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  • 24.06.2016, 12:06 Uhr
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  • Berlin
PREISVERLEIHUNG / TECHNOLOGY REVIEW

Die jungen Innovatoren 2016 für die Preisverleihung in Berlin stehen fest

Technology Review prämiert am 5. Juli zehn Preisträger in Berlin-Mitte. Die Fachgebiete der jungen Wissenschaftler sind vielfältig. Mit der Botanikerin Simone Strey ist eine einzige Frau mit von der Partie und mit Signavio auch ein Berliner Unternehmen.

Ein präziser 3D-Drucker für künftige Nano-Roboter, ein Programm zum Austausch von Gesundheitsdaten und eine App, die Pflanzenkrankheiten anhand von Handy-Fotos erkennt: Dies sind drei von zehn prämierten Projekten bei der deutschen Ausgabe des Wettbewerbs "Innovatoren unter 35". Wer von ihnen zusätzlich die Titel "Innovator of the Year" und "Social Innovator of the Year" verliehen bekommt, entscheidet sich am 5. Juli bei der Preisvergabe. Die Teilnahme an der Verleihung ist bei vorheriger Anmeldung kostenfrei.

Der Karlsruher Michael Thiel ist Gründer von nanoscribe und hat den genauesten kommerziellen 3D-Drucker der Welt entwickelt. "Dieser optische 3D-Drucker hat eine deutlich höhere Auflösung als herkömmliche 3D-Druckverfahren und wird schon heute erfolgreich zur Forschung etwa in der Photonik, Mikrooptik oder Medizintechnik eingesetzt", betont Tobias Kraus, Jury-Mitglied und Leiter Strukturbildung beim Leibniz Institut für Neue Materialien.

Johannes Jacubeit, Sportmediziner und Gründer des Start-up-Unternehmens Connected Health, will die Kommunikation zwischen Patienten und Ärzten verbessern. Mit dem von ihm entwickelten Produkt LifeTime Hub hat man als Patient seine Krankenakte immer dabei und kann seine Gesundheitsdaten lokal mit dem Arzt teilen.

15 bis 30 Prozent der Ernte-Erträge weltweit gehen jedes Jahr durch Pflanzenkrankheiten und Schädlinge verloren. Um gezielte und umweltschonende Gegenmaßnahmen zu ermöglichen, hat die Geografin und Botanikerin Simone Strey das Programm Plantix entwickelt. Diese App erkennt Pflanzenkrankheiten anhand von Handy-Fotos. Mithilfe der App kann der unnötige Gebrauch von Pestiziden in der Landwirtschaft verhindert werden. "Die Anwendung zeigt eindrucksvoll, wie maschinelles Lernen einen Nutzen für die Gesellschaft bieten kann", lobt Jury-Mitglied Patrick Baudisch, Leiter Human Computer Interaction am Hasso-Plattner-Institut in Berlin-Brandenburg.

Zu den weiteren Innovatoren zählen auch ein Berliner Unternehmen:  Dr. Gero Decker ist Gründer und Geschäftsführer von Signavio. Das Berliner Unternehmen bietet eine cloudbasierte Software, die das Prozessmanagement in Unternehmen transparent und damit einfach macht. Endlich weiß auch bei komplizierten Projekten die linke Hand, was die rechte tut.

Der Nachwuchspreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für junge Innovatoren. Vor 17 Jahren wurde dieser vom US-amerikanischen Magazin MIT Technology Review ins Leben gerufen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Daniel Ek von Spotify. Die Gewinner der deutschen Auflage sind automatisch nominiert für die internationale Liste der 35 besten Innovatoren unter 35, die jährlich von der US-amerikanischen MIT Technology Review gekürt werden.

Unterstützer des Wettbewerbs

Mittlerweile findet der Wettbewerb europaweit in fünf Ländern statt und wird an allen Austragungsorten von BNP Paribas unterstützt. Partner der deutschen Ausgabe sind die Consorsbank sowie der High-TechGründerfonds . Darüber hinaus unterstützt VW Nutzfahrzeuge den Wettbewerb.

Bei der Verleihung am 5. Juli in Berlin werden neben den Preisträgern auch Wagniskapitalgeber, Start-up-Gründer und Vertreter aus Forschungsabteilungen großer Unternehmen vor Ort sein. Die Keynote über selbstfahrende Fahrzeuge hält Raúl Rojas, Professor für Intelligente Systeme und Robotik an der Freien Universität Berlin und der University of Nevada (Reno). 2014 wurde Rojas vom Deutschen Hochschulverband mit dem Titel "Hochschullehrer des Jahres" ausgezeichnet.

Der Besuch der Preisverleihung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Porträts der Preisträger 2013 und 2015 sind unter www.technologyreview.de/TR35 abrufbar. 

(Redaktion)


 

 

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