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Berliner Netzwerkführer

Netzwerken noch professioneller

Die Nutzung von Netzwerken für den beruflichen Aufstieg oder für die Akquise von Aufträgen wird immer wichtiger. Berlin als Event- und Veranstaltungshochburg bietet eine Fülle von Netzwerken und dementsprechend viele Veranstaltungen, zumeist abends. Da aber die Woche meist nur sechs Abende hat – aber in Berlin nach Schätzungen von Insidern rund 1 500 Events täglich stattfinden, ist eine profunde Auswahl von Veranstaltungen vonnöten.

Hier setzt der Berliner Netzwerkführer an. Das von Sylvia Hartung gegründete Internetportal soll hier helfen, die richtigen Netzwerke und Veranstaltungen für sich selbst auszuwählen. Nunmehr erfolgt beim www.berliner-netzwerkfuehrer.de  die nächste Qualitätsstufe: durch ein Bewertungssystem, wie bei Gourmetrestaurants oder Hotels, durch die Nutzer des Portals und Besucher der Veranstaltungen soll die Qualität der Veranstaltung deutlich sichtbar gemacht werden.

Sylvia Hartung: „Nichts ist schlimmer, wenn man auf einer Veranstaltung nur Finanzberater oder Rechtsanwälte trifft. Auch braucht eine Friseuse, die einen Laden neu eröffnet und neue Kunden braucht, ein anderes Netzwerkklientel als der Inhaber einer PR – Agentur, dessen Einzel - Etat sich mal schnell auf vier – bis fünfstellige Summen bewegen können.“

Zudem, so die Netzwerkführerin, gibt es die Netzwerkvereinigungen auf unterschiedlichsten Levels. Da gibt es die „geschlossenen Gesellschaften“ wie Rotary oder Lions, wo man nur auf Vorschlag und mit Zustimmung aller Clubmitglieder aufgenommen wird. offiziell verpönt, „Dort ist es eine Todsünde, sich bei einem Club zu melden und zu sagen, ich will bei Euch Mitglied werden. Auch ist es dort verpönt, gezielt Aufträge zu akquirieren.“ weiß Sylvia Hartung aus ihren Erfahrungen. Andere Netzwerke, wie der Verband Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) oder der Berlin Capital Club haben eine Aufnahmegebühr von mehreren hundert Euro, das auch hier über den Preis schon eine Vorselektion vorgenommen wird. Regionale Wirtschaftskreise, seien es bezirklich gegründete wie der Unternehmerkreis Berlin Nord aus Pankow oder die Niederlassungen des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) in den Bezirken dienen eher als Treffpunkt von Kleinunternehmern, Einzelkämpfern und Existenzgründern. Schlagkräftige Truppen, die die bezirkliche Politik maßgeblich mitbestimmen, wie der Marzahn – Hellersdorfer Wirtschaftskreis (MHWK) sind da eher die Ausnahme. Wiederum andere Netzwerke wie das Sportnetzwerk nsw24 oder der Berliner Laserstammtisch sind etwas für Gleichgesinnte und Branchenkollegen. Schließlich noch die Fülle der Veranstaltungen, die über Internetportale wie XING angeboten werden. XING dient eher dazu, sich auf dem Arbeits- oder Praktikantenmarkt anzubieten und eignet sich weniger als Plattform für Geschäftskontakte.

 All diese Netzwerke unterschiedlichster Coleur können nunmehr einer Qualitätskontrolle durch die Teilnehmer unterzogen werden. Denn die Woche hat nur sechs Abende, an einem sollte man wenigstens mal für sich privat sein und „ein Abend, an dem ich mein eigenes, privates Netzwerk nicht weiter gesponnen habe, ist ein verlorener Abend.“ So Netzwerkerin Sylvia Hartung.

(Redaktion)


 


 

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