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Wohin fliegt Air Berlin?

Strategische Verkäufe und Sparprogramme sollen Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft auf die Beine helfen. Mit dem zusätzlichen Turnaround-Programm „Turbine 2013“ verschärft Air Berlin Chef Mehdorn seine Sparmaßnahmen und hofft, die Airline ab dem nächsten Jahr wieder in die Gewinnzone zu fliegen. Entlassungen sind nicht mehr ausgeschlossen.

Air Berlin ist auf Sparkurs. Die zweitgrößte Fluggesellschaft in Deutschland mit Sitz in Berlin beschäftigt rund 9300 Mitarbeiter. Es sind vor allem externe Kosten wie staatliche Gebühren und steigende Kerosinpreise, aber auch der verschobene Eröffnungstermin des Hauptstadtflughafens, die Air Berlin Chef Hartmut Mehdorn Sorgen bereiten. Sein Ziel ist die Rückkehr in die Gewinnzone im nächsten Jahr. Um das zu erreichen, fährt er einen knallharten Sparkurs.

Zwar konnte Air Berlin im traditionell umsatzstarken dritten Quartal das Nettoergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 66,6 Millionen Euro verdoppeln und das operative Ergebnis um 4,5 Prozent verbessern. Doch der positiven Bilanz des Quartalsberichtes stehen Nettoschulden in Höhe von 850 Millionen Euro gegenüber.

Zum Abbau der Schulden beitragen sollen taktische Verkäufe und Umstrukturierungen. Vor einem Jahr wurde bereits eine strategische Partnerschaft mit der arabischen Etihad Airways vereinbart und jetzt ist der Verkauf der Mehrheitsanteile des Vielfliegerprogramms „Topbonus“ mit seinen rund drei Millionen Mitgliedern im Gespräch. Darüber hinaus will Air Berlin seine Flotte verkleinern. Hinter dem wohlklingenden Namen „Shape and Size“ verbirgt sich ein Effizienzsteigerungsprogramm zur Verbesserung der Auslastung der Flüge.

Aktuell sorgt ein neues Sparprogramm für Wirbel. Mit dem zusätzlichen Turnaround-Programm „Turbine 2013“ will man eine Konzentrierung auf die Kernkompetenzen erreichen. Ob damit ein Stellenabbau verbunden ist, wird vom Unternehmen weder bestätigt, noch dementiert zum jetzigen Zeitpunkt. Mehdorn, seit September 2011 an der Spitze von Air Berlin, drückt es diplomatisch aus: man werde an schwierigen Maßnahmen nicht vorbeikommen.

Spekulationen zufolge könnte jeder zehnte Arbeitsplatz bei Deutschlands zweitgrößter Airline dem Rotstift zum Opfer fallen. Die Gewerkschaft Verdi fordert Transparenz und die unverzügliche Offenlegung der geplanten Sparmaßnahmen.

(Kerstin Zimprich)


 


 

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