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  • 10.02.2016, 14:23 Uhr
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PERSONALIE / HPI

Hasso Plattner bekommt Gastprofessur an der Karlsruher Universität verliehen

Für seine Leistungen und Beiträge in Forschung und Gesellschaft bekommt der gebürtige Berliner Prof. Hasso Plattner in Karlsruhe die Heinrich-Hertz-Gastprofessur verliehen.

Die Gastprofessur wird seit 1987 in jedem akademischen Jahr von der Universitätsgesellschaft gemeinsam mit dem Präsidenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) an "herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik" verliehen. 1987 war die 100. Wiederkehr des Tags der Entdeckung der elektromagnetischen Wellen an der Fridericiana durch Heinrich Hertz gefeiert worden.

Plattner, 1944 in Berlin geboren, hatte an der Universität Karlsruhe Nachrichtentechnik studiert und sein Studium als Diplom-Ingenieur abgeschlossen. 1972 verließ er zusammen mit vier Kollegen IBM und gründete das Software-Unternehmen SAP. Es hat seinen Sitz in Walldorf. 1990 ernannte die Universität Saarbrücken Plattner zum Ehrendoktor. Vier Jahre später wurde er dort Honorarprofessor für Wirtschaftsinformatik. Die Würde eines Ehrensenators verlieh ihm die Universität des Saarlandes 1998.

Im selben Jahr gründete der Wissenschaftsmäzen in Potsdam das nach ihm benannte Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam (HPI). Seit 2002 ist Plattner Ehrendoktor und seit 2004 Honorarprofessor der Universität Potsdam.

In der brandenburgischen Landeshauptstadt lässt der Mäzen derzeit ein Kunstmuseum errichten. Das Museum Barberini (www.museum-barberini.com) wird ab 2017 der Kunstsammlung Hasso Plattners mit Werken von Malern aus der ehemaligen DDR ein eigenes Domizil bieten. Daneben werden wechselnde internationale Ausstellungen die Kunstwelt bereichern. Plattners Förderstiftung ermöglichte es zudem, beim Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses dem Gebäude die historische Fassade und ein Kupferdach zu geben. In den Neubau zog im Januar 2015 der Landtag ein.

Am HPI in Potsdam-Babelsberg leitet Plattner das Fachgebiet "Enterprise Platform and Integration Concepts". Dort wurde ab 2006 vor allem die In-Memory Data Management-Technologie erforscht und zusammen mit SAP entwickelt. Sie sorgt durch den Einsatz von Vielkern-Rechnern mit riesigen Arbeitsspeichern und durch spezielle Arten der Datenbank-Organisation dafür, dass riesige Mengen von Daten blitzschnell und flexibel ausgewertet werden können. Solche Analysen hatten ohne die Höchstgeschwindigkeits-Datenbanktechnik früher Minuten, Stunden oder sogar Tage gedauert. HPI und SAP erhielten dafür 2012 den Deutschen Innovationspreis sowie den Innovationspreis Berlin-Brandenburg.

Plattner setzt sich seit 2005 auch für Innovations-Lehre und -Forschung im Bereich Design Thinking ein – in enger Zusammenarbeit mit der Stanford University. Plattner ist Mitglied im Kuratorium der US-Elite-Universität. Weitere Informationen zu ihm hier auf der HPI-Website.

Martina Wagner

(Redaktion)


 

 

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