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„Wir wollen eine Hälfte vom Himmel“

Gemeinsam mit Unterstützern, Mitgliedern und Interessenten der Onlineplattform sowie der Gründerin Ilona Orthwein feierte das Berliner Netzwerk Unternehmerinnen.org jetzt in Berlin sein 10-jähriges Bestehen.

Begonnen hatte man im Jahr 2005 mit einigen Dutzend weiblichen Mitgliedern – aktuell führt das Portal Unternehmerinnen aus über 100 verschiedenen Branchen. Dementsprechend vielseitig und innovativ präsentierten sich auch die Teilnehmer der Jahresauftaktveranstaltung. In den Räumlichkeiten der altehrwürdigen „Villa Kult“ in Lichterfelde lud Gründerin Ilona Orthwein zu einem inspirierenden Abend inklusive produktiver Networking -Rallye (zur Networking Definition) ein.

Bereits zu Beginn standen sowohl Vergangenheit als auch Zukunft der Unternehmerinnen Berlin-Brandenburgs im Vordergrund: „Ich glaube […], dass wir in Berlin wirklich optimistisch sein können, weil die Wirtschaft gut läuft und nach wie vor viele Menschen nach Berlin zuziehen, und dass das gerade für kleinere Frauenunternehmen, also Frauen haben ja oft die kleineren Unternehmen, eine ganze Menge Perspektiven bietet“, erklärte Dr. Ina Czyborra, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Als Unternehmerin und Politikerin begleitet sie das Projekt seit seiner Gründung und kennt so auch die Wünsche und Forderungen vieler Mitglieder an die Politik.

Guckt euch an, was die Frauen schaffen“

Diese beschränken sich dabei keineswegs auf lokale Missstände. Insbesondere die Benachteiligung von Frauen in einem nach wie vor sehr männlich geprägten Wirtschaftssystem sorgt während der Veranstaltung für Gesprächsstoff: „Der Weg zur echten Gleichberechtigung wird kommen – aber ich werde ihn nicht mehr erleben“, so Jumi Vogler, Geschäftsführerin von „Wow! The Company“. Sie wies darauf hin, dass es vor allem kreative Frauen seien, die in der männerdominierten Wirtschaftswelt nur wenig Gehör fänden: „Guckt euch an, was die Frauen schaffen, und schaffen die nicht etwas für eine sehr viel – das ist nicht naiv – menschlichere Wirtschaft?“ Man wolle doch lediglich auch eine Hälfte vom unternehmerischen Himmel.

Bürokratie versus Bürgernähe – diese Problematik kennen viele Unternehmer/ -innen. Kein Wunder also, dass die Formularverliebtheit der Berliner Ämter auch auf der Jahresauftaktveranstaltung von unternehmerinnen.org zur Sprache kam. Konkret wurde etwa Tatjana Sassenberg. Die erfolgreiche Unternehmerin leitet seit 25 Jahren eine Dolmetscher- und Übersetzeragentur. Insbesondere in der letzten Zeit habe sie gemerkt, wie stark die öffentliche Hand in einem kontinuierlichen Sparmodus verhaftet sei: „. Man muss auch Menschen die Möglichkeit geben, zu leben und sich zu ernähren“, so Sassenberg.

Authentizität statt Aktenwut – was der große Bruder Berlin nicht vermag, leistet das häufig unterschätze Brandenburg scheinbar ohne Probleme. Diese Erfahrung teilte Karola Lesniak mit den anwesenden Unternehmerinnen: „Wir hatten da ganz intensiven und direkten Kontakt mit der Bürgermeisterin, die ausgesprochen innovativ ist […]. Dort herrscht ein sehr authentisches Zusammensein“, so die Inhaberin von Spiritimmobilien.

Ein authentisches Zusammensein – diese Beschreibung trifft auch auf die Jahresauftaktveranstaltung von Unternehmerinnen.org zu. Zwischen Vorspeise, Hauptgang und Dessert entstanden Ideen, geschäftliche Partnerschaften und zukunftsfähige Konzepte. So manch neu geknüpfter Kontakt dürfte diesen Abend lange überdauern. Weitere Infos unter: Unternehmerinnen.org

(Text: Vivecca Frank)

(Redaktion)


 

 

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