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  • 03.08.2018, 10:40 Uhr
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  • Berlin
LIFESTYLE / KULTUR

Da haste Töne: Young Euro Classic 2018 füllen das Sommerloch in Berlin mit 19 Konzerten um die Welt

Auch in diesem Sommer spielen zweieinhalb Wochen lang (3.-20.8.) die besten Jugendorchester aus aller Welt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt.

„Life without music is unthinkable!” Davon fest überzeugt war der große Musiker Leonard Bernstein, der am 25. August 100 Jahre alt geworden wäre. Die rund 1200 jungen Musikerinnen und Musiker aus aller Welt, die vom 3. bis 20. August 2018 bei Young Euro Classic auftreten, werden mit ihrem Können, ihrem Enthusiasmus und ihrem Temperament auch in diesem Jahr dafür sorgen, dass das Berliner Publikum das Erbe Bernsteins zu spüren bekommt: Leben ohne Musik ist undenkbar! 

Ein weiterer herausragender Jubilar prägt das diesjährige Festivalprogramm ebenso spürbar mit: Nelson Mandela. Mitte Juli wäre der südafrikanische Freiheits- und Anti-Apartheids-Kämpfer 100 Jahre alt geworden. Und so steht das Eröffnungskonzert, mit dem am 3. August das MIAGI Youth Orchestra zum Auftakt von Young Euro Classic 2018 antritt, ganz im Zeichen dieser beiden Jahrhundertgestalten: Das südafrikanische Jugendorchester spielt Bernsteins Prelude, Fugue and Riff und Rainbow Beats von Duncan Ward. Der junge Dirigent steht bei MIAGI am Pult und hat das Werk in diesem Jahr zu Ehren Mandelas komponiert.

„Lenny“ hat auch den Jazz-Posaunisten Nils Landgren inspiriert: Bei „Klassik meets Jazz“ stellt „Mr. Red Horn“ am 18. August gemeinsam mit Musiker*innen der jungen norddeutschen philharmonie und des STEGREIF.orchesters das musikalische Genie Bernstein in den Mittelpunkt. Diese Produktion ist eine Kooperation von Young Euro Classic mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival.

18 Festival-Tage – 19 Konzerte – die ganze Welt kommt nach Berlin

Die 19. Ausgabe von Young Euro Classic wird ihrem Anspruch als führendes Festival für symphonische Jugendorchester weltweit gerecht: Am 8. August kommt zum ersten Mal das National Youth Orchestra of Canada zu Young Euro Classic. Am Sonntag, dem 19. August, präsentiert sich das Auckland Youth Orchestra aus Neuseeland. In einer Matinée-Veranstaltung am selben Vormittag spielen chinesische Musiker*innen des Konservatoriums Tianjin und deutsche Künstler*innen der Berliner Universität der Künste „West-Östliche Capricen“. Die Carnegie Hall schickt das NYO Jazz (10.08.) aus New York City nach Berlin. Dieses neu gegründete Ensemble ist mit der Grammy-Gewinnerin Dianne Reeves auf Europatournee. Aus London kommt erstmals die Southbank Sinfonia (15.08.), ein Ensemble aus 33 internationalen Musikstudierenden. Ebenfalls zum ersten Mal reist das erst 2012 gegründete Youth Chamber Orchestra St. Petersburg (12.08.) aus Russland an. Noch jünger ist das Jugendsymphonieorchester der Ukraine (16.08.), das von seiner Dirigentin Oksana Lyniv im Geiste des Bundesjugendorchesters 2016 ins Leben gerufen wurde.

Gespannt sein darf man nach seinen gelungenen vorherigen Auftritten beim Festival auf das Studentenorchester der slowenischen Musikakademie Ljubljana (07.08.) und auf die traditionsreichen nationalen Jugendorchester aus Norwegen (13.08.), Spanien (05.08.), Rumänien (09.08.) und den Niederlanden (11.08.). Die anspruchsvollen Programme bieten Klassiker der musikalischen Moderne von Igor Strawinski, Bela Bartók und Olivier Messiaen, große Sinfonien von Mozart und Beethoven, Werke von Carl Nielsen bis Dmitri Schostakowitsch, sowie drei üppig besetzte Orchesterwerke von Richard Strauss.

Nach seinem Ausflug in die Filmmusik im vergangenen Jahr setzt das Bundesjugendorchester (04.08.), das den besten deutschen Nachwuchs zwischen 14 und 19 Jahren repräsentiert, mit Werken von Bruckner, Mahler und Hindemith in diesem Jahr einen ganz anderen Akzent.

Und für die Idee eines vereinten Europa steht mehr denn je das großartige European Union Youth Orchestra (14.08.) unter Leitung des Italieners Gianandrea Noseda.

John Neumeiers Bundesjugendballett (06.08.) tanzt in diesem Jahr zu Strawinski, Pop und Rock. 

Selten in seiner Festivalgeschichte konnte Young Euro Classic mit so vielen brandneuen Werken aufwarten wie 2018. Nicht weniger als 13 Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen gehen ins Rennen um den vom Regierenden Bürgermeister Berlins jährlich ausgelobten Europäischen Komponistenpreis. Die Publikumsjury leitet in diesem Jahr Prof. Manolis Vlitakis.

Partner, Freunde und Unterstützer

„Würde es Young Euro Classic nicht bereits geben, es müsste gerade in unserer heutigen Zeit erfunden werden!“, sagt Sebastian Nordmann, der Intendant des Konzerthauses Berlin. Mit ihm und seinem großartigen Team fühlt sich das Festival sehr verbunden. Das Konzerthaus beherbergt Young Euro Classic seit dem Gründungsjahr 2000 – und dafür sei ihm von Herzen gedankt! Die Finanzierung des Festivals wird durch öffentliche Fördermittel, Stiftungen, Sponsoren und Spenden vieler engagierter Privatpersonen sowie erheblich durch die Ticketeinnahmen ermöglicht.

Online sehen und hören

Musikliebhaber können einen Teil der Konzerte auch aus der Ferne live miterleben. Vom 10. bis zum 17. August überträgt ARTE Concert das abendliche Festivalprogramm im Livestream – eine Produktion von EuroArts in Kooperation mit ARTE: www.arte.tv/de/videos/arte-concert/. Zwei Konzerte werden von kulturradio vom rbb (UKW 92,4 und Kabel 95,35) mitgeschnitten und im Rahmen der Sendung „Talente und Karrieren“ ausgestrahlt, und fünf weitere Abende werden von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

Digitale Konzertprogramme

Auch in diesem Jahr verzichtet Young Euro Classic auf die gedruckten Konzertprogramme. Umweltschonend sind die digitalen Programmhefte kostenfrei für ALLE zu den Konzerten online abrufbar und als Druckversion verfügbar.

Young Euro Classic 2018 vom 3. bis 20. August 2018 im Konzerthaus Berlin
Alle Informationen und das Programm:
www.young-euro-classic.de

Tickets für 17/24/29 Euro erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen, online auf
www.young-euro-classic.de und www.ticketmaster.de oder unter der Hotline 030 8410 8909.

Ausgewählte Vorverkaufsstellen: Konzerthaus Berlin und Interklassik im Kulturkaufhaus Dussmann.

(Redaktion)


 

 

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