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Nachwuchsförderung

Nicht genug Lehrstellen in Berlin

In Deutschland gibt es mehr offene Lehrstellen als Bewerber – trotzdem ist die Zahl der Jugendlichen ohne einen Ausbildungsplatz gestiegen. In Berlin ist die Lage problematisch. Politik und Wirtschaft suchen nach Lösungen.

Die Bilanz der Regionaldirektion Berlin Brandenburg dokumentiert die problematische Lage auf dem Berliner Ausbildungsmarkt. So sollen am Stichtag, 30. September, noch 2420 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz bei der Berliner Bundesagentur für Arbeit (BA) registriert gewesen sein. Das sind 87 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen betrug demgegenüber 451.

Der Ausbildungspakt zwischen Berliner Verwaltung und Wirtschaft, durch den bis zu diesem Jahr 1100 neue Ausbildungsplätze geschaffen werden sollten, hat offenbar nicht geholfen. Thilo Pahl, Geschäftsführer für Aus- und Weiterbildung bei der IHK, sieht das Problem bei den Jugendlichen selbst. Es fehle ihnen an Ausbildungswilligkeit und Motivation . Deshalb sei es für viele Unternehmen äußerst schwierig, geeignete Bewerber zu finden, beklagt er.

Doro Zinke, Vorsitzende des Bezirks Berlin-Brandenburg beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), sieht dagegen auch die Berliner Unternehmen in der Verantwortung für die Situation auf dem Lehrstellenmarkt. Es werde zu wenig getan, obwohl über Fachkräftemangel geklagt wird. So biete nur rund jeder vierte Berliner Betrieb überhaupt Ausbildungsplätze an, meint sie. Wirtschaft und Regierung wollen nun die bereits existierenden Fördermaßnahmen und Programme verbessern.

(Redaktion)


 


 

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