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Die re:publica – die digitale Konferenz diesmal mit Frauen und Senioren

Vom 6.-8. Mai öffnete die re:publica wieder ihre Türen in Berlin für die digitale Gesellschaft. Eingeladen war eine große Vielfalt an Sprechern aus verschiedenen Ländern, doch auch die heterogene Mischung der Besucher gab der Konferenz einen einzigartigen Charakter. In diesem Jahr stand diese Veranstaltung unter dem Motto „INTO THE WILD“. "Kriminell agierende Geheimdienste haben uns das Netz entrissen. Hier geht es um unsere Grundrechte. Wir fordern die Bundesregierung auf, diese Grundrechte durchzusetzen. Das ist unser Netz, lasst es uns gemeinsam zurück-erkämpfen.“ Mit diesem Aufruf von Markus Beckedal startete die re:publica. Es wurde sich mit Themen wie die Lösung von neuen unerwarteten technischen Problemen, überraschenden Impulsen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie die gesamte ungezähmte Netzkultur auseinandergesetzt. Denn seit den Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden benötigt die digitale Gesellschaft mehr denn je Schutz bei der Datensicherung, um sich von alten, unsicheren Wegen trennen zu können.

Die re:publica ist die größte Veranstaltung in Europa rund um das Thema Internet und digitale Gesellschaft. Im Jahr 2007 wurde dieses Event gegründet, von den Gesellschaftern „newthinking communications“ und dem Spreeblick Verlag, welche selbst erfolgreiche Blogs in Deutschland betreiben. Was damals ein kleines Bloggertreffen mit 700 Besuchern war, ist heute ein Event für alle Netzinteressierte – mit 6000 Besuchern aus 45 Ländern. Dieses Jahr war die re:publica auch inhaltlich sehr breit aufgestellt. Auf 18 Bühnen mit insgesamt 350 Sessions wurden Themen wie Mobilität der Zukunft, Geschichte und Geschichtsvermittlung, Gesundheit, Bildung, Innovation, Kunst und Startups besprochen und diskutiert.  Besondere Highlights waren die Kommunikationsaktivisten wie THE YES MEN, Jillian York und Jacob Appelbaum, welche über die Verschlüsselungstechniken sprachen. Großen Zuspruch fanden auch Sarah Harrison, Wikileaks-Anwältin, und der Journalisten Alexa O'Brien, die über den Whistelblower Viktor Mayer-Schönbergers referierte. 

Am Donnerstagnachmittag  fand auf der Hauptbühne der Veranstaltung ein kurzes Interview von Jonny Haeusler mit Chefredakteurin Gabriele Fischer (brand eins) statt. Ein klares Statement von Fischer war, dass Print tot sei. Aber wer bei seinen Magazin nicht nur auf den Verkauf von Anzeigen setzt, sondern Qualitätsjournalismus bietet und nah bei seinen Lesern sein möchte, kann auch im Jahr 2014 immer noch ein erfolgreiches Print-Magazin auf den Markt bringen. 

In diesem Jahr gab es zum ersten Mal eine Kooperation mit der MEDIA CONVENTION BERLIN, droidcon und LinuxTag im Rahmen der Berlin Web Week. Somit trafen sich alle Veranstaltungen auf dem Gelände der STATION-Berlin in Kreuzberg. Durch die Bestrebung aller Kooperationspartner eine enge thematische Verknüpfung herzustellen, wurde aus den einzelnen Meetings ein großes mediales Festival für alle Netzinteressierte. Im Gegensatz zu vielen anderen Konferenzen dieser Art, kann die re:publica in diesem Jahr mit einem Frauenanteil von 40%, sowohl vor, als auch auf den Bühnen, glänzen. Die re:publica deckt zusätzlich alle Altersklassen ab: Die SprecherInnen der Konferenz sind zwischen 12 und 70 Jahren alt, die Alterspanne unter den Gästen war noch größer: Auch eine Gruppe des Senioren Computer Clubs Berlin Mitte stattete der #rp14 einen Besuch ab! Für die Veranstalter war die re:publica 2014 ein voller Erfolg und zogen ein positives Fazit, welches für das nächste Jahr auf Manches hoffen lässt. 

Marie-Luise Rink

(Redaktion)


 


 

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