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DIW Konjunkturbarometer

Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Auslastung setzt sich fort

Nach den gestern vorgelegten amtlichen Angaben hat die deutsche Wirtschaftsleistung im abgelaufenen Jahr um 1,3 Prozent zugenommen. Dies würde auf der Grundlage der bislang veröffentlichten Quartalswachstumsraten für das Jahr 2008 rein rechnerisch einen Rückgang des saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsproduktes im Schlussquartal um 1,9 Prozent bedeuten.

Für diesen Zeitraum signalisiert das DIW Konjunkturbarometer eine Wachstumsrate von minus 1 Prozent (im Vormonat wurde noch ein deutlich moderaterer Rückgang um 0,3 Prozent erwartet). Dies deutet darauf hin, dass für die ersten drei Quartale 2008 noch Abwärtsrevisionen zu erwarten sind, die sich auch in der Wertschöpfungs- und Produktionsberechnung für die Wirtschaftszweige niederschlagen würden.

Da gegenwärtig somit auch die Vergleichswerte eine deutlich erhöhte Unsicherheit aufweisen, wird in diesem Monat auf die numerische Angabe von Wachstumsraten für einzelne Wirtschaftszweige verzichtet. Die in der Verlaufsgrafik abzulesenden Quartalswachstumsraten stellen eine Schätzung des DIW Berlin dar, die mit der amtlichen Jahreswachstumsrate im Einklang stehen. Erste amtliche Angaben zum vollständigen unterjährigen Verlauf des Bruttoinlandsproduktes bzw. der Bruttowertschöpfung werden in zwei bzw. vier Wochen vorliegen.

Für das laufende erste Quartal 2009 ist - saison- und kalenderbereinigt - mit einem fortgesetzten Schrumpfungsprozess der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland zu rechnen. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um weitere 0,8 Prozent zurückgehen. Die gesamtwirtschaftliche Auslastung nimmt damit abermals deutlich ab. Die stärksten Bremseffekte gehen dabei wiederum vom Produzierenden Gewerbe (ohne Bauwirtschaft) aus. Deutlich gedämpfter vollzieht sich der Rückgang von Bauleistungen. Positiv dürfte nur die Produktion von öffentlichen und privaten Dienstleistungen zum Wachstum beitragen, während die übrigen Dienstleistungszweige (Handel, Gaststätten, Verkehr sowie unternehmensnahe Dienstleistungen) ebenfalls leicht schrumpfen.

(Redaktion)


 


 

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