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  • 30.11.2017, 13:19 Uhr
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LIFESTYLE / DGÄPC

Mehr Männer und weniger Fett: DGÄPC präsentiert in Berlin Ergebnisse der Umfrage Ästhetisch-Plastische Chirurgie 2017

Heute stellte die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) in Berlin die Ergebnisse ihrer zehnten bundesweiten Patientenbefragung zur sogenannten Schönheitschirurgie vor.

Brustvergrößerung bei Frauen in Deutschland sind nicht mehr an der Spitze der beliebtesten Schönheitsoperationen, dafür Augenlidkorrekturen und Fettabsaugungen. Auch Männer gehen immer häufiger zum Beauty Doc.

Plastischen Chirurgie: steigender Männeranteil

Nie suchten so viele Männer in Deutschland einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Laut aktueller DGÄPC-Patientenbefragung liegt der Männeranteil unter den Patienten nun mit 17,5 Prozent leicht über dem bisherigen Höchststand von 2013 (17,1 Prozent). „Männliche Patienten sind in der Ästhetisch-Plastische Chirurgie nichts Neues“, konstatiert Tagungspräsident Kauder. „Wir beobachten aber eine deutlich größere gesellschaftliche Akzeptanz für Männer, die sich mit ihrem Äußeren auseinandersetzen.“ Entsprechend steige bei Männern auch die Bereitschaft, sich einer ästhetischen Behandlung zu unterziehen, wenn sie mit bestimmten körperlichen Merkmalen unzufrieden seien. Für praktizierende Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie bedeutet ein steigender Männeranteil, dass sich Behandlungsschwerpunkte perspektivisch etwas verschieben können.

Weibliche Brust verliert an Gewicht: Augenlidkorrekturen und Fettabsaugung an der Spitze

Erstmals seit 2009 steht die Brustvergrößerung mit Implantaten nicht an der Spitze der beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen in Deutschland. Suchten im vergangenen Jahr noch 15,7 Prozent der Befragten den Ästhetisch-Plastischen Chirurgen wegen einer Brustvergrößerung auf, waren es in diesem Jahr nur noch 8,4 Prozent. Hingegen erfreuen sich Augenlidkorrekturen (14,1 Prozent) und Fettabsaugungen (9,9 Prozent) größerer Beliebtheit als im Vorjahr und belegen nun die ersten beiden Plätze der häufigsten ästhetisch-plastischen Operationen. „Im vergangenen Jahr stieg die Nachfrage bei Brustvergrößerungen nicht so stark wie bei anderen Eingriffen“, erklärt Kantelhardt den Trend. „Absolut gesehen stieg die Zahl der Brustvergrößerungen leicht an, wie wir durch Befragung der Hersteller von Brustimplantaten ermitteln konnten“, so der DGÄPC-Präsident. Bruststraffungen (4,7 Prozent) und Brustverkleinerungen (4,5 Prozent) nahmen hingegen auch relativ gesehen an Beliebtheit zu. Insgesamt sucht fast jede vierte Patientin (24,2 Prozent) den Facharzt wegen einer ästhetischen Brustkorrektur auf. Bei männlichen Patienten machen Korrekturen der sogenannten Männerbrust immerhin 11,5 Prozent der ästhetisch-plastischen Behandlungen aus.

Bei Frauen rückt das Gesicht stärker in den Fokus.

Das geht aus der jährlichen Umfrage der DGÄPC  hervor. Dr. Torsten Kantelhardt, Präsident der DGÄPC, und Dr. Olaf Kauder, Tagungspräsident der 45. Jahrestagung der Fachgesellschaft, präsentierten die DGÄPC-Statistik 2017 und diskutierten die Befragungsergebnisse. An der anonymen Fragebogenerhebung nahmen mehr als 3.400 Patientinnen und Patienten in den Kliniken und Praxen der DGÄPC-Mitglieder teil. „Unsere Befragung ist für die deutsche Ästhetisch-Plastische Chirurgie einzigartig und liefert spannende Einblicke in das Fachgebiet“, betont Kantelhardt.

Der allgemeine Beliebtheitsrückgang bei Brustvergrößerungen ist praktisch vollständig auf die veränderten Präferenzen weiblicher Patienten zurückzuführen. Wie bei Männern steht in diesem Jahr auch bei den Frauen die Augenlidkorrektur (12,4 Prozent) auf dem ersten Platz. Auch das Facelift (7,9 Prozent) und die Lippenkorrektur (7,4 Prozent) sind im Vergleich zum Vorjahr beliebter. Für Tagungspräsident Kauder passt dieser Trend zur gewachsenen Bedeutung der Faltenbehandlungen: „Bei Frauen rückt das Gesicht stärker in den Fokus.

Männer lassen Augenlider und Oberkörper straffen

Seit 2014 stehen Augenlidkorrekturen bei männlichen Patienten an der Spitze der beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen. Nie war der Anteil der Patienten, die sich zur Entfernung von Schlupflidern oder Tränensäcken in die Hände des Facharztes begeben, so hoch wie heute: Mit 21 Prozent ließ gut jeder fünfte männliche Patient eine Augenlidkorrektur vornehmen. Auch Fettabsaugungen (12,2 Prozent), Nasenkorrekturen (8,0 Prozent), Bauchdeckenstraffungen (7,0 Prozent) und Lippenkorrekturen (2,8 Prozent) sind bei Männern deutlich beliebter als im Vorjahr.

Ästhetik ist keine Frage des Alters

Patienten, die einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie aufsuchen, lassen sich keiner bestimmten Altersgruppe zuordnen. Männliche wie weibliche Patienten sind durchschnittlich knapp 42 Jahre alt, wenn sie sich einer ästhetischen Behandlung unterziehen, die Altersspanne reicht dabei aber von jungen Erwachsenen bis hin zu Personen über 80 Jahren. Bei der Arztsuche haben sich Empfehlungen und Online- Portale als wichtig erwiesen. Online-Suchmaschinen wie Google haben sich als alltägliche Hilfsmittel beim Auffinden von Informationen, Personen oder Orten etabliert.

Die DGÄPC-Statistik mit den kompletten Ergebnissen der DGÄPC-Patientenbefragung findet man unter  http://www.dgaepc.de  zum kostenlosen Download.


(Redaktion)


 

 

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