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  • 14.06.2018, 15:24 Uhr
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MEDIEN / LOKALE WIRTSCHAFT

media:net berlin-brandenburg und das Medienbarometer zu Unternehmen, Digitalisierung und positive Effekte

Flexible Arbeitszeitmodelle, Weiterbildung, Komplexitäts-Expertise, internationale Ausrichtung und Digitalkompetenz - das sind laut dem medien.barometer 2018 die Antworten der Berlin-Brandenburger Medienunternehmen auf die Digitalisierungsumbrüche.

Als größte Auswirkungen auf Arbeit und Tätigkeiten beurteilen die befragten Unternehmen den Umbruch der Märkte (45%), neue Plattformen oder digitale Distributoren (44%) und die Entwicklung neuer Produkte (36%). Der im Zuge der Digitalisierung entstehende Fachkräftemangel ist vor allem im Bereich IT/Software/Programmierung (25%) festzustellen. 44% der befragten Unternehmen treten dem mit flexiblen Arbeitszeitmodellen entgegen. So geht der Trend hin zur digitalen Zusammenarbeit, die in 69% der Unternehmen zugenommen hat. 42% investieren als Maßnahme zur Fachkräftesicherung verstärkt in die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte fordern eine bessere Verzahnung von Ausbildung, Studium, Praxis und Unternehmen (54%) sowie eine frühe Vermittlung von Digitalkompetenzen (53%), um junge Menschen für den Arbeitsmarkt unter den Vorzeichen der Digitalisierungen vorzubereiten.

2016 gaben 36% der Unternehmen an, mit Internationalisierung und strategischen Kooperationen auf die Herausforderungen der Digitalisierung zu reagieren, 2018 unterhielten bereits 79% internationale Geschäftsbeziehungen (2015: 66%). Die Arbeitswelt wird komplexer: Trotz Zunahme von komplexen und hochkomplexen Expertentätigkeiten auf Grund der Digitalisierung (23% bzw. 29%) und dem Mangel an Fachwissen der Bewerber (35%) bewerten die Unternehmen die Auswirkungen der Digitalisierung insgesamt positiv. 55% geben an, dass die Digitalisierung die Arbeitsproduktivität erhöht habe, während die Arbeits-/Lohnkosten weitestgehend gleichgeblieben sind (für 56%) - das sagen besonders häufig die großen Unternehmen. Digitalisierung erfordert Innovation, so das Ergebnis des medien.barometers 2017, das sich auch in dieser Ausgabe in 2018 bestätigt: Für 53% hat die Digitalisierung es ermöglicht, neue Produkte oder Dienstleistungen anzubieten.

Zufriedenheit mit dem Geschäftsverlauf und Umsatzerwartungen

Die wirtschaftliche Lage ist stabil und die Unternehmen aus Film, Fernsehen/Radio, Games/Software, Musik, Journalismus/Presse weitestgehend zuversichtlich: 55% sind zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrem Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr. Die Anzahl der unzufriedenen Unternehmen bleibt mit 15% weiterhin gering. 86% erwarten steigende oder gleichbleibende Umsätze, 14% rechnen mit sinkenden Umsätzen. Auch die Personalsituation bleibt beständig: Zwar haben im vergangenen Jahr nur 28% der Unternehmen Personal aufgestockt, in 62% der Unternehmen blieb die Zahl dagegen gleich und nur 10% haben Personal abgebaut. Für 2018 planen 48% Personal einzustellen.

Zu den wichtigsten Themen für die kommenden 12 Monate zählen (Produkt-)Entwicklung und Innovation (20%), Wachstum, Investition und Umsatzsteigerung (18%) sowie Digitalisierung insgesamt (16%) und Mitarbeitertraining und Personal (10%). Helge Jürgens, Geschäftsführer Medienboard Berlin-Brandenburg "Die Digitalisierung der Arbeitswelt stellt Unternehmen vor große Herausforderungen: Technologien entwickeln sich oft schneller als sie angewendet werden können. Die Arbeitswelt wird komplexer - die Digitalisierung fördert aber auch die Arbeitsproduktivität und die Entwicklung neuer Produkte. Es ist erfreulich zu sehen, dass die Berlin-Brandenburger Medienunternehmen die Transformation als Chance sehen und sich strategisch für die Zukunft aufstellen. Das bringt neue Geschäftsmodelle mit sich und erhöht den Innovationgrad des Standorts."

Andrea Peters, Vorstandsvorsitzende media:net berlinbrandenburg: "Der Fachkräftemangel ist das, was die Unternehmen aktuell sehr umtreibt - und auch wir als Netzwerk versuchen, bei der Mitarbeitersuche massiv zu unterstützen und die Themen am Standort voranzubringen. Die Unternehmen antworten mit neuen Arbeitszeitmodellen, Home-Office-Lösungen und fast die Hälfte bietet Weiterbildungen und Spezialisierungen für die Mitarbeiter an."

Kerstin Jöntgen, Mitglied des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB): "Für 20% der befragten Unternehmen sind Produktentwicklung und Innovation mit die wichtigsten Themen für die nächsten 12 Monate.Digitalisierung und Mitarbeiterschulungen haben ebenfalls eine hohe Bedeutung. All diese Themen sind Schwerpunkte unseres aktuellen Fördergeschäftes. Mit dem Brandenburgischen Innovationsgutschein können beispielsweise verschiedenste Digitalisierungsmaßnahmen unterstützt werden. Zusätzlich stehen Mittel bereit, mit deren Hilfe Innovationsfachkräfte beschäftigt und Bestandsmitarbeiter geschult werden können."

Medienstandort Berlin-Brandenburg

Die Kultur- und Kreativwirtschaft und darunter auch die Medien- und IKT-Wirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Berlin-Brandenburg. Der Umsatz des Clusters Medien, IKT und Kreativwirtschaft in der Region stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 3 Mrd. Euro und betrug im Jahr 2015 40,5 Mrd. Euro. Das ist ein Umsatzanteil an der Gesamtwirtschaft der Region von 14,3%. (Quelle: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Berlin.)

Über das medien.barometer berlinbrandenburg: 

Das medien.barometer, der jährliche Geschäftsklima-Index für die Medienwirtschaft der Hauptstadtregion, beleuchtet die Stimmung und wirtschaftliche Entwicklung einzelner Teilbranchen dieses Clusters.Seit 2004 nimmt die Befragung die aktuellen Einschätzungen sowie die Zukunftsaussichten der Berliner und Brandenburger Unternehmen aus der Medienwirtschaftt in den Blick. Das medien.barometer trägt damit dazu bei, die Entwicklungen in der Medienwirtschaft zu verfolgen und in der Zeitreihe abzubilden. Es erlaubt, Dynamik und Trends der Medienwirtschaft aufzuspüren, die Standortarbeit zu evaluieren und Standortaktivitäten abzuleiten. Das medien.barometer 2018 ist der dritte und letzte Teil der Serie zur Digitalisierung in den Medienbranchen. 264 Unternehmen aus Berlin und Brandenburg haben sich an der Befragung beteiligt.

Das medien.barometer berlinbrandenburg ist eine gemeinsame Initiative vom Medienboard Berlin-Brandenburg und media:net berlinbrandenburg. Technologischer Befragungspartner ist TrendResearch. Die Investitionsbank Berlin (IBB) und die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) unterstützen als Partner die aktuelle Befragung mit dem Fokus "Innovation in Berlin-Brandenburg".

Das aktuelle medien.barometer berlinbrandenburg 2018 findet man hier zum Download

(Redaktion)


 

 

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