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  • 10.08.2016, 13:44 Uhr
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Messe Berlin GmbH

Tourismus in Zeiten des Terrors: Deutschland und die Hauptstadt sind beliebte Reiseziele

Fast die Hälfte der Urlauber weltweit verändern ihr Reiseverhalten. IPK International rechnet mit einem Zuwachs an Auslandsreisen bei den Europäern von zwei Prozent und weltweit sogar von drei Prozent.

IPK International führte Anfang des Jahres in über 40 wichtigen Tourismus-Quellmärkten eine Sonderumfrage zum Thema "Terror" mit 50.000 Interviews durch. Ergebnis der weltweiten Studie ist, dass die Terrorgefahr das Reiseverhalten von 40 Prozent aller internationalen Reisenden beeinflusst. Dabei gibt es bei den Ergebnissen starke Unterschiede in Bezug auf die Herkunftsmärkte. So geben nur wenige Südamerikaner, Skandinavier und auch Niederländer an, dass die Terrorgefahr einen Einfluss auf ihr Reiseverhalten haben wird, wohingegen Reisende aus Asien, aber auch Osteuropa sich von aktuellen Geschehnissen am stärksten beeinflussen lassen. Auch im Hinblick auf die Zielgruppen zeigen sich Unterschiede. Reisende mit Kindern sind eher vorsichtig, wogegen Urlauber aus jüngeren Altersgruppen oder Singles relativ unbeeindruckt gegenüber Terrorwarnungen sind. Die Studie untersuchte auch, in welcher Weise die Terrorgefahr das Reiseverhalten verändert. So geben 15 Prozent der internationalen Touristen an, dass sie 2016 ganz auf eine Auslandsreise verzichten und ihren Urlaub im eigenen Land verbringen. Bestes Beispiel ist Deutschland, das diesen Sommer weiter zu den Lieblingsreisezielen der Deutschen gehört. So ist beispielsweise am Timmendorfer Strand, einem beliebten Urlaubsort an der Ostsee, so gut wie alles ausgebucht.

Urlaub im eigenen Land und sichere Reiseziele stehen hoch im Kurs

Ein Viertel aller Auslandsreisenden gab an, dass sie zwar weiterhin ins Ausland verreisen wollen, jedoch nur in solche Destinationen, die sie als sicher ansehen. Zu der Frage, welche Destinationen von Reisenden als sicher angesehen werden und welche nicht, gewann IPK International interessante Einsichten. So gibt es beim Sicherheitsimage von Reisezielen große Unterschiede. Am unsichersten gelten nach Meinung der Befragten Reiseziele, wo es bereits in der Vergangenheit Anschläge oder Unruhen gab. Israel, die Türkei und Ägypten schneiden im weltweiten Vergleich am schlechtesten ab. Sogar die regionale Nähe zu solchen Destinationen kann dem Sicherheitsimage eines Landes schaden, selbst wenn es dort keinerlei Vorkommnisse gab. Klar ist, dass es 2016 erhebliche Nachfrageverschiebungen gibt. Während einige Destinationen mit zum Teil massiven Verlusten rechnen müssen - neben der Türkei zum Beispiel Tunesien, Marokko, Ägypten, Jordanien und Israel -, haben andere trotz der weltweiten Terrorgefahr Wachstumspotenziale. Dazu zählen vor allem Länder wie Kanada und Australien, aber auch Skandinavien und die Schweiz.

Neue Ergebnisse Anfang November

Wie sich der Tourismus in Zeiten des Terrors im Laufe des Jahres weiter entwickelt, bleibt abzuwarten. Momentan ist noch unklar, inwieweit die jüngsten Anschläge in Deutschland oder das Attentat in Nizza sich auf das Sicherheitsimage dieser Länder niederschlagen werden. Die nächste Sonderumfrage zum Thema "Terrorgefahr und Tourismus" steht im September/Oktober dieses Jahres an. 

Über die ITB Berlin und den ITB Berlin Kongress

Die ITB Berlin 2017 findet von Mittwoch bis Sonntag, 8. bis 12. März, statt. Von Mittwoch bis Freitag ist die ITB Berlin für Fachbesucher geöffnet. Parallel zur Messe läuft der ITB Berlin Kongress von Mittwoch bis Samstag, 8. bis 11. März 2017. Er ist weltweit der größte Fachkongress der Branche. Mehr Informationen sind zu finden unter www.itb-kongress.de. Die ITB Berlin ist die führende Messe der weltweiten Reiseindustrie. 2016 stellten 10.000 Aussteller aus 187 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen rund 180.000 Besuchern, darunter 120.000 Fachbesuchern vor. 

(Redaktion)


 

 

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