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Sarrazin gegen Konjunkturpaket

Sarrazin spricht sich gegen drittes Konjunkturpaket aus

Der scheidende Berliner Finanzsenator und künftige Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (SPD) hat sich gegen ein drittes Konjunkturpaket in Deutschland ausgesprochen.

«Ich bin der Auffassung, dass wir im Bereich der fiskalischen Stimulierung jetzt ein gewisses Ende erreicht haben», sagte Sarrazin dem «Tagesspiegel» (Samstagausgabe).

Dennoch hält er neue Ausgabenprogramme für wahrscheinlich. «Wenn die Krise weitergeht, kommt ein drittes Konjunkturprogramm so sicher wie das Amen in der Kirche», sagte der SPD-Politiker. Und nach dem Ende der Krise werde die strukturelle Staatsverschuldung deutlich gestiegen sein - bei gleichzeitig «bröckelnder Einnahmebasis».

Sarrazin zeigte sich insgesamt besorgt über den Bundeshaushalt. Die stetig steigenden Ausgaben zeigten, «dass der Bundesetat selbst in guten Zeiten von den sozialen Themen aufgefressen wird». «Das sind ungemachte Hausaufgaben. Und obendrauf kommt jetzt noch die Krise.»

Der SPD-Politiker erwartet zudem einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Die Kurzarbeitsprogramme würden noch einige Zeit laufen, aber es gebe keine neuen Einstellungen. Sarrazin: «Im Oktober und November werden die Arbeitslosenzahlen richtig scharf ansteigen.»

(Redaktion)


 


 

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