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Olymia-Bewerbung

Berlin will die Sommerspiele 2024

Der Berliner Senat hat am Dienstag beschlossen, am „nationalen Interessenbekundungsverfahren“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024 oder 2028 teilzunehmen.

Für diesen ersten Schritt zu einer Olympia-Bewerbung muss bis 31. August ein umfangreicher Fragenkatalog des DOSB beantwortet werden. Mitbewerber ist Hamburg – der DOSB will am 6. Dezember entscheiden, welche der beiden Städte in das internationale Rennen um die Austragung geht. Neben dem Standortkonzept für die Wettkampf- und Trainingsstätten sowie das Olympische Dorf, dem Hotel- und Transportkonzept sowie den zu erwartenden Investitionskosten spielt bei dem Fragenkatalog die Akzeptanz bei der Bevölkerung eine zentrale Rolle.

Die Pressemitteilung vom 24.06.2014 aus der Sitzung des Senats am 24. Juni 2014 lautet hierzu: „Das Land Berlin nimmt am nationalen Interessenbekundungsverfahren des Deutschen Olympischen Sportbundes für Olympische und Paralympische Sommerspiele 2024 bzw. 2028 teil. Das hat der Senat heute auf Vorlage von Innen- und Sportsenator Frank Henkel beschlossen. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport wurde beauftragt, gemeinsam mit den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt, für Finanzen, für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie der Senatskanzlei den Fragenkatalog des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu beantworten und die erforderliche Dokumentation zu erarbeiten, die dem DOSB spätestens am 31. August 2014 vorgelegt werden muss.“

Nach den gescheiterten Plänen für Olympische Winterspiele in München und dem weltweit zunehmenden Widerstand gegen sportliche Großereignisse, wie zuletzt in Brasilien oder auch gegen die Winterspiele 2022 in Graubünden (Schweiz), scheinen die Aussichten nicht allzu rosig zu sein. Der rot-schwarze Berliner Senat zeigt sich dagegen optimistisch und verweist auf Fußball- und Leichtathletik-WM 2006 und 2009, wo sich die Begeisterung der Bevölkerung für sportliche Großveranstaltungen gezeigt habe.

Klaus Böger, der Präsident des Landessportbundes (LSB), erklärte gegenüber dem „Tagesspiegel“: „Das größte Problem ist das fehlende Vertrauen in die Politik, dass sie ein solches Projekt stemmen kann.“  Eine Haltung, die sich nach dem BER-Debakel (für Hamburg steht hier die Elbphilharmonie) durchaus nachvollziehen lässt.  Die Zeit ist kurz bemessen: Bereits im Frühjahr 2015 beginnt das Bewerbungsverfahren für die Sommerspiele 2024, über deren Vergabe das Internationale Olympische Komitee (IOC) 2017 entscheiden wird.

Mit dem Scheitern haben sowohl Berlin als auch Hamburg bereits Erfahrung: Die Hauptstadt musste sich bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2000 Sydney geschlagen geben; die Hansestadt unterlag schon in der nationalen Vorauswahl für Olympia 2012 gegen Leipzig.

(Redaktion)


 


 

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