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  • 19.05.2016, 11:24 Uhr
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Über 400 Frauen wollen Deutschlands erste Astronautin werden: Podium auf der ILA

Die Bewerbungsphase ist beendet und die Sponsorensuche startet. Das verkündet soeben die Kommnikationsagentur aus Berlin. Zudem wird eine Podiumsdiskussion auf der ILA Berlin Air Show im Juni stattfinden.

Am 30. April endete die Bewerbungsphase für die erste deutsche Astronautin. Insgesamt 408 Bewerbungen von Frauen aus ganz Deutschland sind bei der Initiatorin der Kampagne, Claudia Kessler, eingegangen. Im Vergleich zur letzten ESA-Ausschreibung von 2008 warfen damit knapp 100 Bewerberinnen mehr ihren Hut in den Ring. 2008 hatten sich 310 Frauen aus Deutschland beworben."Nur die Beste der Besten kann Astronautin werden. Der Blick in die Unterlagen der Bewerberinnen zeigt, dass die große Mehrheit der Anwärterinnen beeindruckend hoch qualifiziert ist. Damit hat das Projekt bereits bewiesen: Es gibt sie, die hochqualifizierten Frauen im naturwissenschaftlich-technischem Bereich. Noch dazu sind diese Frauen bereit, sich einer außergewöhnlichen Herausforderung zu stellen. Umso mehr freuen wir uns über diesen großen Zulauf", so Kessler.

Die Bewerbungen werden nun im Rahmen einer Vorauswahl durch HE Space, einem Personaldienstleister für Fachkräfte für die Luft- und Raumfahrt, ausgewertet. Noch in diesem Monat folgen die ersten Vorstellungsgespräche. Durch die hohe Zahl der Bewerberinnen wird der Vorauswahlprozess mehr Zeit als geplant in Anspruch nehmen.

Sponsoren-Suche gestarten: Potenzielle Sponsoren sind nun aufgerufen, die Mission zu unterstützen. "Wir haben in den vergangenen Wochen einen überwältigenden Zuspruch erfahren. Aber nun müssen auf Worte Taten folgen. Wir können das Projekt nur mit der Unterstützung von Sponsoren stemmen und freuen uns über jedes Unternehmen, das bereit ist, mit uns Geschichte zu schreiben", sagt Kessler.

Am 02. Juni wird Claudia Kessler auf der ILA Berlin Air Show an einer Podiumsdiskussion u.a. mit Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, teilnehmen. Von diesem Zeitpunkt an können auch Interviews mit Bewerberinnen der engeren Auswahl vereinbart werden. Im Anschluss werden die aussichtsreichsten Kandidatinnen in einem offiziellen Auswahlverfahren mit psychologischen und medizinischen Tests auf ihre Fähigkeiten getestet.

Termine im Überblick:

   - Mai/Juni:Vorauswahl der Bewerberinnen durch HE Space 
   - Ab Juni: Interviewmöglichkeiten mit Bewerberinnen der Vorauswahl 

- 02. Juni: "Innovation for Exploration! A Bridge for the future" - Podiumsdiskussion auf der ILA Berlin Air Show mit Claudia Kessler, Initiatorin "Die Astronautin", Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Simonette di Pippo, Vorsitzende des Büros der Vereinten Nationen für Weltraumfragen und Dr. Dava Newman, Vizedirektorin der NASA. 15:30-16:20 Uhr, Raumfahrthalle des Berlin ExpoCenter Airport

- 2. Jahreshälfte 2016: Start des medizinisch-psychologischen Auswahlverfahrens, ggfs. Medientag, Parabelflug

Erstaunliches tritt hier zutage: 1. Es gab und gibt noch keine weibliche Astronautinnen hier im fortschrittlichen Europa 
2. Es gibt sie dennoch, die hochqualifizierten Frauen im naturwissenschaftlich-technischem Bereich.
Noch dazu sind diese Frauen bereit, sich einer außergewöhnlichen Herausforderung zu stellen. Wer hätte das gedacht. Und das im Jahre 2015. Im Weltraum soll bereits schon viel länger alles leichter sein: wenn schon nicht auf der Erde, dann soll Gleichberechtigung zumindest im Weltall stattfinden. Dass sich so viele Bewerberinnen eine besser Chance als Astronautin im Weltall erhoffen und sich lieber weit weg schießen lassen, statt hier eine Führungsposition ergattern zu können, sagt eine Menge über unser Wirtschaftsleben aus. Mission possible, ja aber begrenzt. Nun werden die Bewerbungen ausgewertet. Unternehmen sind aufgerufen, die Mission zu unterstützen. Es wird sich zeigen, ob und wieviele Unterstützer und Unternehmen sich melden werden - sonst wird das Projekt zur Mission impossible, wie auch schon hier auf Erden. (Anm.d.Red.)

Über das Projek: Mit dem Projekt "Die Astronautin" soll bis 2020 die erste deutsche Frau auf eine Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) entsendet werden. Die Ausbildung zur Astronautin soll ab 2017 beginnen. Initiatorin des Projekts ist Claudia Kessler, diplomierte Ingenieurin für Luft- und Raumfahrt und CEO von HE Space Operations, einem Personaldienstleister für hochqualifizierte Fachkräfte in der Raumfahrt. Weitere Informationen unter www.dieastronautin.de und unter www.facebook.com/DieAstronautin

(Redaktion)


 

 

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