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  • 02.09.2016, 12:01 Uhr
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MESSE BERLIN

90 Jahre Berliner Funkturm: Vom Antennenträger zum Wahrzeichen der Hauptstadt

Über 17,3 Millionen Besucher in der wechselvollen Geschichte des "Langen Lulatsch". Am 3. September feiert der Funkturm Jubiläum. Eines der markantesten Wahrzeichen der Hauptstadt öffnet dann am 14. September mit einem Gala-Geburtstagsbuffet

Wer kennt ihn nicht, den Berliner Funkturm, dieses markante Wahrzeichen der Hauptstadt? Seine wechselvolle Historie ist eng verbunden mit den Ereignissen in der bewegten Geschichte der Stadt, die er mit seinen stolzen 147 Metern Höhe als markanter Blickfang überragt. Er hat seit seiner Einweihung 1926 auch leidvolle Stunden erleben müssen, aber selbst ein Großfeuer und die verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges hat er überstanden und ist vielleicht gerade deswegen jung geblieben. Funktional als Antennenträger geplant, entwickelte sich der Berliner Funkturm wegen seines exklusiven Restaurants und der Aussichtsplattform in luftiger Höhe schnell zu einem der attraktiven Anziehungspunkte von Berlin.

Eines der markantesten Wahrzeichen der Hauptstadt öffnet am 14. September mit einem Gala-Geburtstagsbuffet

Er ist 147 Meter hoch, wird von den Berlinern liebevoll "Langer Lulatsch" genannt und feiert am 3. September seinen 90. Geburtstag: Der Berliner Funkturm ist eines der - im wahrsten Sinne des Wortes - überragenden Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt. Nach seiner obligatorischen Wartungszeit im Sommer öffnet der Funkturm am 14. September wieder seine Aussichtsplattform und das Restaurant für die Gäste aus aller Welt. Bis Ende Oktober wird dann ein Gala-Geburtstagsbuffet mit über 30 kulinarischen Genüssen und einem herrlichen 360 Grad-Panorama auf das Häusermeer und die Grünflächen der Stadt serviert. Bei der diesjährigen Wartung hat der Funkturm eine moderne Standard-Funktechnik erhalten. Komplett neu sind der Antrieb, die Seile und die Aufzugssteuerung des Fahrstuhls.

Seit seiner Einweihung zur 3. Funkausstellung im Jahre 1926 hat der Funkturm mehr als 17,3 Millionen Gäste empfangen. Funktional als Antennenträger geplant, entwickelte sich der Berliner Funkturm wegen seines exklusiven Restaurants in 55 Metern Höhe und der Aussichtsplattform in luftigen 126 Metern Höhe schnell zu einem der attraktiven Anziehungspunkte von Berlin. Eigentümer des Berliner Funkturms ist das Land Berlin. Betreibergesellschaft ist die Capital Catering GmbH, ein Tochterunternehmen der Messe Berlin GmbH.

Wechselvolle Geschichte

Eingeweiht wurde der Berliner Funkturm am 3. September 1926 bei strahlendem Sonnenschein zur 3. Funkausstellung, im selben Jahr, als die Grüne Woche ihre Erfolgsgeschichte begann, Queen Elisabeth und Marilyn Monroe das Licht der Welt erblickten und die Deutsche Lufthansa AG und die Daimler Benz AG gegründet wurden. Beim Ausbau des Stahlgittermastes zum Wahrzeichen "Funkturm" nach Plänen von Professor Heinrich Straumer musste immer wieder technisches Neuland betreten werden, beispielsweise bei der Installation der Fahrstuhlanlage sowie bei der Versorgung des Bauwerks mit Gas, Wasser, Elektrizität und Wärme. 1932 entstand zu Füßen des Funkturms der Sommergarten als reich bepflanztes Oval. Selbst ein Großfeuer 1935 und die verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges hat der Funkturm überstanden.

Der Funkturm war bei seiner Einweihung der höchste Turm Deutschlands. Er war auch Leuchtturm für alle Flugzeuge, die Berlin als Luftkreuz Europas anflogen und wies in der Zeit der Berlin-Blockade den Flugzeugen der Alliierten den Weg zum Flughafen Tempelhof. Außerdem war unter dem Restaurant eine "Wanderschrift-Anlage" mit 4000 Glühbirnen angebracht, die damals wohl die höchste Werbefläche dieser Größenordnung in Deutschland darstellte. Und der Funkturm schrieb Rundfunkgeschichte: Am 8. März 1929 wurden hier die ersten Fernsehbilder über den Sender Witzleben ausgestrahlt.

Heute glänzt der Funkturm mit neuem Farbanstrich und erstrahlt in der Nacht durch starke LED-Leuchten in unterschiedlichen Farbkombinationen. Das Funkturmrestaurant ist in Abstimmung mit dem Landeskonservator renoviert und spiegelt die Atmosphäre der 20er Jahre wider. Die Besucher sausen in einem funkgesteuerten Fahrstuhl mit gläsernen Wänden in 33 Sekunden nach oben zur Aussichts-Plattform. Direkt zu seinen Füßen steht mit der Funkturm Lounge eine multifunktionale Räumlichkeit zur Verfügung, die als außergewöhnliche Partylocation sowie Tagungs- und Ausstellungsbereich genutzt und von Capital Catering betrieben wird. 

Der Berliner Funkturm strahlt heute kein gebündeltes Licht mehr aus und er sendet auch keine Funkwellen mehr in die weite Welt. Als Wellenstrahler nützt er nur noch regional. Doch eines strahlt er aus wie eh und je: Atmosphäre! Das macht er tagsüber und auch nachts, wenn er - von starken LED-Leuchten in warmes Licht getaucht - ein weithin sichtbares Zeichen der Vertrautheit ist. Nahe dem städtischen Getöse ist er ein ruhender Pol, ein Symbol der Beständigkeit, das den Berlinern über Generationen hinweg ans Herz gewachsen ist. Mehr Informationen hier http://www.funkturm-messeberlin.de/

(Redaktion)


 

 

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