoch die Einstiegskriterien verschärft. Die Entwicklung des ECA 3-Stufenmodells ist so ein Meilenstein. Auch die (allgemein verständlichen) Richtlinien, Kriterien  und Honorarordnung waren wichtig. Ebenso  auch das erstrittene BGH-Urteil zum Konkurrenzverhalten unter den Coaches – denn der Markt ist mittlerweile so umkämpft, dass wir dafür sorgen müssen, dass der Wettbewerb fair und professionell bleibt. Für all das steht die ECA und dafür sind wir sehr stolz: ein Grund zum Feiern – nicht nur in diesem Jahr. Aber kein Grund, sich zurückzulehnen, sondern auch ein Auftrag, weiter zu machen…und das mittlerweile in vielen europäischen Ländern - auch in Asien und Russland - das Interesse wächst. Wir sind dabei – auch in den nächsten 20 Jahren!

Der nächste ECA Jour fixe Berlin (für alle Interessierten offen) findet im Oktober statt. Infos: www.european-coaching-association.de

Autor: Bernhard Juchniewicz (Präsident der European Coaching Association)

(Bernhard Juchniewicz)


 


 

Menschen
ECA
Coach
Klienten
Professionalisierung
Kontexten
Lernen
Entwicklung des ECA
Coaches
Berufsverband

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Menschen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: