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„Spiegel“ will Personal entlassen

Medienkrise erreicht den „Spiegel“. Ankündigung von Personalabbau. Gewinneinbruch wegen Rückgang der Anzeigenpreise. Das Internet sei für die Krise verantwortlich.

Bisher galt es als undenkbar, dass der „Spiegel“ Personal entlässt. Nun will die Spiegel-Gruppe umbauen, wie es heisst. Auch Personalstreichungen stehen auf dem Plan. Der Umsatz fiel 2012 auf 307 Millionen Euro, der Gewinn brach damit um 30 Prozent ein. Wie viele Stellen nun genau gestrichen werden, ist noch nicht bekannt. Schuld sei das Web. Da sich immer mehr Leser ins Internet verabschieden, würden die Anzeigenpreise einbrechen.

Der „Spiegel“ will nun eine neue Online-Strategie fahren und kostenpflichtige Angebote schaffen. Auch Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, betont die Online-Möglichkeiten der großen Verlagshäuser. Kein Leserbrief beziehungsweise User-Generated-Content könne den Qualitätsjournalismus ersetzen, so Döpfner. Guter und unabhängiger Journalismus hätte auch seinen Preis. Denn nur der Markt ermögliche Wettbewerb, Vielfalt und Unabhängigkeit.

Die Erstausgabe des „Spiegel“ erschien am 4. Januar 1947. Die verkaufte Auflage beträgt rund 940.000 Exemplare. Er hat damit eine Reichweite von über 6 Millionen Leser. Von 1923 bis 2002 war Rudolf Augstein der Herausgeber. Der derzeitige Chefredakteur ist Georg Mascolo. Aufgrund seines politischen Einflusses wird der „Spiegel“ oft als Leitmedium bezeichnet.

(MV)


 


 

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