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Geplantes Ableben der Elektrogeräte

Kennen Sie das auch? Sie kaufen ein neues Elektrogerät und freuen sich über die neuste Technik, die sich nun in Ihrem Besitz befindet. Doch die Freude währt nicht lange – spätestens mit Ablauf der Garantie ist auch das Gerät dahin.

Für dieses Phänomen gibt es einen Fachbegriff: geplante Obsoleszenz. Christian Kreiß, Professor an der Universität Aalen, beschäftigt sich mit dem vorprogrammierten Sterben der Konsumgüter. Für ihn liegt der Vorteil dieser Machenschaften ganz klar auf der Hand. „Der Umsatz steigt, weil die Geräte häufiger gewechselt werden müssen. Die Kosten sinken, weil man günstigeres Inputmaterial nimmt und die Gewinnspanne steigt.“, so Kreiß.

Reine Unternehmenswillkür

Den Unternehmen kann man diese Methoden jedoch nicht nachweisen, da es keine Beweise gibt. Fakt ist jedoch, dass man mit ein paar Cents mehr wesentlich hochwertigere Komponenten in elektronische Produkte einbauen und damit den Lebenszyklus eines solchen Gerätes erheblich erhöhen könnte.

Bereits in den 1920er Jahren schrieb ein Werbemagazin: „Ein Artikel, der nicht verschleißt, ist eine Tragödie fürs Geschäft.“

Der Betriebswirt Stefan Schridde kämpft auf seiner Webseite gegen diese fragwürdige Geschäftspolitik. Auf seiner Homepage bietet er Verbrauchern eine Plattform, auf der sie von ihren Erfahrungen berichten oder sich vor einem Gerätekauf  informieren können. Schridde setzt sich bei den Herstellern für mehr Produktverantwortung ein und fordert den bewussteren Umgang mit der Umwelt.

(Ariane Heiligenstadt)


 


 

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