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Dr. Gregor Wittke- Stressmanagement

Mehr oder weniger Stress durch Ernährung - Unser Gehirn ist zuckersüchtig

Stress fordert viel Energie. Steht das Gehirn unter Stress, fordert es Energie in Form von Nahrung an. Der Körper reagiert mit Appetit und Hunger, um den Zuckergehalt im Gehirn zu erhöhen oder hoch zu halten. Mediziner und Hirnforscher untersuchten mit modernen bildgebenden Verfahren, wie das Gehirn während verschiedener Belastungssituationen seine Energieversorgung sichert.

Das Ergebnis: Das Gehirn wird bevorzugt mit Energie versorgt. Erst dann folgen Körper, Muskeln, Organe oder Fettgewebe. Daher sprechen die Forscher vom "selfish Brain", also dem "selbstsüchtigen Gehirn". Obwohl es bei Erwachsenen nur etwa zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, verbraucht es fast 40 Prozent der aus Kohlenhydraten stammenden Energie.

Stress steigert das Verlangen nach Essen

Die Forscher vermuten, dass das Gehirn, eine Energieunterversorgung über das Hungergefühl steuert. Dies führt dazu, dass der Körper i.d.R. mehr Energie aufnimmt als er benötigt. Die Folge: Übergewicht.

Essen kompensiert Defizite

Für viele ist Essen ein Lustgewinn, es spendet Trost und wirkt entspannend. Zucker wirkt kurzfristig stimmungsaufhellend. Wer sich auf diese Weise mit guten Gefühlen versorgt bewirkt, dass sich diese positive Verknüpfung in sein Hirn fest einprogrammiert und regelmäßig wieder abgerufen wird.

Wenn der Fettanteil im Körper steigt, sinkt i.d.R. die Bereitschaft zu körperlicher Aktivität. Wenn in unserem Gehirn der Zucker knapp wird, machen sich Unlust oder Erschöpfungssymptome bemerkbar. Der Teufelskreis aus Essen und zu wenig Bewegung entsteht.

Man kann davon ausgehen, dass unsere heutigen Arbeits-und Lebensbedingungen mitverantwortlich für die große Zahl übergewichtiger Menschen sind. Konkurrenzdruck, Hektik, Schichtarbeit und das Zusammenleben auf engstem Raum verursachen Stress.


 


 

Dr. Gregor Wittke
Berlin
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